Weitere Millionen für Wiedereinstieg von Frauen

Parlamentarischer Staatssekretär Dr. Hermann Kues: „Wir geben keinen jungen Menschen verloren“

ESF-Programm für benachteiligte junge Menschen und Jugendliche mit Migrationshintergrund mit Gesamtvolumen von mehr als 116 Millionen Euro erfolgreich gestartet

dr-hermann-kues-c2a9-bmfsfj„Wir geben keinen jungen Menschen verloren, nur weil er in Schule oder Berufsausbildung schlecht gestartet ist. Alle Jugendlichen haben Stärken und Talente, die sich entfalten können, wenn wir Ihnen in schwierigen Phasen helfen, nicht den Anschluss zu verpassen. Die Initiative JUGEND STÄRKEN der Bundesregierung setzt auf kleine Schritte und maßgeschneiderte Hilfen vor Ort. Die Bilanz der vergangenen Jahre zeigt, dass sich diese beharrliche Arbeit auszahlt – nicht nur für die jungen Menschen. JUGEND STÄRKEN ist eine wichtige Investition in die Zukunft unserer gesamten Gesellschaft“, sagt der Parlamentarische Staatssekretär im Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend, Dr. Hermann Kues.

Das Programm STÄRKEN vor Ort setzt auf kleine lokale Initiativen, Organisationen und viel zivilgesellschaftliches Engagement, um nur noch schwer erreichbare junge Menschen dort anzusprechen, wo sie leben. Adressaten der Kleinstprojekte sind jungen Menschen mit schlechteren Startchancen sowie Frauen, die Probleme beim Einstieg und Wiedereinstieg in das Erwerbsleben haben [mehr]

Es gibt mittlerweile wohl keine Behörde, welche Fördergelder für Frauen mit Problemen bei Einstieg, sowie Wiedereinstieg in das Erwerbsleben in ihren Programmen haben. Kein Wunder also, das Männer beruflich immer mehr auf der Strecke bleiben und ihre Arbeitslosenzahlen wesentlich stärker zunehmen, siehe Grafik.
Interessant ist natürlich, das hier Fördergelder für Frauen der Jugend weg genommen werden. Aber vielleicht hat es diese Millionen vom Europäischen Sozialfond nur oder gerade wegen der Frauen gegeben.
Sorry, aber unseren Politikern traue ich alles zu.

erwerbslosenzahlen-februar-2009

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5 Kommentare.

  1. Es gibt doch aber schon ein Programm zum Wiedereinstieg speziell für Frauen:

    Aktionsprogramm „Perspektive Wiedereinstieg“

    http://www.bmfsfj.de/bmfsfj/generator/BMFSFJ/gleichstellung,did=108548.html

    „Die breit angelegte Initiative des Bundesministeriums für Familie, Senioren, Frauen und Jugend mit einem Gesamtbudget von 30 Millionen Euro fördert Träger in Kommunen, um Netzwerke zur Unterstützung von Wiedereinsteigerinnen zu schaffen.
    Mit einer Förderung von 14 Millionen Euro aus dem ESF werden die Modellprojekte vor Ort den gesamten Wiedereinstiegsprozess unterstützen. “

    Wenn das aus dem gleichen Topf kommen sollte, würde das bedeuten, dass 102 Millionen Euro für die Kids und Jugendlichen gedacht sind.

    Man kennt sich ja gar nicht mehr aus mit den ganzen Förderprojekten.

  2. Was bitteschön hat der beruftliche Wiedereinstieg von Frauen mit „Jugend stärken“ zu tun? So einen Schwachsinn hab ich schon lange nicht mehr gehört! Das hört sich eher danach an, dass man mit fadenscheinigen Zusammenhängen hier den „beruflichen Wiedereinstieg von Frauen“ mit rein geschummelt hat um sich am Geldtopf bedienen zu können, der eigentlich für etwas anderes vorgesehen ist. Man könnte auch sagen Frauen stiehlt der Jugend das Fördergeld. Zunehmend lässt sich auch ein Mißbrauch des ESF feststellen, der doch eigentlich so darauf bedacht ist, dass die Gelder für Projekte benutzt werden die die Gleichberechtigung beachten. Das ist für mich aber schwer erklärbar wie man dann den Wiedereinstieg nur für Frauen oder den Girl’s Day nur für Mädchen fördern kann.

