Archiv nach Schlagworten: Zwangspflicht

Soziales Pflichtjahr für alle Schulabgänger?

Der Focus berichtet, dass Wohlfahrtsorganisationen und die Union ein soziales Pflichtjahr für alle Schul­abgänger einführen wollen. Der Johanniterbund for­dert klar eine Wiederauflage des Zivildienstes, was bei mir irgendwie eine ungute Gedankenverbindung auslöst. Soll etwa der Zivildienst nur für Jungen einge­führt werden?

Ich sehe schon den Aufschrei feministischer Organisationen, dass das so natürlich nicht geht und Frauen in einem allgemeinen Zivildienst nicht eingebunden werden dürfen, da diese es im Leben viel schwerer hätten als Männer.

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10 Jahre Frauen in der Bundeswehr

Dieses Thema wurde vor ungefähr 2 Wochen im Bundestag behandelt. Im Plenarprotokoll wird teilweise eine so unsäglichen Lobhudelei auf die Soldatinnen beschrieben, so dass man das Gefühl bekommt, ohne Frauen geht die Bundeswehr unter. Wenn man aber bedenkt, dass 17.500 Frauen bei der Bundeswehr beschäftigt sind und davon 375 (2,14%) einen Auslandseinsatz absolvieren, dann kann ich nicht nachvollziehen, warum den Frauen im allgemeinen ein besonderer Dank zuteil wird. Die Reden beinhalten soviel skurriles, das es sich lohnt, diese komplett zu lesen.

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Ehrenamtlicher Zwangsdienst für Männer?

Zweifelhaftes Plädoyer des Vorsitzenden des „Bundes­fo­rum Männer“

MANNdat e.V.: Ist es ein Zufall? Just zu der Zeit, als der Zwangs­dienst für Män­ner (d. h. die Wehr­pflicht) aus­ge­setzt wur­de, schiebt sich ein so ge­nann­tes „Bun­des­forum Män­ner“ ins Blick­feld, das außer ein paar klei­nen und klein­sten Ver­ei­nen für „Män­ner­ar­beit“ (manch­mal kaum mehr als Ein-Mann-Be­trie­be), im We­sent­li­chen aus den gro­ßen Nutz­nie­ßern des Zwangs­dien­stes (kirch­li­che Or­ga­ni­sa­tio­nen, DRK, ver­di u. a.) be­steht. Wie selbst­ver­ständ­lich wur­de die­sem Ver­ein der (För­der-) Se­gen des Frau­en­mi­nis­te­ri­ums zu­teil, das sich sei­ner­seits – Zu­fäl­le gibt es! – be­reits ei­ne Jun­gen- und Män­ner­po­li­tik auf die Fah­nen ge­schrie­ben hat. Noch be­ein­dru­cken­der ist al­ler­dings, mit wel­cher un­er­träg­li­chen Leich­tig­keit sich bis­her 27 Or­ga­ni­sa­tio­nen auf die­se Wei­se ha­ben män­ner­po­li­tisch … ähem … „gleich­schal­ten“ las­sen. Ge­denk­mi­nu­te! [..]

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Die gezielte Entwürdigung junger Wehrpflichtiger vor dem anderen Geschlecht

Gleich ist eben doch nicht gleich, das weiß zu­min­dest die nor­ma­le Be­völ­ke­rung. Ob­wohl Po­li­ti­ker al­ler­or­ten Gleich­heit pos­tu­lie­ren, stel­len sie bei ele­men­ta­ren Grund­rech­ten fest, das Men­schen ir­gend­wie doch un­gleich sind. An­fra­gen di­ver­ser Ab­ge­ord­ne­ter und Pe­ti­tio­nen zur Mus­te­rung wur­den von der Bun­des­re­gie­rung ein­schlä­gig be­schie­den. In der Pi­lot­stu­die zu Ge­walt ge­gen Män­ner er­wähn­te man zu­min­dest, das die Mus­te­rung „ein we­nig un­an­ge­nehm bis de­mü­ti­gend“ be­schrie­ben wor­den wä­re. Wenn ich al­ler­dings le­se, das Ärz­te zu­meist nur die Ho­­den und nach ei­nem even­tu­el­len Leis­ten­bruch ab­tas­ten, Ärz­tin­nen hin­­ge­­gen häu­fig auch noch das Zu­rück­zie­hen der Vor­haut und das Be­gut­ach­ten der Ei­chel als be­son­ders wich­tig em­pfin­den, dann wird mir nur noch übel.

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„Vielen Dank für 50 Jahre Zivildienst“

Ob sich die meisten, ehemaligen Zvildienstleistenden über diesen Dank freuen werden? Erst wurden sie als Drü­cke­ber­ger u.ä. be­schimpft und nun sagt man ein­fach Dan­ke. Das auch der Zivildienst ein Zwangs­dienst war, wur­de von Frau Schröder na­tür­lich nicht erwähnt. We­nig­stens hat sie den Männern gedankt und nicht ver­schwur­belt von Zivildienstleistinnen und Zi­vil­­dienst­­leis­ten­den gesprochen 😉

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Frankreich – Zwangsurlaub für Väter

baby-neugeborenes-schreiend-papa-vaterDieses Thema steht bereits seit 2008 auf der Agenda der EU. Der Frauenausschuss des Euro­pa­par­la­ments will jun­ge Väter zu einem zweiwöchigen Urlaub nach der Geburt ih­res Kin­des „verpflichten“. Bis heute ist die EU aber zu kei­nem Ent­schluss gekommen. Wer sich zu diesem The­ma in­for­mie­ren möchte, fin­det zum einen den Be­richt inkl. Be­grün­­dung und Stel­lung­nah­me des Aus­schus­ses für Be­schäf­ti­gung und soziale An­ge­le­gen­hei­ten beim Eu­ro­pä­i­schen Par­la­ment und zum anderen ein Protokoll der ent­spre­chen­den Ple­nar­de­bat­te.

