Strukturelle Diskriminierungen von Frauen

In der Männerbewegung gibt es einige Kämpfer, die der Meinung sind, das der Feminismus sich dem Ende zuneigt. Das dem nicht so ist, zeigt einmal mehr ein Bericht des Bundesfrauenrates der Grünen. Wenn letztere keinen Einfluss auf die Politik hätten, könnte man solche Veranstaltungen abhaken. Da dem nicht so ist, liegt noch viel Arbeit bzw. Aufklärung der Bevölkerung vor uns.

Die antifeministische Politik der Frau Schröder
Am 5. und 6. November 2011 tagte der 2. Ordentliche Bundesfrauenrat 2011 in Berlin und diskutierte unter anderem intensiv über den Gleich­stellungsbericht der Bundesregierung.

Der 1. Gleichstellungsbericht der Bundesregierung ist an sich schon ein Witz, da es fast nur um Frauen geht. Männer kommen darin lediglich am Rande vor.

[..]Claudia Roth, Bundesvorsitzende von BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN, begann ihre politische Rede mit einer scharfen Kritik an der Politik von Ministerin Kristina Schröder, die den Titel „Frauenministerin“ aufgrund ihrer antifeministischen Politik am Besten abgeben sollte. So wirke die als Betreuungsgeld titulierte Herdprämie und die Flexiquote, die nur dazu diene, eine effektive Geschlechterquote in Aufsichtsräten zu verhindern, nicht zum Wohle, sondern gegen die Interessen von Frauen hier in Deutschland.

Wo Kristina Schröder antifeministisch ist, würde ich gerne mal wissen. In der letzten Debatte im Bundestag hat Frau Schröder zwar wie ine Löwin für das Betreuungsgeld gekämpft und das Eltern eine Wahlmöglichkeit haben müssen. Da aber überwiegend Frauen nach der Geburt zu Hause bleiben und sich um die Kinder kümmern, war das wohl kaum ein Kampf für Männer. Nichtsdestotrotz finde ich das Wort Herdprämie eine Unverschämtheit.

[..]Am späten Nachmittag war der Gleichstellungsbericht der Bundesre­gie­rung Gegenstand der Debatte.[..] Die vorgelegten Zahlen und Grafiken zeigten einmal mehr, welche Benachteiligungen von Frauen bis heute exis­tent sind, wie ungleich sich die Lebenschancen von Frauen darstel­len, welche strukturellen Diskriminierungen noch immer wirken und wie wenig Anerkennung von Frauen geleistete Arbeit findet. Die Grünen

Das Wort Benachteiligung könnte man ja noch hinnehmen, denn logischerweise werden sich immer wieder Menschen dort benachteiligt fühlen, wo andere bevorzugt werden. Das aber gilt für beide Geschlechter.

Nachtrag:
Jetzt weiß ich wieder, was der Auslöser für diesen Beitrag war.

Frauen leisten deutlich mehr unbezahlte Arbeit
Im Fokus standen unter anderem die ungleiche Verteilung der unbezahl­ten Arbeit, wie der Hausarbeit, der Erziehung oder der Pflege. Nimmt man die Altersgruppe der 30- bis 44-Jährigen so leisten dort Männer im Durch­schnitt ca. 3 Stunden unbezahlte Arbeit pro Woche, während Frauen auf ca. 5,5 Stunden kommen. Diese Ungleichverteilung ist auch bei einer Be­rufstätigkeit der Frauen stark ausgeprägt, die Folge davon ist eine enorme Doppel- und Dreifachbelastung. Auch die Lohnungleichheit wurde beleuch­­tet.

Das kennen wir ja und ist an sich nichts Neues.

Besonders auffällig war dies an dem Beispiel der Gebäudereinigung zu sehen. Die Innenreinigung wird vorwiegend von Frauen vorgenommen, wobei die Außenreinigung eine Männerdomäne ist und deutlich besser bezahlt wird.

Wenn die Außenreinigung doch so toll ist und besser bezahlt wird, warum erledigen Frauen diesen Job nicht?

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4 Kommentare.

  1. „Nimmt man die Altersgruppe der 30- bis 44-Jährigen…..“
    Warum nur die? Wie sieht es bei den Gruppen 18-29, bzw. über 44 aus?
    Sollte da was anders sein?

  2. Liebe Christine!

    Tun wir so , als wären wir – die wir uns bemühen, die Realität zu erfassen – uns einig, daß das Faktum der 6 Jahre geringeren Lebenserwartung von Männern alle feministische oder ökonomistische Argumentation als Schweinerei entlarvt!
    Was hältst du davon? Rhetorisch gefragt.

    Ohne Anspruch auf Antwort

    Zeiger

  3. @Zeiger

    Ich scheine irgendwie auf dem Schlauch zu stehen. Ehrlich gesagt, verstehe ich Deine Frage nicht wirklich.

    Diejenigen, die für Jungen- und Männerrechte kämpfen, brauchen wir nicht überzeugen. Wichtiger ist vielmehr, dass Diejenigen überzeugt werden, die sich nicht sicher sind, ob Jungen und Männer in dieser feminisierten Welt überhaupt Rechte haben. Glaub mir, diese Frage wurde mir sinngemäß schon gestellt, gerade in Anbetracht der medial immer wieder vorgebrachten, angeblichen Diskriminierungen und Benachteiligungen von Frauen.

    Worüber wir uns vielleicht mehr Gedanken machen sollten: wie bekommen wir aus den Köpfen der Menschen und bei unserem Thema überwiegend der Frauen heraus, dass nicht alles Benachteiligung bzw. Diskriminierung ist, was gerade von den Medien immer wieder behauptet wird? Wenn wir schon so weit sind, das Kinderkriegen als Benachteiligung der Frauen angesehen wird, dann ist es sowieso schon fast zu spät.

    Demnach brauchen wir nicht so tun, als ob wir uns – also Diejenigen, die für Jungen- und Männerrechte kämpfen – einig sind. Wir sind es…

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