Frau Zypries persönliche Beratung von Frau zu Frau

Anmerkung
Warum auch immer, irgendwie ist Frau Zypries meine „Lieblingspolitikerin“, da sie meinen Galgenhumor stets strapaziert. Besonders bei ihren Kommentaren auf Abgeordnetenwatch weiß ich oftmals nicht, ob ich lachen oder weinen soll. Nun – meistens entscheide ich mich für ersteres, das Leben ist schließlich hart genug. Die überwiegenden Fragen an Frau Zypries beinhalten die Sorgerechts- und Umgangsproblematik und hier im Besonderen das fehlende Sorgerecht der unehelichen Väter, §1626a, Absatz 2. Das Drumherumgerede, die Ausreden, überhaupt – die ganzen, teilweise dreisten Kommentare lassen mich immer wieder sprachlos vor dem PC sitzen. Eine sinngemäße Standardantwort von Frau Zypries in Fällen von Ungerechtigkeiten Vätern gegenüber lautet: Anlass für Änderungen sehe ich daher nicht.
Nun hat eine verlassene Frau darüber geklagt, das in Scheidung lebenden Frauen kein Unterhalt zusteht. Wer jetzt glaubt, das Frau Zypries sie auf Gesetze verwiesen hat, der hat vergessen, das Frau Zypries Mitglied bei Deutscher Juristinnenbund e.V. ist, der sich überwiegend um die Rechte der Frauen kümmert . Nun zur Antwort von Frau Zypries:

Sehr geehrte Frau ,

um Ihre Fragen richtig beantworten zu können, benötige ich weitere Informationen. Deshalb möchte ich Sie bitten, sich mit Ihrem Anliegen direkt an mich zu wenden – dieses Forum ist für weitere Details nicht der geeignete Ort. Sie erreichen mich per Post im Bundesministerium der Justiz, Mohrenstraße 37, 10117 Berlin oder per E-Mail brigitte.zypries@bundestag.de

Mit freundlichen Grüßen
Brigitte Zypries

Kommentar
Nach dem lesen war ich tatsächlich erst einmal sprachlos. Alle von Männern gestellten Grundsatzfragen zum FamR werden fast gnadenlos abgebügelt, aber eine Frau erhält eine persönliche Einladung zu einer Beratung. Politiker sollten zumindest öffentlich Neutralität bewahren. Politikerinnen hingegen brauchen das nicht. Das nenne ich dummdreist, wird aber immer öfter praktiziert. Nun lest selbst [hier]

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4 Kommentare.

  1. Interessante Hinweise in welchen Fachausschüssen mit welcher Interessengewichtung der Juristinnenbund vertreten sind, findet man beispielshaft auch hier:

    http://www.bundestag.de/aktuell/archiv/2008/20371951_kw19_recht/index.html

    „Sanktionen sinnvoll
    Professor Jutta Glock vom Deutschen Juristinnenbund e.V. begrüßte ebenfalls den Vorschlag der Grünen…“

    Wer mag kann für sich weiterrecherchieren.

    Die anderen Beiträge sind ebenfalls sehr interessant, wenn auch etwas „off-topic“, z.B. :
    „Quoten nicht das richtige Mittel
    Beate Degen von den Wirtschaftsjunioren Deutschlands…“

  2. Hier ist ebenfalls noch etwas zum Thema DJB (hier : Frauenquote in Aufsichtsräten) wo der Vorsitzende Andreas Müller die auffällig hohe Frauenquote anmerkt und fast eine „Männerquote“ anspricht :

    http://www.bundestag.de/ausschuesse/a06/anhoerungen/Archiv/35_Quote/05_Wortprotokoll.pdf

  3. Wer sich für die Behandlung und Beantwortung der Themen von Fr. Zypries :

    „Ungleichbehandlung“ von Anfragen?

    http://www.abgeordnetenwatch.de/brigitte_zypries-650-5639–f169229.html#frage169229

    sowie dem „Frauenrabatt im Strafrecht“ :

    http://www.abgeordnetenwatch.de/brigitte_zypries-650-5639–f169227.html#frage169227

    interessiert, hat die Möglichkeit sich als „Interessierter“ zu registrieren um damit einen höheren Stellenwert der Fragen zu verdeutlichen.

    Der Frauenrabatt ging 2008 nicht als „Skandal“ durch die Medien, wurde aber im FOCUS anschaulich von Hr. Michael Klonovsky dokumentiert :

    http://www.michael-klonovsky.de/content/view/88/42

  4. Sind solche Fragen zur unterschiedlichen „Gleichbehandlung“ unangenehm? Der Wesenskern der Frage bleibt – eigentlich erwartungsgemäß – leider nur „umschifft“.

    http://www.abgeordnetenwatch.de/brigitte_zypries-650-5639–f169229.html#frage169229

    Das Ziel, diesen Effekt öffentlich zu machen, ist zumindest erreicht.

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