Archiv nach Schlagworten: Krieg

Männer- und Jungenvergewaltigung als grausame Kriegswaffe

Zunächst einmal möchte ich auf ein Video mit dem Thema: Männer als Missbrauchs­opfer von sexuell motivierter Kriegsgewalt = „Kulturelle Destabilisierung“ hinweisen. Am Ende dieses Beitrages berichte ich noch über die aktuellen Vergewaltigungen an Jungen, begangen von französischen UN-Soldaten. 

Ein Zusammenschnitt aus dem Dokumentarfilm „Taxi zur Hölle“, ausgestrahlt auf ARTE am 08.10.2010.

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Nie wieder Krieg

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Einen Bezug zum Blogthema gibt es trotzdem, denn die „Ukraine beruft Frauen in den Kriegsdienst“. Alles Schall und Rauch

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Russischer Appell an die Deutschen

Heute bin ich mal total Offtopic, denn es ist mir ein Bedürfnis, den unten eingestellten Appell des Jegor Proswirnin zu verbreiten. Da ich mich schon lange mit dem Ukraine Konflikt be­schäftige, bin ich nicht erst seit heute ent­setzt über unsere Politiker, die tatsächlich Faschis­ten und Nazis in der Ukraine unterstüt­zen. Den Besuch Angela Merkels einen Tag vor dem ukrainischen Unabhängigkeitstag kann man als Hinweis verstehen, wo die Prio­ri­täten unse­rer Regierung liegen.

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Die TAZ bedauert gefallene Männer

Das ausgerechnet bei der TAZ gefallene Männer bedauert werden, hat mich fast umgehauen. Der Parlamentskorrespondent der taz, Matthias Lohre hat Bezug auf eine Nachricht im Deutschlandfunk über das Massaker in der irakischen Ortschaft Haditha genommen, in dem 24 Menschen von einem US-Marineinfanteristen umgebracht worden waren.

Im DLF hatte eine Sprecherin anscheinend wiederholt den unrühmlichen Satz von sich gegeben, darunter auch (unbewaffnete) Frauen und Kinder. Bei dem Massaker waren eine Frau und ein Kind umgekommen. Den Ausspruch fand Matthias Lohre anscheinend etwas schräg, denn er hat auch ein paar Zahlen aus dem Irak-Krieg zitiert.

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Büroleiterin statt General für traumatisierte Soldaten

Versteht eine Büroleiterin traumatisierte Soldaten besser als ein Brigadegeneral, der in Afghanistan gedient hat? Irgendwie ist die Absetzung des Gene­rals unbegreiflich, denn wieso wird ein Mann, der sich in einem sehr sensiblen Bereich bewährt und den entsprechenden Rückhalt bei Soldaten hat, gegen eine Frau ausgetauscht? Sogar feminisierte Medien finden das schleierhaft. Bei Gleichstellungsbe­auf­trag­ten, welche zu 99,9% Frauen sind und nur von diesen gewählt werden dürfen, wird doch auch damit argumentiert, dass diese sich besser in Frauen hinein versetzen könnten als Männer. Warum soll das Einfühlungsvermögen bei Soldaten keine Rolle spielen?

In diesem Artikel nehme ich des weiteren Stellung zum Bericht des Generals zu PTBS erkrankten Soldaten und zur Unterrichtung des 3. Berichtes zum Soldatinnen- und Soldatengleichstellungsgesetz der Bundesregierung. Außerdem habe ich noch Informationen zur Büroleiterin Sabine Bastek eingestellt und auf eine Homepage verwiesen, wo sich jemand intensiv mit der Absetzung des Generals beschäftigt und Bundestagsabgeordnete zum Vorfall befragt hat.

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Der Mythos der Trümmerfrauen

Der folgende Beitrag ist ein Textmitschnitt aus der Sendung Land und Leute – Bayern 2 vom 10.5.2009, den Rainer aus dem WGvdL.com-Forum geschrieben hat. Von dem unsäglichen -innen im Text mal abgesehen, frage ich mich, warum diese Sendung überhaupt gemacht wurde? Gerade in feministischen Zeiten, wo Frauen ohne Ende gepampert werden, ist das für mich unverständlich. Deshalb bleibt nur eine Erklärung übrig: es kann einfach nicht sein, das rechte Organisationen das Thema Trümmerfrauen für sich vereinnahmt haben. Würde allerdings genauso akribisch bei anderen Frauen- bzw. Feminismusthemen recherchiert werden, sähe in der politischen Landschaft einiges anders aus.