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„Frauen an die Front“

frauen-im-gleichschrittKein Scherz, denn so lautet eine aktuelle Headline der „Welt“. Um das ganze noch zu unterstützen, wurde dieser Aufmacher noch mit einem Ausrufezeichen betont.

Nicht, dass man der „Die Welt“ nun kriegerische Absichten unterstellen mag, denn der Artikel vom 24. Januar 2011 hat immerhin noch den Nachsatz „Bundeswehr braucht noch Soldatinnen“. Diesen Komplettaufmacher mag nun jeder für sich beurteilen, wie er mag. Selbstverständlich fehlt in der einleitenden Beschreibung (aus medial gepushtem Anlass) das folgende nicht:

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Kristina Schröders Kampf für den Zivildienst

kristina_schroeder1Deutscher Bundestag • Stenografischer Bericht • 47. Sitzung
Plenarprotokoll 17/47 • Berlin, Freitag, den 11. Juni 2010

Rede im Deutschen Bundestag von Bundesministerin Kristina Schröder zur 1. Lesung Wehrrechtsänderungsgesetz, Freitag, 11. Juni 2010

[..]Stattdessen will ich die Gelegenheit nutzen, endlich einmal mit drei Mythen um den Zivildienst aufzuräumen, die eine sachliche Diskussion aus meiner Sicht hin und wieder etwas erschwert haben.

„Zivildienst für Profit“ heißt der erste Mythos. Ich meine damit die Behauptung, 30 Prozent der Zivildienstleistenden – nämlich vor allem Zivis in Krankenhäusern – würden nicht für das Gemeinwohl, sondern für den Profit privater Unternehmer arbeiten. Sie alle wissen aus Ihren Wahlkreisen, dass es heute fast keine Krankenhäuser mehr in Trägerschaft einer Kommune oder eines Landkreises gibt. Jedes Kreiskrankenhaus ist heute als eigenständige GmbH organisiert, landet also deshalb in der Schublade mit dem Label „gewinnorientierte Einrichtung“. Die genannten statistischen 30 Prozent kommen dadurch zustande, dass man diese rechtlich selbständigen Krankenhäuser als „profitorientiert“ einsortiert – und den Zivildienst gleich mit! Diese Argumentation greift aber zu kurz!

Man kann über das Für und Wider bestimmter Trägerstrukturen lange streiten, meine Damen und Herren. Aber das ist eine gesundheitspolitische Diskussion. Für die Frage, welche Schlüsse wir aus der Verkürzung der Wehrpflicht für den Zivildienst ziehen, sind Trägerstrukturen einzelner Krankenhäuser irrelevant! Die Praxis im Zivildienst ist nämlich absolut klar und einfach – und im Übrigen inzwischen mehrfach gerichtlich bestätigt: Als Zivildienststelle anerkannt werden nur Einrichtungen, die entweder vom Finanzamt von der Körperschafts- und Umsatzsteuer befreit sind oder die in den Krankenhausbedarfsplan eines Landes aufgenommen worden sind. Das Bundesamt für Zivildienst hält sich strikt an diese vor Ort getroffenen Einschätzungen zur Förderungswürdigkeit einzelner Einrichtungen.

kristina_schroeder1(Anm. vermutlich der zweite Mythos) Realitätsfern, meine Damen und Herren, sind auch die Diskussionen um die Arbeitsmarktneutralität des Zivildienstes.

Klar: Wenn Sie in Deutschland von heute auf morgen alle diejenigen aus dem Sozialbereich abziehen würden, die sich dort ohne Planstelle engagieren, dann gäbe es sicher ein ernstes Problem. Auch das kann man weitschweifig diskutieren – aber bitte im richtigen Zusammenhang!

Arbeitsmarktpolitische Diskussionen auf dem Rücken des Zivildienstes auszutragen, ist weder fair noch sachgemäß. Die Frage der Arbeitsmarktneutralität wird ja gerade beim Zivildienst am schärfsten kontrolliert. Anders als etwa beim FSJ wird jeder einzelne Platz streng auch auf seine Arbeitsmarktneutralität geprüft. Knapp 100 Außendienstmitarbeiterinnen und -mitarbeiter des Bundesamtes sind ständig bundesweit unterwegs, um die Einhaltung der strikten Vorgaben zu kontrollieren. Ein vergleichbar engmaschiges Netz an Kontrollen kennt keine der vielen anderen Engagementformen. Allein deshalb halte ich es für sachlich nicht gerechtfertigt, Zivildienst und Arbeitsmarktpolitik gegeneinander auszuspielen.

Für sachlich unbegründet halte ich auch den dritten Mythos, der in den Diskussionen der letzten Wochen immer wieder bemüht wurde. Da wurde ja gelegentlich der Eindruck erweckt, als müsste man junge Männer aus der Versklavung durch den Zivildienst befreien. Und da frage ich mich dann schon, mit wie vielen Zivildienstleistenden diejenigen, die hier die Befreier vom Joch des Zivildienstes geben, eigentlich gesprochen haben. Entscheidend für die Bewertung des Zivildienstes ist die Bewertung durch die Zivis selbst, und dazu kann ich nur sagen: Für die jungen Männer spielt der verpflichtende Charakter des Zivildienstes ganz überwiegend kaum eine Rolle, was vermutlich damit zu tun hat, dass ihnen eine Vielzahl unterschiedlicher Angebote offen steht: Rund 98 Prozent aller Zivildienstpflichtigen suchen sich selber ihre Dienststelle und vereinbaren dann die Einzelheiten des Dienstes direkt mit der Einrichtung.

kristina_schroeder1Diese Selbststeuerung funktioniert exzellent. Sie sorgt in der Regel für eine hohe Motivation der jungen Männer. Sie sorgt für einen Wettbewerb der Dienststellen um die jungen Männer. Und sie führt dazu, dass praktisch alle Zivis am Ende ihrer Zeit ein ausgesprochen positives Fazit ziehen [BMFSFJ]

Wenn es nicht so traurig wäre, könnte man über die Argumente der Ministerin glatt lachen. Da erdreistet sich die Gute doch tatsächlich beim Zivildienst von Fairnis zu sprechen, denn diese solle man doch bitte nicht außer acht lassen. Wenn der Zivildienst für junge Männer so toll ist, dann frage ich mich, wieso dieser nicht auf eine freiwillige Basis gestellt werden kann. Nachtrag: da werden ja in der Tat Änderungen auf den Weg gebracht, die hoffentlich bald umgesetzt werden.

