Warum Akademiker Angst vor Gleichstellungsbeauftragten haben

gleichstellungsbeauftragte_bmi1Wissenschaft: Die Feigheit der deutschen Professoren
von Alexander Ulfig (EF-Magazin)

Die Gleichstellungspolitik zeichnet sich durch einseitige Förderung und Bevorzugung von Frauen aus. Sie gewinnt in allen Bereichen der Gesellschaft immer mehr an Einfluss. Nirgendwo wird sie so vehement realisiert wie an den Universitäten. Nirgendwo stößt sie aber auf so wenig Kritik und Widerstand wie im akademischen Bereich.

Ich möchte hier der Frage nachgehen, warum Wissenschaftler, insbesondere die Entscheidungsträger in der Wissenschaft, nämlich die Professoren, nichts gegen das Treiben der Gleichstellungsbeauftragten an den Universitäten unternehmen. Haben sie die Ideale der Wissenschaft wie Unparteilichkeit, Unvoreingenommenheit und weltanschauliche Neutralität vergessen? Haben sie vergessen, dass in der Wissenschaft nur die Leistung und nicht die Gruppenzugehörigkeit zählen sollte? Sind sie nicht in der Lage, die männerdiskriminierenden Maßnahmen der Gleichstellungspolitik zu durchschauen? Oder haben sie bloß keinen Mut, sich mit der Gleichstellungspolitik kritisch auseinanderzusetzen?

[..]Fakt ist, dass jegliche Kritik an der Gleichstellungspolitik im akademischen Bereich tabuisiert wird. Bekannt wurde der Fall eines Mainzer Soziologieprofessors, der in einem noch im Internet kursierenden Aufsatz den Gender-Mainstreaming als „totalitäre Steigerung der Frauenpolitik“ bezeichnet hatte. Er wurde daraufhin von der Universitätsleitung angewiesen, den Aufsatz von seiner Internet-Seite zu entfernen. Der Wissenschaftler schweigt bis heute zu diesem Thema, und zwar aus Angst um seine Arbeit und seine Nachtruhe [mehr]

Der Aufsatz von Univ.-Prof. Dr. Dr. Michael Bock ist zum einen auf der Homepage der Kellmann-Stiftung zu finden [hier] und zum anderen als 6-seitiges PDF [hier].

WikiMANNia: Michael BockSuchbegriff: Michael Bock

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3 Kommentare.

  1. So ganz erschließt sich mir der Bogen nicht, den Du von Ulfig zu Bock schlägst. Trotzdem: Prof Bock zählt wohl zu den „weißen Raben“, die sich in ihrer Funktion als Wissenschaftler nicht vor den Karren politischer Vorgaben spannen lassen. Auf ihn trifft zweifelsfrei Ulfigs Diagnose „Feigheit“ nicht zu.

    Ansonsten bestätigt der Artikel meine These vom abermaligen Versagen deutscher – aber nicht nur deutscher – Intellektueller und das liegt nicht an einem Elfenbeinturm, in den sich individualistische Grübler zurückziehen, sondern an der Abwesenheit von Zivilcourage, die sich vermutlich mit der Anti AKW-und Friedensbewegung erschöpft hat.

    Ulfigs Verdacht, die Prof versagten, weil sie an die eigene Karriere dächten, halte ich so für nicht stichhaltig. Ich vermute ein ganzes Bündel kausaler Zusammenhänge, die zu erforschen ein treffliches Feld für sogenannte Männerforscher böte. Die aber beschäftigt die Abmilderung feministischer Auswüchse, auf dass der Feminismus in etwas abgespeckter Form doch noch als Leitfaden gesellschaftlichen und privaten Handelns als Konsens Eingang in das öffentliche Bewusstsein findet. Ob sie den Intellektuellen zuzurechnen sind weiß ich nicht, aber wenn ich mich nicht irre, versagen auch sie, wie die ganze akademische Schicht.

    Feigheit oder Opportunismus? Ich weiß es nicht. Vielleicht beides.

    Narrowitsch

  2. @Narrowitsch:
    Besagter Artikel von Bock ist derjenige, welcher von der Universitätleitung zensiert wurde, und welcher in dem Artikel von Ulfig als Beispiel genannt wurde.

    Aber der Artikel von Ulfig spricht viel Wahres an. Wer einmal an einem Lehrstuhl als Hilfskraft mitgearbeitet hat, kann oft Beispiele für die Unterwerfung gerade auch männlicher Professoren unter die feministisch beeinflusste universitäre Personalplanung nennen.

    Es ist auch nicht völlig unverständlich, warum sich z.B. Professoren bemühen mehr weibliches Personal zu gewinnen: Es gibt Fördermittel, die nur an Lehrstühle oder ganze Fakultäten ausgeschüttet werden, die eine bestimmte Quote an weiblichen Beschäftigten nachweisen können.
    Beispiel: http://www2.culture.hu-berlin.de/files/richtliniefrauen.pdf

    Wer um die schlechte finanzielle Ausstattung vieler Lehrstühle und Fakuläten weiß, kann sehr schnell nachvollziehen, unter welchem Druck viele Professoren stehen, eine bestimmte- oder höhere Quote von weiblichen Mitarbeitern als der ebenfalls um dieselben Mittel konkurrierende Lehrstuhl – zu beschäftigten.

    Es ist das alte Spiel, dass viele totalitäre Systeme spielen: Wer sich der herrschenden Ideologie unterwirft ist brav und darf weiterarbeiten. Wer sich dagegenstellt wird ausgegrenzt und gebrandmarkt. Die Nazis spielten dies, die Sowjets, die Alt68er usw. und so fort. Jetzt sind es Feministen, die schon so viel Einfluss haben, dass sie Andere unter Druck setzen können. Früher musste man zumindest das Land verlassen, wenn man mit der herrschenden Ideologie nicht konform ging. Das muss man heute (noch) nicht. Aber man wird nach und nach ausgegrenzt.

    Schöne neue Welt.

  3. Mechanische Gleichstellung ist natürlich für die heutigen Frauen komfortabel; aber sie ist Unsinn (bietet auch unqualifizierten Quoten-Frauen automatisch Posten in Wirtschaft, Wissenschaft usw.) und vor allem rechtswidrig (verstößt gegen GG und EU-Richtlinien). Sie ist Diskriminierung (der Jungen und) Männer heute und völlig unbegründete Bevorzugung der (Mädchen und) Frauen heute. . Es muss um Gleichheit vor dem Gesetz (Verfassung), Chancengleichheit (die es längst gibt), Geschlechtergerechtigkeit bzw. um (ethisch zu fordernde) allgemeine Gerechtigkeit gehen – alles Andere ist nur neue Diskriminierung und wirft Wirtschaft, Wissenschaft usw. nur zurück . . . Beim ungleichen Lohn z. B. brauchen die Frauen nur ins Personalbüro zugehen, vors Amtsgericht zu ziehen usw. – aber dazu zum Beispiel sind sie (die Über-Angepassten) zu feige . . .

    Dr. Gerd REINHOLD
    Internet: Deutschland-Agenda.info (ff)

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