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Nigel Farage – Euro und EU vor dem Zerfall

Eine weitere grandiose Rede von Nigel Farage, der Politiker aller Par­tei­en der EU anklagt, nichts gegen die schwindende Demokratie in Euro­pa zu un­ter­neh­men. Das einge­stell­te Video wurde mit deutscher Übersetzung vertont.

Teil II · Teil III · Ebenfalls mit vertonter, deutscher Übersetzung. Wer sich lieber das Original in voller Länge anschauen möchte: hier

Kriegstraumatisierung von Frauen

In einem Bei­trag des WDR ging es um ver­ge­wal­tig­te Frau­en und de­ren see­li­sche Fol­gen wäh­rend und nach dem Krieg. Im Ge­gen­satz zur der­zei­ti­gen Kam­pag­ne, nach der fast je­de zwei­te Frau im Job sex­uell be­läs­tigt wor­den sein soll, sind die Ver­ge­wal­ti­gun­gen vie­ler Frau­en im Krieg tat­säch­lich der rein­ste Hor­ror ge­we­sen. Wenn aber das Leid der Sol­da­ten nach dem Krieg ver­harm­lost wird, in dem ih­nen eine Ho­no­rie­rung ih­rer Ta­ten mit­tels auf­ge­stell­ter Denk­mä­ler vor­ge­hal­ten wird, dann kann man das ent­we­der als Un­wis­sen­heit aus­le­gen oder schlimm­sten­falls als Bös­ar­tig­keit.

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Die Unterdrückung der Frau

Das nachfolgende Video zeigt sehr gut, wie die Wirklichkeit ausschaut. Zunächst einmal werden diverse (bekannte) Persönlichkeiten in Bildern gezeigt, bei denen etliche Frauen von Männern hofiert werden. Dann kommt die Realität mittels Bilder von Waterboarding · Särge von deutschen Soldaten · ermordete Männer · ge­fan­gen gehaltene Männer in er­nie­dri­gen­den Situationen aus vergangenen und aktuellen Kriegen und der­glei­chen mehr. Einfach anschauen und wirken lassen.


Original Video – More videos at TinyPic

Kindersoldaten leiden kaum nach einem Krieg

kindersoldaten-jungen-krieg-maschinenpistole1Mein erster Gedanke nach dem lesen der hib-Mel­dung war, das Politiker anscheinend von Kindern und hier ins­be­son­dere Jungen ablenken wollen. Im­mer­hin wurde ja ge­ra­de die Kampagne “Nein zu Gewalt gegen Frauen” von der UNO gestartet. Was ist da­ge­gen schon Ge­walt und spe­ziell die im Krieg erlebte, die viele Jungen und Mäd­chen sehr früh am eigenen Leib spüren. Da brau­chen sich Po­li­ti­ker keine Sor­gen machen, ist das Leid der Kin­der im Ge­gen­satz zur Not der Frau­en ver­nach­läs­sig­bar.

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Foto-Oscar für Bild einer verstümmelten Afghanin

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Der Oscar der Pressefotografie geht an Jodi Bieber. Die südafrikanische Fotografin wurde in Amsterdam mit dem World Press Photo Award für das „Foto des Jahres“ 2010 prämiert, für das Porträt einer verstümmelten Afghanin. Mehr

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Trauerfeier für vier gefallene Soldaten

Mazar-e Sharif, 18.04.2010
Im nordafghanischen Mazar-e Sharif haben am 18. April Soldaten aus 19 Nationen von den vier am vergangenen Donnerstag gefallen deutschen Soldaten Abschied genommen. An dem Gedenkappell im Ehrenhain des Feldlagers „Camp Marmal“ nahmen auch der Generalinspekteur der Bundeswehr, General Volker Wieker, und der Kommandeur des ISAF-Regionalkommandos Nord, Brigadegeneral Frank Leidenberger, teil.

