Sitzen in der Bundeszentrale für politische Bildung Pädophile?

Vordergründig geht es im nachfolgenden Video darum, welche Begriffe laut ‚Bun­des­zentrale für politische Bildung‘ (bpb) angebliche Nazis gebrauchen, um gegen Kinderschänder vorzugehen. In Wirklichkeit geht es aus meiner Sicht darum, das Thema Kindesmissbrauch zu bagatellisieren, was auch die Sexualaufklärung in Kindergärten und Grundschulen unter dem Label „Sexuelle Vielfalt“ belegt.

Es ist einfach nur erschreckend, wie Begriffe heutzutage  umdefiniert werden. Pädo­philie Menschen sind demnach Menschen mit kindorientierter Sexualität, hört sich doch gleich viel netter an, oder… 🙁

Wie sagte der Sprecher im ‚Video sinngemäß: wenn man nicht mehr gegen Kinder­schänder sein darf, weil das politisch nicht korrekt ist und man deswegen als Nazi abgestempelt wird, dann kann das im schlimmsten Fall bedeuten, dass Menschen wegschauen und so erst recht dem Kindesmissbrauch Tür und Tor geöffnet wird. Da kommt dann der Punkt, wo ich mich frage: könnte es sein, dass genau das gewollt ist?

Nachfolgend die entscheidenden Sätze der Bundeszentrale für politische Bildung, die im Video auseinander genommen wurden.

Wer Seiten gegen Kindesmissbrauch unterstützen, aber sichergehen will, dass es sich nicht um Propagandaseiten von Neonazis handelt, sollte auf folgende Merkmale achten:

Neonazis sprechen häufig von „Opfern“, was mit Hilflosigkeit assoziiert wird und den Eindruck erweckt, die „Opfer“ könnten sich nicht selbst wehren. Seriöse Initiativen nutzen zunehmend den Begriff „Betroffene“, um die emotionalen Konnotationen möglichst gering zu halten.

Das muss man sich mal auf der Zunge zergehen lassen: Gerade die Menschen, die des größten Schutzes bedürfen, weil sie die Hilflosesten in unserer Gesellschaft sind, werden so hingestellt, als ob sie sich im Falle des Missbrauchs massiv wehren könnten und deshalb per se keine Opfer sein können. Das verschlägt mir fast die Sprache.

Neonazistische Propagandaseiten fokussieren ihre „Berichterstattung“ auf die Täter und ihre Bestrafung, nicht auf die Betroffenen. Oft werden „Auge um Auge, Zahn um Zahn“-Metaphern benutzt und Selbstjustiz befürwortet.

Für mich hören sich diese Sätze eindeutig nach Täterschutz an und da muss man sich doch fragen, warum? Dann kommt schon wieder das Wort „Betroffene“ vor. Nun ja, ich bin auch betroffen ob dieser Beschreibung für kindliche Opfer, wobei das noch mehr als harmlos ausgedrückt ist, denn in Wirklichkeit bin ich sehr wütend, innerlich aufgeladen, schockiert und dgl. Attribute.

So nebenbei – um welche Straftaten es sich auch immer handelt, Medien stürzen sich generell auf die Täter, denn man will das Böse brandmarken. Die Opfer spielen in der Tat selten die Hauptrolle, was meistens auch sehr nützlich ist, damit diese ihre Ruhe bekommen. 

(Nicht nur) Neonazis benutzen gerne das Wort „Kinderschänder“ und lenken den Blick so vom Opfer – dem missbrauchten Kind – auf den Täter. Opferinitiativen finden den Gebrauch des Wortes „Kinderschänder“ problematisch, weil der Begriff suggeriert, dass dem Kind eine „Schande“ angetan wurde.

Gemäß diesen Sätzen ist das Wort Opfer doch der richtige Ausdruck für miss­brauchte Kinder, obwohl ein paar Sätze vorher genau das verneint wurde und Opferinitiativen gibt es demnach auch. Dass aber der Gebrauch des Wortes Kinderschänder problematisch sein soll, kann man nur noch hirnrissig nennen.

„Somit bekommt das Opfer eine moralische Kategorisierung“, schreibt zum Beispiel Clemens Fobian von basis-praevent, einer Fachberatungsstelle für Jungen, die sexuelle Gewalt erlebt haben.

Langsam kommen wir dem entscheidenden Punkt näher – es geht in Wirklichkeit um Jungen und die dürfen natürlich keine Opfer sein. Ob die bpb das Gleiche auch über Mädchen schreiben würden und noch weiter gedacht, würden sie auch Frauen sagen, dass diese keine Opfer (von Missbrauch und Vergewaltigungen) sind, sondern lediglich Betroffene?

Dadurch werde nicht der Opferschutz in den Vordergrund gestellt, „sondern die Opfer werden einmal mehr missbraucht“. Bundeszentrale für politische Bildung

Nach diesen Ausführungen kann ich zu keiner anderen Erklärung kommen, als das Pädophile an dieser Aufklärung zumindest beteiligt gewesen sein könnten. Alleine der erste Satz (über den ich immer noch nicht hinweg gekommen bin) – Neonazis sprechen häufig von „Opfern“, was mit Hilflosigkeit assoziiert wird und den Eindruck erweckt, die „Opfer“ könnten sich nicht selbst wehren – erweckt aus meiner Sicht den Eindruck, dass die bpb dabei an Jungen gedacht hat. Nach meiner Kenntnis sind es immer noch überwiegend Jungen, die von Pädophilen missbraucht und vergewaltigt werden. Siehe dazu auch meine Ausführungen im Artikel  Doku-Film · Welt ohne Männer.