Der Einzige, der wirklich gut argumentiert hat, war Paul Schäfer (Köln) (DIE LINKE), im Plenarprotokoll ab Seite 4.819 oder Seite 9. Er hat fast alle Punkte vorgetragen, die aus männerrechtlicher Sicht beanstandet werden. Natürlich ist mir bewusst, das es sich aus der Opposition heraus gut argumentieren lässt.

Auch dieser Beitrag ist aus der „Abteilung“ Entwürfe 😉

Plenarprotokoll 17/47 vom 11.06.2010
WikiMANNia: Zwangsdienst

Wehrpflicht (Zwangsdienst) und Musterung

wehrpflicht-wehrdienst-zwangspflicht-zwangsdienst-bundeswehr-musterung-ukraine1Im Forum Männerrechte wird auf eine Frage auf Abgeordnetenwatch verwiesen. MathiasF schreibt dazu im Forum:

[..]Nachdem keiner der Verantwortlichen Herren MdB sich zu einer Antwort auf die Frage nach der unterschiedlichen Behandlung von Männern und Frauen hinsichtlich der Wahrung der Persönlichkeitsrechte vor dem anderen Geschlecht einließ, daher jetzt eine Frage an die EU-Abgeordnete Fr. Dr. Niebler. Ja richtig, die Dame, die die CSU-Frauenquote durchboxen will [hier]

Nachfolgend der Text auf Abgeordnetenwatch:

Sehr geehrte Frau Dr. Niebler,

die „Gleichstellung“ der Geschlechter führt in einigen Staaten dazu, dass die (ausschließlich männlichen) Wehrpflichtigen immer öfter von Frauen gemustert werden.

Das Problem ist dabei nicht einmal die EINE Ärztin, sondern das weibliche Publikum. Ich nenne das eine Nacktvorführung vor dem anderen Geschlecht. Da so etwas mit umgekehrten Geschlechterrollen, etwa bei Soldatinnen, in Deutschland und der EU undenkbar wäre, ist dies sexistische Diskriminierung. Allerdings ist das Foto ja auch aus der Ukraine und damit bestehen erhebliche Unterschiede zu Deutschland. Erstens haben die Damen in D andere (Kasernen) bzw. gar keine (KWEÄ) Uniformen an und zweitens ist die Wehrpflicht in der Ukraine mittlerweile abgeschafft. Der Wehrbeauftragte erwähnt erstmals in seinem Bericht 2009 Beschwerden über diese Untersuchungsmethoden, zieht das aber gleichzeitig ins Lächerliche. Herr Grübel (MdB, Frage v. 28.12.09 und Antwort vom 21.1.2010 ) ist der Meinung, junge Männer müssen sich erst beschweren um Anspruch auf ihre Persönlichkeitsrechte zu erhalten. Herr Kossendey (MdB, Frage v. 19.07.10 und Antwort vom09.08.2010) ist gar der Meinung, da ÄrztInnen auf Grund ihrer jahrelangen Ausbildung gemeinhin als geschlechtsneutral gelten, trifft dies auch für deren AssistentInnen zu und somit bestünde kein Anspruch auf eine gleichgeschlechtige Assistenz bei geplanten, derart schamverletzenden Untersuchungen. Die eigentliche Frage, warum die BW bei Frauen selbstverständlich, wie überall im Zivilleben auch, größten Wert auf die Wahrung der Persönlichkeitsrechte vor dem jeweils anderen Geschlecht legt, während Männern dieses Recht nicht von vorneherein zugestanden wird, wurde mit keiner Silbe beantwortet.

Sollten die elementarsten Grundrechte nicht für jeden Menschen in Deutschland und der EU gelten, auch wenn es sich hierbei lediglich um junge Männer handelt? [Abgeordnetenwatch]

Unter dem Beitrag steht: Beim Eintreffen einer Antwort benachrichtigen. Ich bitte darum, sich dort einzutragen, denn dafür muss man lediglich eine (Pseudo-)Mailadresse eingeben. Je mehr Interessierte dort stehen, umso besser für das Anliegen der (noch) Wehrpflichtigen. Ihr wißt ja, Kleinvieh macht auch Mist 😉

WGvdL.com-Forum: Diskussion um oben eingestelltes Bild

Grüne fordern Aussetzung der Wehrpflicht

bundeswehr-logohib-Meldung • 2010_05/2010_135/01

Verteidigung/Antrag – 03.05.2010
Berlin: (hib/AW/STO) Die Fraktion Bündnis 90/Die Grünen fordert die Bundesregierung auf, die Allgemeine Wehrpflicht auszusetzen und die Bundeswehr in eine Freiwilligenarmee umzubauen. Gleichzeitig soll der Zivildienst durch sozialversicherungspflichtige Arbeitsplätze und den Ausbau der Freiwilligendienste ersetzt werden, wie die Fraktion in einem Antrag (17/1431) weiter verlangt. In der Begründung argumentieren die Abgeordneten, die Wehrpflicht sei sicherheitspolitisch nicht mehr zu rechtfertigen und sei zudem gesellschaftlich nicht gerecht [mehr]

Kurioserweise fordern diverse Parteien die Abschaffung bzw. Aussetzung des Zwangsdienstes immer nur in ihrer Oppositionszeit.