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Etwa 1.500 Soldaten waren am Nachmittag am Ehrenhain des Feldlagers angetreten. Unter ihnen Abordnungen aus regionalen Aufbauteams (Provincial Reconstruction Team, PRT) in Kunduz und Feyzabad, des Sanitätseinsatzverbandes, des ISAF-Regionalkommandos Nord und der in Mazar-e Sharif stationierten Verbände.

Auf vier Bundeswehr-Fahrzeugen wurden die Särge zu Beginn der Zeremonie zu ihren Stellplätzen gefahren, begleitet von einer Ehreneskorte. Der katholische Militärgeneralvikar Walter Wakenhut und der evangelische Militärpfarrer Michael Weeke leiteten die ökumenische Gedenkfeier.

Worte der Trauer

Anschließend sprach Brigadegeneral Leidenberger: „Angesichts der persönlichen, menschlichen Dimension ihres Todes und des Leids, das die Familien unserer Gefallen zu tragen haben, fällt es schwer, Worte des Trostes zu finden. Stattdessen überwiegen Gefühle der Trauer und des Schmerzes über ihren Verlust. Wut und Zorn über diejenigen, die dieses Leid in so sinnloser, grausamer, menschenverachtender Weise über unsere Kameraden, ihre Familie und über uns gebracht haben.“

Weiter sagte Leidenberger, dass dennoch niemand an ein Aufgeben denke. Es herrsche das Bewusstsein, „dass wir alle hier in Afghanistan in einem Kampf stehen, den wir als Gemeinschaft bestehen wollen und gewinnen müssen.“ Die internationale Gemeinschaft kämpfe gegen einen Gegner, „dessen Mittel Heimtücke und Hinterlist sind, der bewusst die eigene Zivilbevölkerung als Schild nutzt.“ Getrieben von einer auf Hass und Abneigung gegründeten Ideologie, fordere er die Welt heraus.

Sicherheit ist das Ziel

Es gehe darum, „dafür zu sorgen, dass für unsere Heimatländer zukünftig keine terroristische Bedrohung von afghanischem Boden ausgehen kann.“ Dies gebe dem Einsatz Sinn und rechtfertige ihn. Ihn zum Erfolg zu führen, sei eine Voraussetzung, um heimgehen zu können.

Leidenberger würdigte den Einsatz der vier Toten: „Ich verneige mich vor dem Opfer, das unsere Kameraden erbracht haben. Sie werden nie vergessen sein. Ihr Opfer ist uns aber Ansporn, noch härter zu arbeiten.“ [mehr]

Männer können gefährlich werden

frau-schlaegt-mann-haeusliche-gewalt-maennerPublizistin Ute Scheub über die Misere der männlichen Identität
Ute Scheub im Gespräch mit Katrin Heise

Die globalen Probleme seien nur mit gleichberechtigten Frauen und Männern zu meistern, sagt Journalistin Ute Scheub. Passend zum Internationalen Frauentag ist ihr Buch „Heldendämmerung: Die Krise der Männer und warum sie auch für Frauen gefährlich ist“ erschienen [mehr]

Heise: Das soll ja wohl, nehme ich an, ein Signal sein, ein Buch über die Krise der Männer am Frauentag, an dem – normalerweise spricht man da ja über die Diskriminierung und Benachteiligung von Frauen. Warum müssen wir uns jetzt der männlichen Krise widmen?

Scheub: Weil Männer in einer Krise gefährlich sein können, wenn sie zum Beispiel das Gefühl haben, sie verlieren ihre Jobs, ihren Status, ihre bisherigen Privilegien, kann es sein unter Umständen, also in Ressourcenkrisen, in ökonomischen Krisen, dass sie eben auch zu Waffen greifen oder dass sie gewalttätig werden gegenüber ihren Partnerinnen.

Heise: Und das geht natürlich dann alle an. Wir haben neulich unsere Hörer mal gefragt: Haben Männer es heute eigentlich schwerer? Eine ältere Anruferin, die antwortete da: Jahrtausendelang – sie war fast ein bisschen ärgerlich – jahrtausendelang wurden die Frauen unterdrückt, das hat niemanden so richtig gekümmert, jetzt geraten Männer in eine Krise, und alle beschäftigen sich damit. Sie fand das einfach nicht verhältnismäßig. Hat sie nicht auch ein bisschen recht?

