Wehrpflicht (Zwangsdienst) und Musterung

wehrpflicht-wehrdienst-zwangspflicht-zwangsdienst-bundeswehr-musterung-ukraine1Im Forum Männerrechte wird auf eine Frage auf Abgeordnetenwatch verwiesen. MathiasF schreibt dazu im Forum:

[..]Nachdem keiner der Verantwortlichen Herren MdB sich zu einer Antwort auf die Frage nach der unterschiedlichen Behandlung von Männern und Frauen hinsichtlich der Wahrung der Persönlichkeitsrechte vor dem anderen Geschlecht einließ, daher jetzt eine Frage an die EU-Abgeordnete Fr. Dr. Niebler. Ja richtig, die Dame, die die CSU-Frauenquote durchboxen will [hier]

Nachfolgend der Text auf Abgeordnetenwatch:

Sehr geehrte Frau Dr. Niebler,

die „Gleichstellung“ der Geschlechter führt in einigen Staaten dazu, dass die (ausschließlich männlichen) Wehrpflichtigen immer öfter von Frauen gemustert werden.

Das Problem ist dabei nicht einmal die EINE Ärztin, sondern das weibliche Publikum. Ich nenne das eine Nacktvorführung vor dem anderen Geschlecht. Da so etwas mit umgekehrten Geschlechterrollen, etwa bei Soldatinnen, in Deutschland und der EU undenkbar wäre, ist dies sexistische Diskriminierung. Allerdings ist das Foto ja auch aus der Ukraine und damit bestehen erhebliche Unterschiede zu Deutschland. Erstens haben die Damen in D andere (Kasernen) bzw. gar keine (KWEÄ) Uniformen an und zweitens ist die Wehrpflicht in der Ukraine mittlerweile abgeschafft. Der Wehrbeauftragte erwähnt erstmals in seinem Bericht 2009 Beschwerden über diese Untersuchungsmethoden, zieht das aber gleichzeitig ins Lächerliche. Herr Grübel (MdB, Frage v. 28.12.09 und Antwort vom 21.1.2010 ) ist der Meinung, junge Männer müssen sich erst beschweren um Anspruch auf ihre Persönlichkeitsrechte zu erhalten. Herr Kossendey (MdB, Frage v. 19.07.10 und Antwort vom09.08.2010) ist gar der Meinung, da ÄrztInnen auf Grund ihrer jahrelangen Ausbildung gemeinhin als geschlechtsneutral gelten, trifft dies auch für deren AssistentInnen zu und somit bestünde kein Anspruch auf eine gleichgeschlechtige Assistenz bei geplanten, derart schamverletzenden Untersuchungen. Die eigentliche Frage, warum die BW bei Frauen selbstverständlich, wie überall im Zivilleben auch, größten Wert auf die Wahrung der Persönlichkeitsrechte vor dem jeweils anderen Geschlecht legt, während Männern dieses Recht nicht von vorneherein zugestanden wird, wurde mit keiner Silbe beantwortet.

Sollten die elementarsten Grundrechte nicht für jeden Menschen in Deutschland und der EU gelten, auch wenn es sich hierbei lediglich um junge Männer handelt? [Abgeordnetenwatch]

Unter dem Beitrag steht: Beim Eintreffen einer Antwort benachrichtigen. Ich bitte darum, sich dort einzutragen, denn dafür muss man lediglich eine (Pseudo-)Mailadresse eingeben. Je mehr Interessierte dort stehen, umso besser für das Anliegen der (noch) Wehrpflichtigen. Ihr wißt ja, Kleinvieh macht auch Mist 😉

WGvdL.com-Forum: Diskussion um oben eingestelltes Bild

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6 Kommentare.

  1. Eigenartig und unverständlich, dass dieser Skandal erst jetzt, wo ein Ende (hoffentlich) absehbar ist, allmählich zaghaft thematisiert wird.

  2. Erich Schuster

    Der Skandal wird sich auch nach Abschaffung der Wehrpflicht fortsetzen. Die freiwilligen BW- Bewerber werden sich hüten, gegen das weibliche Musterung-/Untersuchungspersonal aufzubegehren. Sie sind auf das Wohlwollen von Frau Dr. angewiesen und werden allen Anweisungen zur Nackvorführung folge leisten müssen. Andernfalls würde die Musterungsärztin in ihrem ohnehin unergründlichen Untersuchungsurteil die Soldatenkarriere des Musterlings schneller beenden als sie begonnen hat.
    Interessant düfte zu beobachten sein, wie nach der Abschaffung der Wehrpflicht mit dann freiwilligen ZIVIS verfahren wird. Bisher wurden ZIVIS nach gleichen Musterungsrichlinien von Ärztinnen in den Gesundheitsämtern intim untersucht. Und das sowohl bei Dienstantritt- als auch bei Austrittsuntersuchung. Die Untersuchung war oft noch peinlicher (kein Sichtschutz, Assistentin direkt daneben) und offenbar für dortige Ärztinnen ein besonders willkommenes Ereignis.