  3. Ich denke es hat etwas mit der m.E. noch recht jungen Erkenntnis zu tun mit dem Zusammenhang der unterbrochenen Erwerbsbiographien und der immer wieder durch die Medien gehenden Lohnschere zu tun.

    Ich würde dies sogar eher als positiven Trend sehen wollen, endlich von der Diskriminierung durch die bösen Männerseilschaften abzukommen. Als zweiter Schritt wäre vielleicht noch die Erkenntnis zu verlangen, inwieweit viele Frauen/Mütter überhaupt wieder in das Erwerbsleben zurück WOLLEN.

    Soweit ich richtig informiert bin, ist Hr. Dr. Kues im BMFFSJ auch engagiert im Hinblick auf die Beibehaltung der Wehrpflicht. Der Zivil-Ersatzdienst stärke die sozialen Kompetenzen junger Männer.

    http://www.jiz-wismar.de/98-0-Zivildienst.html

    Leider wird diese Betrachtung nur auf Männer bezogen. Die Gleichbehandlung von Männern und Frauen durch eine konsequente Abschaffung der Wehrpflicht bleibt unangetastet.

    Als konstruktiven Hinweis habe ich mir erlaubt Hr. Dr. Kues folgenden Beitrag zu schreiben und hoffe, daß er auf fruchtbaren Boden fällt und nachdenklich macht :

    http://www.hermann-kues.de/kues-extremismus-nicht-gleichgueltig-zusehen#comment-107

    Kurskorrekturen werden sicher nicht mit einem Beitrag erwirkt, aber die langfristige demokratische Auseinandersetzung mit der Thematik wird früher oder später zu einer Erweiterungshaltung der Politik im Hinblick auf Männerthemen führen müssen.

  4. Der Kommentar fiel wohl nicht auf fruchtbaren Boden, ich sehe da 0 Kommentare :>

  5. Wundert mich eigentlich, da ich ja sehr sachlich und nüchtern schreibe und für die Entwicklung von konstruktiven Männer-/Väterbildern geworben habe.

    War es nicht „common-sense“?

    Dafür fiel mein Fax bzgl. der kürzlich wieder von Hr. V. Spidla in den Medien verbreitete Thematik der berühmten 23% weniger Lohn für gleichwertige Arbeit an den Vize des BDA auf fruchtbaren Boden. Habe eine Antwort bekommen und eine Information, die die Berufsorientierungsprozesse und Präferenzen von Frauen wissenschaftlich fundiert beschreibt (z.B. frauendominierte Studiengänge Germanistik, Sozialwissenschaften sowie unterbrochene Erwerbsbiographien, etc.). Diese neuen Erkenntnisse sind vom DIW untermauert und man ist im Gespräch mit verschiedenen Fraktionen.

    Die Medien behandeln die Debatte in der allgemein bekannten Weise sehr emotional mit dem Diskriminierungsgedanken assoziiert, man sieht jedoch in der Politik eine größere Bereitschaft weg vom Diskriminierungsgedanken auf eine wissenschaftlichere und sachlichere Basis zu stellen als bisher.

    Mein Kommentar : Bisher war es meist feministisch hintergründig und bequem mit den sog. gläsernen Decken begründet – eine bequeme Methodik um „Ausgleichsansprüche“ zu stellen. Bisher hat es ja gut funktioniert (gläserne Decken gibt es ja bekanntermaßen nicht, nur die warme Badewanne).

    Auf Wunsch kann ich diese Info zufaxen.

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