Scheub: Natürlich hat sie recht, ich sehe das genauso. Aber was ich schon sehr wichtig finde: Männliche Opfer geraten sehr aus dem Blick und werden auch von Männern nicht thematisiert und auch nicht unterstützt. Und damit meine ich jetzt zum Beispiel Opfer sexualisierter Gewalt, die es ja auch unter Männern gibt, oder eben auch die Männer, die in Kriegen verheizt werden oder in bewaffneten Konflikten oder auch in vielen anderen Konflikten zwischen Männern.

Ja,ja, jahrtausendelang wurden nur Frauen unterdrückt und die Männer sind freiwillig in den Krieg gezogen. Bei der Arbeit waren sie natürlich keinen Risiken ausgesetzt usw. Das Einzige, was man an diesen Aussagen erkennen kann: Medienpropaganda wirkt! Wer es sich antun möchte, kann sich das Interview auch anhören.

Deutschlandradio: Männer können in der Krise gefährlich werden.mp3

Auch Zeit Online widmet sich diesem Thema, wobei ich eher glaube, das der Artikel eine Werbung für das von Frau Scheub heraus gegebene Buch sein soll [hier]

Die Kommentare sind wie immer am besten, denn es gibt mächtig Gegenwind für die Dame. Ich würde vermutlich die Wette gewinnen, wenn ich behaupte, das Frau Scheub demnächst auch bei Spiegel Online ein Platz zur Repräsentation ihres Buch gestellt wird.

Zu guter Letzt: es muss nicht heißen „Männer können gefährlich werden“, sondern – für Männer könnte es gefährlich werden – weshalb ich auch ein entsprechendes Bild eingestellt habe.

Ohne Wohlstand kein Feminismus

frauenquote

Nachfolgendes ist ein Antwort von Roslin aus dem WGvdl.com-Forum auf einen Beitrag zum Thema „Gleichstellungsgesetz in der Privatwirtschaft“.  Viele Menschen machen sich Gedanken über die Zukunft, auch und vor allen Dingen über die der Kinder und Enkelkinder. Jeder weiß, das die derzeitige Taktik der Bundesregierung nicht aufgeht und das wir alle in absehbarer Zeit den Gürtel wesentlich enger schnallen müssen. Es ist des weiteren bekannt, das Frauen nun mal weniger arbeiten als Männer, was ab und zu sogar durch bekannte Medien benannt wird [hier]

Trotzdem ertönt in regelmäßigen Abständen die Forderung nach höherer Bezahlung bzw. nach Gleichstellung, in der Hoffnung, das Frauen dadurch das Gleiche wie Männer bekommen. Aber nun lasse ich Roslin ’sprechen‘.

Mit dem Ende des Wohlstandes hierzulande und in Europa werden allerdings mindestens so viele Männer an Armut und wegen sozialer Unruhen krepieren wie Frauen. Und die Frauen die es trifft, werden vornehmlich keine Feministinnen sein. Die werden in ihren wohl verteidigten Regierungsbüros sitzen und als allererste die Rettungsboote stürmen, wenn unsere TITANIC absäuft.

Welches Geschlecht wird denn die Unruhen auslösen und niederschlagen? Wer wird Frauen und Kinder beschützen und vor wem? Gewähren lassen und gelassen bleiben ist keine Option. Man kann gewähren lassen und gelassen bleiben, wenn man zynisch genug ist, in Kauf zu nehmen, was dann vorhersagbar folgt.

Wenn man reich, flexibel und Bindungslos genug ist, sich abzusetzen in Weltgegenden, die vom hiesigen Systemzusammenbruch nicht nur nicht tangiert werden, sondern sogar von ihm profitieren. Ein Systemzusammenbruch trifft immer viele Falsche, gerade die Falschen, die falschen Männer, die falschen Frauen, von den Kindern nicht zu reden.

Ganz unromantisch betrachtet, hat keine Revolution die Lebensbedingungen derer, für die sie angeblich gemacht wurde, je verbessert, im Gegenteil. Die Armen waren danach auf Jahrzehnte hinaus IMMER schlimmer dran als zuvor und viele, sehr viele von ihnen waren tot. Gut, das waren auch einige von den „Richtigen“, aber durch wen wurden die ersetzt? In der Regel durch Ekelpakete, die schlimmer waren als jene, die sie gerade umgebracht hatten. Das kann auch gar nicht anders sein, denn in Gewaltverhältnissen setzen sich nicht unbedingt die Sensiblen und Gerechten durch.