Diese Begriffsbestimmungen findet man unter der Schlagzeile „Gut getarnt oder offener Menschenhass: Wie erkennt man Neonazis im Web 2.0?“. Dazu gibt es mehrere Untertitel und unter dem Absatz „Wie Neonazis „Kindesmissbrauch“ für ihre Propaganda missbrauchen“, findet man obige Ausführungen. Man muss dazu mit dem Balken in die Mitte gehen, dort findet man dann weitere Erklärungen.

Mein Dank geht an Franco aus dem WGvdL-Forum, der auf dieses sehr wichtige Video aufmerksam gemacht hat. WGvdL-Forum

Das die BZgA in Sachen Aufklärung und sexuelle Vielfalt nicht besser ist, wissen die meisten längst. Das gelbe Wirtschaftsforum hat dazu einen interessanten Thread.

BZgA lässt die Hosen runter – bei Lutz und Linda in KiTas und Krippen

Es geht um unsere Kinder, um sie schon im frühsten Alter für Pädophilenspiele zu trainieren.
Sex möglichst nur noch zum Spaß ohne emotionale Bindung, ohne Beziehung.
Und nun kommen auch noch die Kuschelräume dazu, in denen die Kinder andere intim berühren sollen, Erzieher oder Sexualpädagogen es vormachen etc., ist zumindest absehbar.
Die Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA) präsentierte Erziehern* auf der Bildungsmesse didacta 2015 ihre neue ‚Kindergartenbox – Entdecken, Schauen, Fühlen!‘ für die frühkindlich-sexuelle Bildung. Den größten Platz darin nehmen zwei prägnante Stoffpuppen ein: ‚Lutz‘, der Hoden und Penis hat und ‚Linda‘ mit ihrer dazu passenden Scheide. Idealerweise soll der Puppe ‚Lutz‘ vor den Kleinkindern in den Kindergärten und -krippen mit Hilfe der Erzieher* trickreich „die Hose runterrutschen“ und die beiden Puppen in sog. Kuschelecken platziert werden. Das gelbe Forum

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5 Kommentare.

  1. Aufrüttlender Artikel, den ich hier nachträglich verlinken werde:

    „Lutz der Frühstecher“
    https://emannzer.wordpress.com/2015/05/27/lutz-der-fruhstecher/

    Als ich mich mit dem Thema der Frühsexualisierung beschäftigt habe und einige Artikel dazu schrieb, kamen schon Hinweise, dass das Ganze auch in Richtung Pädopholie geht. Du zeigst nun Argumente dazu auf – vielen Dank,

    Es ist ein Unding, was man heutzutage auf die Kinder los lässt und unter welchen Tarnmäntelchen das Alles daherkommt, bzw. wie man Schamgrenzen offenbar (bewusst) überschreitet.

    • Hallo Emmanzer,

      danke für das nachträgliche einfügen in Deinem Artikel. Ursprünglich wollte ich mich mit dem Thema Frühsexualisierung gar nicht auseinander setzen, denn das Thema Missbrauch/Vergewal-­tigung von Kindern ist ja schon schlimm genug.

      Ich fand aber den Thread im gelben Wirtschaftsforum insofern interessant, weil dort ein Sozialpädagoge mitdiskutiert hat und verschiedene Welten aufeinander gestoßen sind.

  2. Interessante Beobachtungen:
    An der Stelle, wo sie erstmals von Jungen sprechen, sind sie auch erstmals konsequent und reden selbst nicht von Opfern:
    „einer Fachberatungsstelle für Jungen, die sexuelle Gewalt erlebt haben“.
    Sonst ist die übliche Formulierung: „[…] die Opfer sexueller Gewalt geworden sind“.
    So ist wohl die Standardformulierung, wenn es um Frauen oder Mädchen geht. Aber nicht bei Jungen?

    Bei Frauen auch nur in Betracht zu ziehen, die “Opfer” könnten sich selbst wehren, führt üblicherweise zu einem Reflex, das als „victim-blaming“ zu beschimpfen. Und wer das (bei Frauen) tut, ist ziemlich schnell als (überraschung) Nazi kategorisiert.

    Was die „emotionalen Konnotationen“ des Begriffs Opfer betrifft, so scheint das „seriösen“ Initiativen bei Frauen nicht weit genug zu gehen. Im US-Amerikanischen Raum benutzt man dafür vorzugsweise nicht das harmlose „Opfer“ bzw. „victim“, sondern spricht von „survivor“, überlebenden. Im deutschsprachigen Raum wird von Feministischen Kreisen noch daran gearbeitet, einen passend emotional aufgeladeneren Begriff als „Opfer“ zu etablieren….

    Denn selbstverständlich kann man bei erwachsenen Frauen nicht davon ausgehen, dass sie irgendwie eigene Handlungsoptionen in Bezug auf Missbrauch hätten, um dem zu entgehen, die Chancen dafür zu minimieren, sich dagegen zu verteidigen. Das kann man stattdessen aber bei Kindern voraussetzen. Zumindest, wenn es sich um Jungen handelt.

    Hat da jemand „Doppelstandards“ gerufen?

  3. Das ist ja gruselig!!!

    „Aufklärung“ wird auch immer mehr von sog. Sexualpädagogen vorgenommen. Der Begriff ist nicht geschützt, sondern kann willkürlich benutzt werden.

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