WikiMANNia: BundeswehrZwangsdienstGrundgesetzMenschenrechte
MANNdat: „Gender Mainstreaming“ in der Bundeswehr

Neue Zwangsdienste für Männer?

050727_PFLEGE_PHT01.jpgMANNdat-Pressemitteilung: Plant die CDU/CSU neue Zwangsdienste für Männer?

Für die CDU/CSU, insbesondere die Junge Union, ist eine zivile Zwangsdienstpflicht für Männer ein lang gehegter Wunsch. Offenbar sieht sie die Zeit dafür nun gekommen.

Die Rahmenbedingungen wurden geschaffen. Das neue Referat „Gleichstellungspolitik für Jungen und Männer“ wird zwar der Öffentlichkeit als „Jungenförderung“ verkauft. Tatsächlich aber ist ein zentraler Schwerpunkt die effektivere Nutzung junger Männer als Zivildienstleistende. Als Ansprechpartnerin für diese „Jungenförderung“ in der CDU/CSU-Fraktion wurde mit Dorothee Bär ausgerechnet eine Person ernannt, die auf die Einführung einer neuen Zwangsdienstregelung für Männer auch im zivilen Bereich drängt. Sie verlangte gleich nach der Regierungsübernahme durch Schwarz-Gelb, den Zwangsdiensteinsatz „in Bereichen wie Soziales, Ökologie, Kultur (z.B. Film, Musik), Denkmalpflege, Politik oder Sport…in der allgemeinen … Dienstpflicht für junge Männer zu bündeln“.

„Jahrzehntelang waren der Politik die Jungen relativ egal“, meint Dr. Bruno Köhler vom Verein MANNdat, „aber ausgerechnet jetzt, da der soziale Bereich über Mangel an Zwangsdienstkräften klagt, findet die Regierung plötzlich ihr Herz für Jungs. Aber nicht etwa in Form einer längst notwendigen Bildungsförderung von Jungen, sondern im effektiveren Zivildienstgebrauch von jungen Männern. Ein Schelm, wer Böses dabei denkt.“

Viele Experten sind schon lange der Auffassung, dass die Wehrpflicht nur noch aus Gründen der Zivildienstarbeitskräfte im sozialen Bereich aufrecht erhalten wird. Kritik an der Verkürzung der Wehrpflicht kam deshalb auch vorwiegend aus dem sozialen Bereich, dem billige Arbeitskräfte verloren gehen. Der Zwangsdienst junger Männer im zivilen Bereich ist bislang nur als Ersatzdienst für die Wehrpflicht gedacht. Momentan ist Zwangsarbeit von Männern im zivilen Bereich noch ebenso verboten wie die Zwangsarbeit von Frauen.

Anfragen von MANNdat an CDU/CSU und FDP, aber auch an die Opposition, zumindest von SPD und Linken, zum Thema „Zwangsdienste für Männer“ blieben durchweg unbeantwortet. Lässt sich die Opposition von der CDU/CSU/FDP zu einem Kuhhandel überreden? [PDF]

„Gleichstellung“ bei der Bundeswehr

soldatinnen-bei-der-waffenausbildungNur Wenigen ist es bekannt: Auch die Bundeswehr ist vom Gesetzgeber inzwischen ordentlich „durchgegendert“ worden. Unter anderem sorgt ein sogenanntes Soldatinnen- und Soldaten-Gleichstellungsgesetz dafür, dass Frauen leichter Zugang zu höheren Dienstgraden und Besoldungsgruppen innerhalb der Streitkräfte erhalten. Unser neuer Faktenbeitrag klärt über die Hintergründe des „Gender Mainstreaming“ beim Bund auf [hier]

Folgende Themen wurden von MANNdat analysiert:

– Frauen in der Armee
– Geschichte der Frauen in der Bundeswehr
– Das Soldatinnen- und Soldaten Gleichstellungsgesetz (SGleiGesetz)
– Die Gleichstellungsbeauftragte (SGleichB)
– Der Gleichstellungsplan
– Der Sport
– Die Praxis
– Die Umfrage

Fazit
Es ist positiv anzumerken, dass wirklich geeigneten und dazu befähigten Frauen nunmehr der Weg in die Streitkräfte offen steht. Angesichts der demographischen Entwicklung bleibt bei einem unveränderten Auftrag der Bundeswehr auch keine andere Möglichkeit, als Frauen gleichermaßen zum Dienst in den Streitkräften zu gewinnen.

Allerdings wird die Bundeswehr hier als Experimentierfeld für die Ideologie des Gender-Mainstreaming missbraucht. Die zunehmende Zahl von Auslandseinsätzen der Bundeswehr bringt es mit sich, dass die Soldaten zwangsläufigen beruflichen Gefährdungen ausgesetzt sind. Dann zeigt sich, ob die so genannte Gleichstellung eine wirkliche Chancen- und Risikenteilung bedeutet, oder ob es einfach nur um Vorteilspositionen für Frauen geht. Das Soldatinnen- und Soldaten-Gleichstellungsgesetz ist ein Hindernis auf dem Weg zu echter Gleichberechtigung und Gleichverpflichtung [..]

MANNdat hat wieder sehr umfangreich recherchiert und dafür gebührt dem Ersteller des Beitrages Dank. Außerdem habe ich die Fakten in WikiMANNia unter Bundeswehr eingetragen, ebenso den gestern veröffentlichten Wehrbericht.

