Statistische Zahlen aus Dezember 2011

Pressemitteilung Nr.464 vom 13.12.2011
Diagnose Alkoholmissbrauch: Im Jahr 2010 weniger Kinder statio­när behandelt

Im Jahr 2010 wurden weniger Kinder im Alter von 10 bis 15 Jahren aufgrund akuten Alkoholmissbrauchs stationär im Krankenhaus behandelt. Wie das Statistische Bundesamt (Destatis) mitteilt, ging ihre Anzahl je 100 000 Einwohner gegenüber 2009 um 5,5 % zurück. Bei den Jugendlichen und jungen Erwachsenen zwischen 15 und 20 Jahren hingegen stieg sie um 2,9 %.

Bei den Kindern zwischen 10 bis 15 Jahren stellten die Mädchen den größeren Anteil (52 %) der Behandelten, obwohl ihr entsprechender Anteil an der Bevölkerung nur 49 % beträgt. Bei den Jugendlichen und jungen Erwachsenen zwischen 15 bis 20 Jahren hingegen dominierten die Männer (65 %). Destatis

Pressemitteilung Nr.460 vom 12.12.2011
Betreuungsquote von 1-jährigen Kindern in den meisten ostdeut­schen Kreisen über 60 %

Die Betreuungsquote von 1-jährigen Kindern in Kindertagesbetreuung lag im März 2011 in den meisten ostdeutschen Kreisen bei über 60 %. Wie das Statistische Bundesamt (Destatis) mitteilt, wiesen 57 von 86 kreisfreien Städten und Landkreisen in Ostdeutschland eine entsprechend hohe Betreuungsquote auf. In Westdeutsch­land waren die Betreuungsquoten deutlich niedriger: 283 von 325 westdeutschen Kreisen und kreisfreien Städten hatten eine Betreuungsquote von unter 25 %. In Berlin lag die Quote für 1-Jährige bei 47,6 %. Destatis

Pressemitteilung Nr.450 vom 07.12.2011
1,8 % mehr Schwangerschaftsabbrüche im dritten Quartal 2011

Die Zahl der Schwangerschaftsabbrüche stieg im dritten Quartal 2011 – verglichen mit dem entsprechenden Vorjahresquartal – um 1,8 %. Nach Mitteilung des Statistischen Bundesamtes (Destatis) wurden im dritten Quartal 2011 rund 27.000 Schwangerschaftsabbrüche in Deutschland gemeldet. Das waren 500 mehr als im dritten Quartal 2010. Destatis

Pressemitteilung Nr.447 vom 06.12.2011
Zahl der Pensionierungen von Lehrkräften in 2010 weiterhin hoch

Rund 19 600 verbeamtete Lehrerinnen und Lehrer wurden im Jahr 2010 in den Ruhestand versetzt. Wie das Statistische Bundesamt (Destatis) weiter mitteilt, entspricht dies dem bisherigen Höchstwert des Jahres 2007. Gegenüber 2009 erhöh­te sich die Zahl der Pensionierungen um 5,6 % (+ 1 000 Pensionierungen). Destatis

Pressemitteilung Nr.470 vom 15.12.2011
2010: Anstieg auf rund 4,8 Millionen Beschäftigte im Gesundheits­wesen

Zum 31. Dezember 2010 waren rund 4,8 Millionen Menschen in Deutschland und damit etwa jeder neunte Beschäftigte im Gesundheitswesen tätig. Wie das Statisti­sche Bundesamt (Destatis) weiter mitteilt, gab es 2010 im Gesundheitswesen damit rund 90 000 Arbeitsplätze mehr als im Vorjahr. Das entspricht einem Beschäftigungs­wachstum von 1,9 %. Destatis

Pressemitteilung Nr.488 vom 29.12.2011
Niedrigste Tarifverdienste im Dezember 2011 in einigen Branchen unter 6,50 Euro

Die niedrigsten Tarifverdienste liegen im Dezember 2011 in einigen Branchen unter 6,50 Euro je Stunde. Wie das Statistische Bundesamt (Destatis) weiter mitteilt, legen außerdem nicht wenige Tarifverträge Verdienstuntergrenzen von unter 8,00 Euro fest. Die niedrigen Tarifverdienste gelten insbesondere für gering qualifizierte Beschäftigte in Gartenbau und Landwirtschaft sowie in Handwerks- und Dienstleis­tungsbranchen. Destatis

Pressemitteilung Nr.444 vom 01.12.2011
Öffentliche Bildungsausgaben 2011 bei 106,2 Milliarden Euro