Revolutionen sind Katastrophen, Bürgerkriege, so verheerend und zerstörerisch wie Kriege und heilen die Krankheiten mit „Therapien“, die in ihren Methoden und damit Auswirkungen schlimmer sind als die Krankheit es je war.

Wenn irgendeine Hoffnung, mag sie noch so gering sein, auf Gerechtigkeit durch Reform besteht, dann sollten wir darauf setzen. Aber ich gebe zu, Europas Gesellschaften streben zügig dem Abgrund entgegen. Feminismus ist dabei nur ein Dekadenzphänomen von vielen.

Eigentlich kann man jungen, gut ausgebildeten Männern und Frauen nur raten, aus zuwandern, in die USA, nach Kanada, Australien, Neuseeland, die sich behaupten werden, die ebenfalls Fehler machen, verheerende Fehler, aber doch immerhin auch einiges immer noch richtig, etwa in der Einwanderungspolitik. Unsere Politik versagt einfach an zu vielen Fronten. Und gleichzeitig bleibt einem dieser Rat im Hals stecken, denn wird er befolgt, beschleunigt sich der allenthalben zu beobachtende Niedergang noch mehr, den man doch mit Grund fürchtet.

Er wird ja zudem bereits umgesetzt, dieser Rat, mehr als einem lieb sein kann. Seit 2004 wandern netto 150-200000 gut ausgebildete, hoch motivierte, leistungsbereite und -fähige Menschen, zu fast 60% Männer, ab. Jedes Jahr. Und viele der gut ausgebildeten Frauen, die auch abwandern, sind oft „nur“ die Partnerinnen der abwandernden Männer, begleiten diese.

Währenddessen überaltert diese Gesellschaft, sklerosiert, verdummt, sieht sich wachsenden Sozialstaatslasten gegenüber und schwindender Kraft, diese zu Schultern und der Schuldenberg, er wächst und wächst und wächst. Es sieht nicht gut aus.

Und wir machen in Frauenförderung, bauen das Dachgeschoss aus, während die Fundamente weg brechen [hier]

WikiMANNia: FeminismusLohndiskriminierungKarriereHausarbeit

Kriegskinder und deren Folgen oder warum Jungen mehr Unterstützung brauchen

©by S. Hofschlaeger/Pixelio.de

©by S. Hofschlaeger/Pixelio.de

Bedürftig, einsam und viel zu oft unverstanden
Jungen brauchen mehr Unterstützung

Knapp zwei Drittel der Schulabbrecher, Sonderschüler oder Sitzenbleiber sind Jungen. Die Mädchen bekommen mehr Gymnasialempfehlungen, schaffen häufiger das Abitur und das Studium. „Die Bildungskatastrophe ist männlich“, sagt Prof. Dr. med. Matthias Franz, Facharzt für Psychotherapeutische Medizin, Neurologie und Psychiatrie an der Universität Düsseldorf. Seit Jahren beschäftigt er sich mit der psychischen Situation von Alleinerziehenden und fragt danach, wie sich die Abwesenheit des Vaters auf die Entwicklung des Kindes und speziell von Jungen auswirkt. „Es fehlen die Männer, die den Jungen den männlichen Weg nach außen in die Welt aber auch nach innen in die Welt ihrer Gefühle und auch den Umgang mit ihren aggressiven Impulsen zeigen und vorleben.“ Prof. Franz hat u.a. ein Präventionsprogramm für alleinerziehende Mütter und ihre Kinder entwickelt und viele Ideen, wie eine Jungen gerechter werdende Früherziehung aussehen könnte [Quelle]

Interview mit Prof. Dr. med. Matthias Franz, Facharzt für Psychotherapeutische Medizin, Neurologie und Psychiatrie an der Universität Düsseldorf zum hören:

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Prof. Franz hat mit einigen Kollegen eine Studie zu vaterlos aufgewachsenen Kriegskindern durchgeführt, auf die er im genannten Interview angesprochen wird. Kriegskinder, die ohne Vater aufgewachsen sind, waren auch nach 50 Jahren psychisch stärker beeinträchtigt als die Kinder, die in den ersten 6 Jahren ihre Väter noch zur Verfügung hatten. Die kriegsbedingte Abwesenheit – nicht nur der Väter – verursachte bei vielen Müttern Depressionen, die sie unbewusst an ihre Kinder weitergaben. Diese reagierten darauf ihren Müttern gegenüber verstärkt mit Fürsorge, wobei sie damit total überfordert waren.

