Video – Das Kind kriegst du nicht!

Eine Mutter, die ein Familiengericht mittels massiver Drohung dazu bringt, ihr das Aufenthaltsbestimmungsrecht zu übertragen – Ein Familiengericht, dass den Umzug nach Australien erlaubt, damit es der Mutter gut gehe – Ein Vater, der den Kontakt seiner Kinder zur Mutter komplett verhindert – Eine Mutter, die den Vater des Miss­brauchs bezichtigt – Zuletzt noch eine Mutter mit Zwillingen, die den Kontakt zum Vater ursprünglich verhindern wollte. Ein kurzer Abriss zu den im Film vorgestellten Fälle steht unter dem Video.

Unglaublich – im ersten dargestellten Fall will eine Mutter, dass das gemeinsame Kind lieber bei Pflegeeltern auf wächst als bei dem Vater. Als das Familiengericht zu Gunsten des Vaters entscheidet, droht die Mutter, sich und dem Kind etwas anzu­tun. Nachdem sie zweimal ihr Kind „entführt“ und auf Grund ihrer vormalig getätigten Aussagen Großfahndungen auslöst hatte, entschied das Gericht zu ihren Gunsten. Sie erschien immer erst nach Beschlussverkündung und erhielt auf Grund ihrer Er­pres­sung sogar das Aufenthaltsbestimmungsrecht (ABR). Der Vater sagt treffender weise zu diesem Ausschnitt: wenn er das gemacht hätte, säße er nicht in Freiheit, sondern im Gefängnis.

Im zweiten Fall, in dem eine Mutter mit den Kindern zurück in ihr Heimatland Austra­lien gegangen ist, sagt die Stimme im Hintergrund, dass viele Entscheidungen noch nach alten Rollenbildern gefällt werden und mit dem Kindeswohl nichts zu tun hätten. Der Vater liest aus einem Gerichtsbeschluss vor, was ich nachfolgend wortwörtlich wiedergebe:

Bliebe die Kindesmutter mit den Kinder in Deutschland, müssten die Kin­der mit einer Mutter zusammen leben, die eigentlich nicht in Deutschland leben möchte. Dies dürfte Einfluss auf das Kindeswohl haben. Die Kinder könnten das Gefühl haben, die Verantwortung dafür zu tragen, dass ihre Mutter ihr Leben nicht so gestalten kann, wie sie möchte.

Was meinte der Vater dazu?

Fassungslos, absolut fassungslos. Hier wird das Wohl der Mutter über das Wohl der Kinder gestellt. Und so sollte es ja eigentlich nicht sein. Aber das war im gesamten Prozess so. Es war immer nur… es drehte sich alles immer nur um die Mutter, von Anfang an.

In einem weiteren Fall geht es um einen Missbrauchvorwurf, so etwas nennt man heutzutage Missbrauch mit Missbrauch. Es wird auch eine Mutter vorgestellt, die ursprünglich ihre Kinder dem Vater entziehen wollte, bei dem aber der ehemalige Richter Jürgen Rudolph dafür gesorgt hat, dass es nicht so weit kam. Die Kinder kamen in diesem Beispiel ebenfalls zu Wort und sagten, dass sie froh über die Entscheidung des Richters gewesen seien. Jürgen Rudolph kam in dem Fall an mehreren Stellen ebenfalls zu Wort.

Einig ist man sich in dem Film, das eine Eltern-Kind-Entfremdung, auch Parental Alienation Syndrome – kurz PAS genannt, zum Schaden der betroffenen Kinder statt findet.

Nachfolgend noch die Beschreibung auf Youtube zum Video.

Eltern im Scheidungskampf – Film von Gesa Berg und Uta König

Etwa eine Million Kinder in Deutschland haben keinen Umgang mit ihren Vätern oder Müttern, weil der andere Elternteil dies nicht zulässt. Der Film erzählt vom Schicksal der Eltern, die nach der Trennung vom Partner die gemeinsamen Kinder gar nicht oder nur sehr selten sehen dürfen.

Es sind Väter und Mütter, die sich zuvor auch im Alltag intensiv um ihre Kinder gekümmert hatten und eine liebevolle Beziehung zu ihnen pflegten. Nun wurden sie von einem Tag auf den anderen aus dem Leben ihrer Kinder gestoßen – trotz eines gemeinsamen Sorgerechts. Eine existenzielle Lebenskrise, vor der die Betroffenen fassungslos und ohnmächtig stehen. In neun von zehn Fällen sind es die Mütter, die von den Gerichten – gemäß alter Rollenklischees – das Aufenthaltsbestimmungs­recht zugesprochen bekommen, und damit die Macht haben zu entscheiden. Oft sind es gekränkte Gefühle und Rachegelüste, die – bewusst oder unbewusst – auf dem Rücken der gemeinsamen Kinder ausgetragen werden. Mit oft tragischen Fol­gen. Wissenschaftliche Studien zeigen: Kinder, die im Machtkampf der Eltern instru­mentalisiert werden, erleiden schwere seelische Schäden, die sie häufig bis ins Er­wachsenenalter verfolgen. Einfühlsam erzählen Grimme-Preisträgerin Uta König und Gesa Berg die dramatischen und bewegenden Geschichten mehrerer Väter und einer Mutter, die nach Trennung und Scheidung von ihren Kindern ferngehalten werden. Im Film wird deutlich, wie groß die Angst der Betroffenen ist, die geliebten Kinder ganz zu verlieren und wie verzweifelt ihre Bemühungen sind, ihnen auch nach der Schei­dung Vater oder Mutter sein zu dürfen. Anhand der persönlichen Schicksale zeigt sich auch, welche psychologischen Mechanismen im Machtkampf der Eltern wirken und warum viele Richter vor der zerstörerischen Kraft des „mächtigeren“ Elternteils kapitulieren. Damit sich Eltern bei der Trennung nicht im eigenen Gefühlschaos verlieren und das Wohl ihrer Kinder im Auge behalten, plädieren Experten dafür, den Scheidungspaaren professionelle Hilfe anzubieten. Anstatt juristischer Beschlüsse setzen mittlerweile viele Familiengerichte auf Mediation – mit gutem Erfolg, wie der Film zeigt.

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5 Kommentare.

  1. „Denn den Schmerz, den kennst du nicht!“

    Deutsche Realität in 2012 …
    die keiner erkennen mag.

    Sind ja nur Kinder und Papis

  2. Da muss ich Dir leider recht geben, Leser. Freut mich, Dich wieder zu lesen 🙂

  3. Das Kind kriegst du nicht! « Gleichstellung der Geschlechter - pingback on 21. Oktober 2012 um 11:08
    • Hallo Markus,

      Danke für Deine Backups, man weiß nie, wofür diese mal gut sind. Leider verschwinden viele Videos allzuhäufig im Nirwana.

      Herzliche Grüße – Christine

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