Bund, Länder und Gemeinden haben für das Jahr 2011 Bildungsausgaben in Höhe von 106,2 Milliarden Euro veranschlagt, 2,6 % mehr als im Haushaltsjahr 2010. Dies teilt das Statistische Bundesamt (Destatis) im heute veröffentlichten Bil­dungsfinanzbericht 2011 mit. Endgültige Angaben zu den öffentlichen Bildungsausga­ben liegen bis zum Jahr 2008 vor: Damals betrugen sie 93,7 Milliarden Euro. Davon stellte der Bund 5,1 Milliarden Euro, die Länder 68,2 Milliarden Euro und die Gemein­den 20,4 Milliarden Euro bereit. Destatis

Pressemitteilung Nr.416 vom 10.11.2011
Ungenutztes Arbeitskräftepotenzial: 8,4 Millionen Personen wün­schen sich (mehr) Arbeit

Im Jahr 2010 wünschten sich nach Ergebnissen der Arbeitskräfteerhebung rund 8,4 Millionen Menschen im Alter von 15 bis 74 Jahren Arbeit oder mehr Arbeitsstunden. Im Vergleich zum Vorjahr sank ihre Zahl um 324 000 Personen (– 3,7 %). Trotz der günstigen Entwicklung am Arbeitsmarkt bleibt somit weiterhin ein erhebliches Poten­zial an Arbeitskräften ungenutzt. Destatis

Pressemitteilung Nr.442 vom 30.11.2011
2 011,5 Milliarden Euro öffentliche Schulden in 2010

Nach korrigierten Ergebnissen war der öffentliche Gesamthaushalt (Bund, Länder, Gemeinden/Gemeindeverbände und Sozialversicherung einschließlich aller Extrahaushalte) zum Jahresende 2010 beim nicht-öffentlichen Bereich mit 2 011,5 Milliarden Euro verschuldet. Wie das Statistische Bundesamt (Destatis) mitteilt, musste eine Korrektur der mit Pressemitteilung Nummer 357 vom 27. September 2011 veröffentlichten Ergebnisse vorgenommen werden, da die FMS-Wertmanage­ment zum Jahresende 2010 einen um 24,5 Milliarden Euro überhöhten Schulden­stand gemeldet hatte. Daneben musste der Schuldenstand der Gemeinden/Gemein­deverbände um 0,1 Milliarden Euro nach oben korrigiert werden. Destatis

Pressemitteilung Nr.467 vom 14.12.2011
Anteil der Schüler, die Deutsch lernen, seit 2005 in vielen EU-Ländern gesunken

In den meisten Ländern der Europäischen Union (EU) sank zwischen 2005 und 2010 der Anteil der Schülerinnen und Schüler, die Deutsch als Fremdsprache lernen. Wie das Statistische Bundesamt (Destatis) auf Grundlage von Eurostat-Daten mitteilt, verringerte sich allein in den Niederlanden der Anteil der Deutsch-Schüler in diesem Zeitraum von 86 % auf 44 %. Auch in den nördlichen EU-Ländern stand Deutsch seltener auf dem Stundenplan: So sank die Quote unter den Schülern in Dänemark von 50 % auf 35 %, in Finnland von 38 % auf 26 %. Eine große Ausnahme bildet Luxemburg: Dort stand im Jahr 2010 Deutsch für alle Schülerinnen und Schüler auf dem Stundenplan. Destatis

Pressemitteilung Nr.473 vom 16.12.2011
Seit Euro-Bargeldeinführung: durchschnittliche jährliche Teuerung bei 1,6 %

Seit der Euro-Bargeldeinführung im Jahr 2002 stiegen die Verbraucherpreise bis November 2011 jährlich um durchschnittlich 1,6 % an. In den zehn Jahren davor lag die Preisänderung bei durchschnittlich + 2,2 % gegenüber dem Vorjahr. Dies teilt das Statistische Bundesamt (Destatis) anlässlich der Euro-Bargeldeinführung vor fast zehn Jahren, am 1. Januar 2002, mit. Allerdings waren Anfang der 1990er Jahre im Zuge der deutschen Vereinigung besonders starke Preisanstiege zu beobachten. In den letzten sechs D-Mark-Jahren (1996 bis 2001) lag die durchschnittliche Jahresteuerung bei 1,4 %.

Betrachtet über die gesamte D-Mark-Zeit, also von Mitte 1948 bis Ende 2001, war die durchschnittliche jährliche Inflation mit + 2,6 % höher als bislang in der Euro-Bargeldzeit. Destatis

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