WikiMANNia: BundeswehrZwangsdienst

MANNdat in der Sendung Westart des WDR Teil 2

Der Psychologe Eugen Maus ist Vorsitzender der geschlechtspolitischen Initiative MANNdat e.V. und spricht über einen kleinen Teil der männerpolitischen Mißstände und dem Selbstverständnis der Initiative. Der Ausschnitt ist Teil der Sendung Westart am Sonntag, die am 07. März 2010 im WDR ausgestrahlt wurde [hier]

Weitergehende Infomationen finden man auf der Webseite der Initiative http://www.manndat.de

Get the Flash Player to see the wordTube Media Player.

Ich bedanke mich herzlich beim Freund von Diego aus dem WGvdL.com-Forum, der dieses Video so schnell bei Youtube eingestellt hat [hier]

Das wichtigste wurde aus meiner Sicht gut heraus gestellt, nämlich die Bildungsmisere der Jungen – denn diese sind unsere Zukunft.

Frauenthemen im Bundestag nicht repräsentativ vertreten

djb begrüßt Rechtsgutachten zur paritätischen Besetzung von Kandidatenlisten und Wahlkreisen mit Frauen und Männern zur Wahl des Deutschen Bundestages und unterstützt entsprechende gesetzliche Quotenregelungen („Parité“)

[..]Das Gutachten legt dar, dass die gesetzliche Quotierung von Kandidatenlisten und Wahlkreisen im Vorfeld der Bundestagswahlen nicht nur verfassungsrechtlich zulässig, sondern darüber hinaus auch zur Beseitigung der seit Jahren anhaltenden Unterrepräsentanz von Parlamentarierinnen im Deutschen Bundestag verfassungsrechtlich geboten ist.

Obgleich die wahlberechtigten Frauen in Deutschland seit Jahren in der Mehrheit sind (z.B. Bundestagswahl 2005: von knapp 61,9 Mio. Wahlberechtigten waren 32,2 Mio. Frauen, ingegen nur 29,4 Mio. Männer, Quelle: www.bundeswahlleiter.de), stagniert der Anteil der weiblichen Abgeordneten (wA) im Bundestag seit 1998 bei etwa 30 % (zielführend waren insoweit interne Frauenquoten einzelner Parteien: SPD, Bündnis 90/Die Grünen, Die Linke – zuvor zum Vergleich: BT 1957: 10,7 % wA, BT 1972: 5,8 % wA), während der Anteil der männlichen Abgeordneten (mA) etwa 70 % ausmacht (zuvor: BT 1957: 89,3 % mA, BT 1972: 94,2 % mA). Die Mehrheit des (Wahl-)Volks und deren Interessen – also die Wählerinnen und deren Interessen – wird demnach seit Jahren nicht angemessen im Deutschen Bundestag repräsentiert [mehr]

Der letzte Satz ist echt gut smiley1146smiley1146smiley1146

Wieviele Themen soll ich denn heraus suchen, bei denen es im Bundestag um angebliche Frauenbenachteiligungen ging?

• Frauen stärken – Frieden sichern
• und Schritte zur Erhöhung des Frauenanteils
• Die Situation von Frauenhäusern verbessern
• Finanzierung von Frauenhäusern bundesweit sicherstellen
• Grundrechte schützen – Frauenhäuser sichern
• Sexuelle Gewalt gegen Frauen im Kongo unverzüglich wirksam bekämpfen

Obiges habe ich aus folgenden Plenarprotokollen heraus gesucht: Plenarprotokoll 16/230 • 02.07.2009 / Plenarprotokoll 16/229 • 01.07.2009 / Plenarprotokoll 16/227 • 18. Juni 2009 /

Die jeweiligen Punkte sind Themen aus nur 3 Bundestag-/Plenarsitzungen, die im übrigen weder täglich, noch wöchentlich stattfinden.

Gibt es aber die gleiche Repräsentanz etwa zu Männerthemen? Nein! Bei einem Thema geht es allerdings tatsächlich nur um Männer

Wehrpflicht und Zvildienst = Zwangsdienst

Ich weiß noch nicht, ob ich obige Pressemitteilung unter Unverschämtheit oder Böswilligkeit ablegen soll. Wie schrieb mein Mann mal so schön an eine Behörde:

„… oder sind da nur Quotenfrauen am wirken? Wenn ja, dann ziehe ich den Vorwurf der Böswilligkeit zurück.“

Frauen durch Zwangsdienst benachteiligt

Natürlich will ich nicht, das irgendjemand auf den Gedanken kommen könnte, Frauen unterliegen dem Zwangsdienst, denn das wäre ja Grundgesetz- bzw. verfassungswidrig, vermutlich auch in Österreich. Es gibt aber Dinge, die sind so hanebüchen, das man um das veröffentlichen nicht herum kommt.

Im WGvdL-Forum hat Roslin einen Link aus der österreichisch, feministitisch-radikalen Online-Zeitung „DieStandard“ eingestellt, in der darüber gerätselt wird, wieso Frauen zwar den größeren Anteil der Anwärterinnen bei den jährlichen, medizinischen Aufnahmetests stellen, aber die Ergenisse eine andere Sprache sprechen. Als ich mir den Artikel durchlas, dachte ich, mir verschlägst die Sprache, aber lest selbst:

[..] Bei der Auswertung der Tests, erklärt Reibnegger im Gespräch mit dem _Standard, habe man nämlich festgestellt, „dass der zeitliche Abstand zwischen Matura und Test eine relativ große Rolle spielt“. Weil Männer oft erst Bundesheer oder Zivildienst absolvieren, sind drei Viertel der Kandidaten, die gleich nach dem Schulabschluss zum Aufnahmeverfahren antreten, Frauen. Das sei genau jene Gruppe, die sich beim Test schwertut – und letztendlich das für Frauen schlechte Gesamtergebnis verursache. Bei jenen Anwärtern, die sich der Auswahl ein Jahr nach der Matura stellen, gebe es punkto Erfolg keinen Unterschied zwischen den Geschlechtern. Nur: Da seien bereits mehr als die Hälfte Männer. „Wir müssen den Zeitfaktor genau analysieren“, sagt Reibnegger [hier]