    Mit Datum von 27.10.2010 habe ich obige Anfrage an die Abgeordnete Dr, Niebler noch vertieft, insbesondere in Hinblick auf die Unterschiede bei der Intimuntersuchung von Damen. Ihr solltet Euch als Interessierte eintragen unter:

    http://www.abgeordnetenwatch.de/dr_angelika_niebler-901-22756.html

    Nachfolgend der Text meiner Anfrage:

    Sehr geehrte Frau Dr. Niebler,
    zur Anfrage 17.10.10 „Musterung“ ergeben sich konkrete Fragen:

    1.Untersuchungspersonal Intimuntersuchung
    Bei Musterungskandidatinnen ist andersgeschlechliches Untersuchungspersonal nicht zulässig.
    Das Gegenteil gilt bei männlichen Kandidaten: Diese treffen ausschließlich auf weibliches Assistenzpersonal, dem sie von den fast durchweg weiblichen Musterungsärzten nackt vorgeführt werden -siehe Beispielfoto in vorg. Anfrage.
    Dabei wird den jungen Männern im Vorfeld weder erklärt, wie weit die Intimuntersuchung geht, noch dass weibliche Ärzte und Zuschauerinnen zu erwarten sind .Entsprechend werden sie nicht über ein Verweigerungsrecht aufgeklärt. Sie erleben die Musterung als Zwangsuntersuchung vor dem anderen Geschlecht.
    Frage: Warum diese diskriminierende Ungleichbehandlung?

    2.Umfang der Intimuntersuchung
    Damen legen zur Musterung das Zeugnis einer gynäkologische Untersuchung vor, die im Vorfeld durch einen Privatarzt erfolgte. Bei allen nachfolgenden Musterungen, Diensteintritt- u. Entlassungsuntersuchungen, wird von der Ärztin keine Inspektion der inneren und äußeren Geschlechtsorgane durchgeführt (gem. ZDv46/1).
    Das Gegenteil gilt bei männlichen Kandidaten: Bei allen genannten Untersuchungen wird in der Regel von der Musterungs-/Stabsärztin die Inspektion der äußeren Geschlechtsorgane sogar wiederholt. Die von den Ärztinnen gezeigte Akkuratesse ist schon Legion und hat sich gegenüber früheren Untersuchungen (durch Ärzte) gesteigert. Wiederholt muß der Kandidat z.B. das Verschieben seiner Vorhaut demonstrieren und oft folgt noch eine manuelle Nachprüfung durch die Ärztin. Der zu Untersuchende kann diese Akkuratesse nicht nachvollziehen und keinen Zusammenhang mit der Wehrfähigkeit erkennen. Er empfindet das ganze Procedere als Demütigung.
    Frage: Warum diese diskriminierende Ungleichbehandlung?

    Ich rechne fest damit, dass Sie den Fragen auf den Grund gehen, zumal Sie als Politikerin mit dem Thema Diskriminierung vertraut sind.
    mfG

  3. Danke fürs einstellen.
    Ich habe mich eingetragen und lasse mich ebenfalls benachrichtigen. Im übrigen, der korrekte Link, um später genau nach dieser Frage recherchieren zu können, lautet wie folgt

    http://www.abgeordnetenwatch.de/dr_angelika_niebler-901-22756–f269273.html#q269273

    Unter der Frage und nach einer Beantwortung unter dieser, steht „verlinken“ und dahinter verbirgt sich der korrekte Permalink. Einfach nur anklicken und der Link wird Dir präsentiert.

  4. Derjenige der sich freiwillig zur Bundeswehr meldet weiss doch was ihm bei der Musterung blüht.
    Die Wehrpflicht umfasst jedoch eine unfreiwillige Musterung und ist deshalb als pervers zu bezeichnen. Ich würde meine Pobacken für dieses Schrottland auch nicht mehr spreizen und würde mich weigern vor den geilen Leuten mich als Schauvieh begrabschen zu lassen.

  5. Bei der Musterung war ich splitterfasernackt für eine halbe Stunde lang.Eine ältere Ärtztin hat dann ewig unten rumgefummelt.Also mir selber hat das dann auch echt sehr gut gefallen.
    War mir auch egal das die Ärtztin mich nackt sah

  6. Ich gehöre auch zu denen, die bei der Musterung völlig nackt waren vor einer Ärztin und zwei weiblichen Schreibkräften und dazu noch einer jungen weiblichen Hilfskraft, der die eine Schreibkraft erklärt hat wo sie was eintragen muss. Meine Musterung hat fast eine halbe Stunde gedauert, weil die Ärztin einen Anruf auf ihrem Handy bekommen hat. Ich war im Untersuchungszimmer die ganze Zeit nackt. Dabei ist auch noch eine KWEA Mitarbeiterin mit irgendwelchen Akten hereingekommen.
    Total arg wie man dort als 18jähriger vor mehreren Frauen pudelnackt auftreten muss und die sehen auch noch zu beim zurückziehen der Vorhaut und wenn die Ärztin einem die Nüsse abgreift oder in den Po sieht.

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