Bemerkenswert aus meiner Sicht ist seine Feststellung, dass er eine jahrelange Verzögerung zur Veröffentlichung der Studie zu gibt. Die Forscher wollten den selbst erhobenen Daten nicht glauben, die sie in der sog. Mannheimer Studie gefunden hatten. Seinem Vernehmen nach gibt er selbst kritisch zu, das die Forscher die Folgen der vaterlos aufwachsenden Kindern nicht wahrhaben wollten, weil die Psychoanalyse in ihren Anfängen ein eher negatives Bild von den Vätern hatte – man sah in den Vätern lediglich bedrohliche Respektpersonen. Die Forscher wollten demnach die Wichtigkeit überhaupt nicht wahrnehmen und erst in den 60er/70er Jahren änderte sich laut Aussage von Prof. Franz allgemein das Bild. Danach sahen sich die Forscher erst in der Lage, diese Studie zu veröffentlichen, wobei sie anfänglich auf viel Unglauben gestoßen sind.

Ich kann der Aussage, das sich das Bild der Väterfeindlichkeit geändert haben soll, nicht zustimmen. Die Diskrepanzen, insbesondere bei Behörden in familienrechtlichen Verfahren, sind immer noch allgegenwärtig.

Nicht nur aus o.g. Gründen ist für mich nachvollziehbar, warum die 68er Generation so erfolgreich war und wieso man bis heute Männer nur als Täter, aber nicht als Opfer sehen will. Leider macht aus meiner Sicht auch Prof. Franz einen entscheidenden Fehler, da er Frauen wiederum nur als Opfer, aber nicht als Täter sieht. Frauen sind nicht nur in Depressionen geflüchtet, was Prof. Franz Männern im Übrigen gleichfalls zugestanden hat. Frauen haben ebenso Aggressionen entwickelt, die sie an ihren Kindern ausgelassen haben.

Prof.Franz hat explizit für alleinerziehende Mütter ein Programm mit dem Namen Palme entwickelt, welches vielleicht für einige Mütter hilfreich sein kann, was aber die Ursachen der von ihm benannten Männer- und Väterfeindlichkeit nicht berücksichtigt. Er will keine Schuldzuweisung gegen Väter und Mütter betreiben, hält dabei aber die Politik vollkommen heraus. Das diese und die Medien einen erheblichen Teil dazu beitragen, die von ihm sinnlos benannten Geschlechterkämpfe zu untermauern, kommt ihm leider nicht in den Sinn. Er erwähnt sogar eine skandinavische Studie, die Kindern von Alleinerziehenden ein erheblich höheres Risiko z.B. zu Drogen bescheinigt.

Weiter ist er der Meinung, dass eine große Minderheit von alleinerziehenden Müttern vom Staat und der Gesellschaft allein gelassen wird. Damit zementiert Prof. Franz mMn die bestehenden Ungerechtigkeiten und trägt nicht dazu bei, eine adäquate Lösung für Kinder zu finden.

Fazit
Prof. Franz benennt zwar jede Menge Fakten, die in der Väter- und Männerbewegung längst bekannt sind, schließt aber aus meiner Sicht teilweise falsche Rückschlüsse, da er Politik und Helferindustrie außen vor lässt.

Internationaler Kindersoldaten-Gedenktag

boys-soldier Der Internationale Tag gegen den Einsatz von Kindersoldaten, englisch Red Hand Day, ist ein jährlich am 12. Februar begangener internationaler Gedenktag, mit dem an das Schicksal von Kindern erinnert werden soll, die zum Kampfeinsatz in Kriegen und bewaffneten Konflikten gezwungen werden. Ziel des Tages ist der Aufruf zu einem verstärkten Einsatz im Kampf gegen diese besonders schwerwiegende Form des Kindesmissbrauchs [Wikipedia]

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