Obwohl man davon ausgehen kann, das erlerntes Wissen nach einer Matura (Abitur) noch am frischesten ist, sehen Feministinnen und deren Anhänger anscheinend das Gegenteil. Wäre es da nicht besser, man schicke besagte Frauen erst einmal (zwangsweise) zum Bundesheer, damit sie nicht mehr benachteiligt sind? Da dieses Thema im WGvdL-Forum von Roslin gut ausgearbeitet wurde, stelle ich den Link zu seinem Beitrag ein [hier]

Auch Sophisticus hat in seinem gleichnamigen Blog dazu Stellung bezogen [hier]

Nachtrag
Heute erfuhr ich über Arnes Blog, das auf Grund der miserablen Ergebnisse der österreichische Gesundheitssprecher Rasinger 50 : 50 Quoten fordert.

[..]Schuld, meint der Gesundheitssprecher und Nationalratsabgeordnete der ÖVP, seien die Aufnahmetests fürs Medizinstudium. Hunderte Anwärter bleiben dabei Jahr für Jahr auf der Strecke, darunter stets überproportional viele Frauen.

Warum stellen sich Politiker nicht die Frage, weshalb überproportional viele Frauen diese Tests bei besseren Voraussetzungen nicht bestehen? Die Mädels bekommen bessere Noten in den Schulen und sie können im Gegensatz zu den Jungs, die den Zwangsdienst absolvieren müssen, direkt durchstarten. Das Wissen ist also frisch, während Jungen beim Heer wohl kaum schulisches Wissen vermittelt bekommen.

[..]“ Empathie und „Herzenswärme“ hält er für seinen Beruf für wichtiger als mathematische Formeln – aber derartige Eigenschaften könne ein Test nicht abprüfen. Oder: „Ein Mediziner muss kombinieren und Diagnosen vermitteln können und nicht 3000 Seiten auswendig lernen.“

Ach… sind nicht gerade die Mädel diejenigen, die besser und lieber auswendig lernen als Jungen?

[..]Es sei unfair, Zugangshürden nach solch einseitigen Kriterien aufzubauen, meint Rasinger.

Zum einen ist das Leben nun mal nicht fair und es wäre besser, die Mädels würden sich rechtzeitig damit auseinander setzen. Zum anderen würden mich die einseitigen, angeblich jungenorientierten Kriterien echt interessieren. Einseitig könnten diese Kriterien doch nur sein, wenn Muskelkraft bei den Tests gefordert wäre.

[..]“Wenn ein junger Mensch etwa ein Jahr beim Roten Kreuz gearbeitet hat, ist das auch eine Qualifikation.“

Auch dieser Satz sagt mehr über den Gesundheitssprecher und seine Qualifikation als über den Beitrag selbst aus. Wenn ein Jahr beim Roten Kreuz ein Kriterium ist, 8 Monate beim Heer aber nicht, dann ist es doch umso erstaunlicher, das die Jungs die Test trotzdem überproportional bestehen.

Alles in allem empfinde ich diesen Artikel als Unverschämtheit den Jungen/Männern gegenüber, werden sie von einem Politiker nicht nur diskriminiert – nein – er trampelt auf diese Diskriminierung auch noch herum, in dem er die Benachteiligung der 8 Monate Zwangsdienst nicht berücksichtigt.

Link
Für Frauenquote im Medizinstudium an österreichischen Universitäten
Diskussion im WGvdL-Forum

Ehrenmal für Soldatinnen und Soldaten

Rede und Antwort – Minister Jung stellt sich dem Parlament der Wehrpflichtigen

dr-franz-josef-jungBundesverteidigungsminister Dr. Franz Josef Jung hat sich den Fragen von rund 50 Grundwehrdienstleistenden gestellt und mit ihnen über eine attraktive Gestaltung des Wehrdienstes diskutiert. Der Minister nahm am sogenannten Parlament der Wehrpflichtigen des Deutschen Bundeswehrverbandes teil.

[..]Zur Thema Wehrpflicht versicherte er: „Ich werde mich weiter aktiv für den Erhalt der Allgemeinen Wehrpflicht in Deutschland einsetzen.“

[..]Insgesamt müssten die Leistungen und Erfolge in den Auslandseinsätzen besser vermittelt werden, räumte Jung ein. Ob auf dem Balkan, am Horn von Afrika oder in Afghanistan; in allen Einsätzen leiste die Bundeswehr einen wichtigen Beitrag für Frieden und Freiheit.

Er wünsche sich dafür mehr Anerkennung und Unterstützung von Seiten der Gesellschaft. Frieden und Freiheit seien schließlich Voraussetzungen für jede wirtschaftliche und gesellschaftliche Entwicklung. „Auch hier bei uns.“ Jung erinnerte daran: „Wir feiern in diesem Jahr 60 Jahre NATO, 60 Jahre Grundgesetz und 20 Jahre Mauerfall. Ohne unsere Verbündeten wären diese Jubiläen in Frieden und Freiheit nicht möglich.“

Mit Blick auf Afghanistan sagte Jung: „Wir müssen heute die Gefahren und Risiken dort bekämpfen, wo sie entstehen.“

Bezüglich der gefordeten öffentlichen Wahrnehmung verwies der Minister auch auf das Ehrenmal für die Soldaten und zivilen Mitarbeiter, die im Einsatz für die Bundeswehr ihr Leben gelassen haben. Das Monument wird derzeit am Bendlerblock in Berlin gebaut; es soll voraussichtlich im September eingeweiht werden. „Das Ehrenmal ist Ausdruck einer Kultur der Würdigung unserer Soldatinnen und Soldaten, die im Einsatz waren“, sagte Jung [mehr]

Ich dachte, genanntes Ehrenmal soll als Würdigung der im Kampf gefallenen Soldaten geschaffen werden. Nun wird es also ein Denkmal für die Würdigung aller im Einsatz stehenden Soldaten. Noch nicht einmal im Tod kann man alleine den Männern die ihnen zustehende Würde lassen.

Link
Mehr zum Thema Zwangspflicht

Fehlende Gleichstellung bei Wehrpflicht

In Abgeordnetenwatch fragte die Mutter eines 17-jährigen Sohnes nach den Gründen der fehlenden Gleichstellung beim Wehrdienst. Darauf antwortete Kerstin Griese (SPD) folgendermaßen:

Eine „massiv fehlende Gleichstellung“ kann ich nicht erkennen. Denn trotz der angeblichen Benachteiligung durch die Wehrpflicht bekommen Männer im Durchschnitt heute immer noch deutlich mehr Lohn als ihre weiblichen Kolleginnen – obwohl diese inzwischen die bessere Schul- und Ausbildungsabschlüsse haben.

Auch muss darauf hingewiesen werden, dass beispielsweise das Freiwillige Soziale Jahr zum allergrößten Teil von Frauen absolviert wird. Diese sehen aus guten Grund in einem solchen sozialen Dienstjahr keinen Nachteil, sondern einen Vorteil für ihren persönlichen Lebensweg.

Trotzdem sehe ich in der Wehrungerechtigkeit erhebliche Probleme, insbesondere weil ein großer Teil der jungen Männer „ausgemustert“ wird. Ich bin persönlich der Meinung, dass die Wehrpflicht auf Dauer keine Zukunft hat. Ich setze mich dafür ein, die Freiwilligen Dienste erheblich zu stärken und sie in den Tätigkeitsfeldern des bisherigen Zivildienstes deutlich auszubauen.

Die komplette Frage sowie deren Antwort findet Ihr [hier]

Frauenbeauftragte zu SWR-Film „Jungs auf der Kippe“

Veranstaltung: 6. April, 16.30 Uhr, Eintritt frei CinemaxX Kino 6, N7/17, 68161 Mannheim Preview: Jungs auf der Kippe – Die neuen Sorgenkinder der Nation Im Anschluss Podiumsdiskussion mit Ilse Thomas (Frauenbeauftragte der Stadt Mannheim), Bruno Köhler (Vorstand des Vereins MANNdat e.V.), Egmont Richter (Psychotherapeut und Aggressionstrainer) und Harold Woetzel (Autor des Films). Moderation: Wolfgang Nieß

Da im wgvdl-Forum jemand gefragt hatte, was eine Frauenbeauftragte auf o.g. Podiumsdiskussion zu suchen hat, möchte ich hier den kurzen Mailverkehr eines mir persönlich bekannten Mannes (Erlaubnis liegt vor) und Frau Thomas einstellen.

Sehr geehrte Frau Thomas,

Zitat aus ihrer Mannheim-web-Site:

Nach Art. 3 des Grundgesetzes „fördert der Staat die tatsächliche Durchsetzung der Gleichberechtigung von Frauen und Männern und wirkt auf die Beseitigung bestehender Nachteile hin“.

Männer sterben statistisch ca. 5 Jahre früher, sind die Bildungsverlierer, sie sterben bei Unfällen zu 94Prozent in gefährlichen Berufen und sind als einzige vom Zwangsdienst Bundeswehr-Ersatzdienst als Geschlecht benachteiligt, was unternehmen Sie konkret als Gleichstellungsbeauftragte da, um diese offensichtlichen Nachteile auszugleichen?

Name

Antwort der Frauenbeauftragten der Stadt Mannheim:

Sehr geehrter Herr xx,

was tun Sie denn gegen diese Umstände ? Was tun Sie um Männer aufzuklären ? Haben Sie schon eine Männergruppe gegründet die aufklärt oder engagieren Sie sich in der Männerforschung ? Arbeiten Sie ehrenamtlich in Männergruppen ?

Frauen kämpfen aktiv seit mehr als 100 Jahren gegen ihre Benachteiligung in der Gesellschaft in Gruppen. Sie engagieren sich über die Maßen ehrenamtlich und kennen ihre Situation sehr gut.

Ich gebe Ihnen den Tipp mit interessierten Männern in Kontakt zu treten und sich aktiv um Männerinteressen zu kümmern.
Selbst ist der Mann !

Mit freundlichen Grüßen

Ilse Thomas

STADTMANNHEIM
Frauenbeauftragte
www.mannheim.de

Nach dieser Antwort ist vermutlich nicht nur mir klar, in welche Richtung die Podiumsdiskussion gehen wird. Machen wir uns also zunächst ein Bild von Frau Thomas.

Frauenbeauftragte der Stadt Mannheim Ilse Thomas

Das Frauenbüro hat im Laufe der vergangenen Jahre eine Reihe von Büchern herausgebracht, die die Geschichte und einzelne Biographien der Frauen Mannheims beleuchten [hier]

Eine Frauenbeauftragte scheint also hauptsächlich damit beschäftigt zu sein, auf Kosten der Steuerzahler Bücher über Frauen heraus zu bringen.
Ich selber habe Frau Thomas ebenfalls angeschrieben und dabei aus Sicht einer Mutter gefragt, die auch einen Sohn hat. Während o.g. Mann relativ schnell eine Antwort bekam, blieben meine Fragen – speziell zu Jungenbenachteiligung in Schulen – unbeantwortet.
Sollte die gute Frau während der Podiumsdiskussion meinen, ständig von Frauen- und Mädchenbenachteiligungen sprechen zu müssen, werde ich mich wohl nicht lange halten können. Das die Frau keine Antworten für Jungenprobleme hat, sieht man zum einen daran, das sie mir nicht geantwortet hat und zum anderen an der Antwort an xx! Ihr könnt Euch gar nicht vorstellen, wie wütend ich darüber bin, das überhaupt eine Frauenbeauftragte dabei ist. Mir kommt das langsam vor, als wenn man eine Aufpasserin schicke müßte, damit auch ja alles im Sinne der Frauen bzw. Mädchen läuft.
Es wäre schön, wenn trotzdem einige kommen würden, damit man sich persönlich kennen lernen kann.

Wehrpflicht in ihrer jetzigen Form verfassungswidrig

Verfassungsgericht prüft Rechtmäßigkeit der Wehrpflicht
Staatsrechtler Jörn Ipsen: Pflichtengleichheit beim Wehrdienst in mehreren Punkten verletzt
Jörn Ipsen im Gespräch mit Friedbert Meurer

Der Osnabrücker Verfassungsrechtler Jörn Ipsen hält die Wehrpflicht in ihrer jetzigen Form für verfassungswidrig. Weil nur ein geringer Prozentsatz der betroffenen jungen Menschen eingezogen, werde, könne von Wehrgerechtigkeit keine Rede sein, argumentiert Ipsen. Ein weiterer Verstoß gegen die Pflichtengleichheit sei es, wenn Wehrdienstverweigerer mit größerer Wahrscheinlichkeit zum Zivildienst eingezogen würden.

[..]Ipsen: Um es ganz klar auszudrücken: Unter den gegebenen Umständen nein, denn die Wehrpflicht ist im Vergleich zur Steuerpflicht der tiefste Eingriff des Staates in die persönliche Freiheit eines Menschen, und ebenso wie die Steuerpflicht zur Steuergerechtigkeit führen muss, ist das auch mit der Wehrpflicht. Wenn nicht prinzipiell jeder taugliche junge Mensch eingezogen wird, mit anderen Worten der Bedarf geringer ist, als die zur Verfügung stehenden jungen Menschen, ist dies ein Verstoß gegen die Verfassung.

[..]Meurer: Seit einiger Zeit, Herr Ipsen, dürfen ja auch Frauen zur Bundeswehr, auch zu Kampftruppen, sie müssen es aber nicht. Ist diese Ungerechtigkeit, wenn es denn eine überhaupt ist, dass Frauen nicht müssen, Männer aber müssen, für sie eine Wehrpflicht gilt, spielt dieses Mann-Frau-Thema auch eine Rolle?

Ipsen: Das spielt eine große Rolle, und darüber müssen wir uns in Zukunft unterhalten, denn die Begründung dafür, dass Frauen von der Wehrpflicht verschont bleiben, ist eigentlich immer die gewesen, dass sie typischerweise Kinder bekommen und später durch die Mutterschaft in besonderer Weise belastet sind und dem Gemeinwohl dienen. Ob diese Begründung heute noch trägt, ist fraglich [mehr]

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Schade finde ich, dass Herr Ibsen die Begründung zur Verschonung der Frauen nicht weiter ausgeführt hat. Es gibt schließlich weder einen Gebärzwang noch eine Gebärpflicht. Vergessen wird bei den ganzen Diskussionen rund um den Zwangsdienst (Wehrpflicht), dass jungen Männern verschiedene Menschenrechte vorenthalten werden. Ein unter Zwangsdienst stehender Mann darf z.B. die Bundesrepublik Deutschland für einen über 3-monatigen Aufenthalt in einem anderen Staat nicht ohne Genehmigung des zuständigen Kreiswehrersatzamtes verlassen. Welche ähnlichen, gesetzlichen Menschenrechtseinschränkungen gibt es für Frauen? Ich kenne jedenfalls keine.
Bis heute fehlt mir übrigens eine Auflistung über jene Menschenrechte, die einem Zwangsdienstleistenden entzogen werden. Leider hat mein Sohn das entsprechende Schreiben des Kreiswehrersatzamtes nach dessen Ausmusterung vernichtet. In diesem waren einige (alle?) Einschränkungen aufgeführt. Wenn jemand zufälligerweise dieses Schreiben noch haben sollte, wäre ich über eine Benachrichtigung hocherfreut.
Zum Schluß noch eine Meldung von Spiegel-Online, in dem Verteidigungsminister Jung auf das Urteil des Verwaltungsgericht Köln reagiert hat.

Bundeswehr will alle tauglich Gemusterten einziehen

Die Zahl der jungen Männer sinkt – deshalb fürchtet Verteidigungsminister Jung den Streit um die Wehrgerechtigkeit nicht: In den kommenden Jahren plant er, alle tauglich Gemusterten zur Bundeswehr einzuziehen [mehr]

Link
WikiMANNia – Zwangsdienst
Wehrpflichtgesetz

UNESCO Projekt „Kulturwelt“ wird auch als Ersatzdienst für Wehrpflicht anerkannt

[..]Der Freiwilligendienst „kulturweit“ basiert auf den Regelungen für das Freiwillige Soziale Jahr und gilt damit auch als Ersatzdienst zum Wehrdienst. Er dauert sechs oder zwölf Monate. Die Partnerorganisationen bieten den Freiwilligen Einsatzstellen in Afrika, Asien, Lateinamerika sowie Mittel- und Osteuropa mit vielfältigen Aufgaben an. Typische Einsatzfelder sind: Einsatz in einer deutschen Schule (Hausaufgabenbetreuung, Schultheater, Unterstützung des schulischen Angebotes) und Organisation von Projekten in einer Außenstelle des DAAD, des Goethe Instituts oder des Deutschen Archäologischen Instituts.  [mehr]

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Zivildienst mal anders – Startschuss für Freiwilligendienst „Kulturweit“