Ritalin für „schwierige“ Jungen

Ritalin gegen ADHS
Wo die wilden Kerle wohnten

Ritalin ist eine Pille gegen eine erfundene Krankheit, gegen die Krankheit, ein schwieriger Junge zu sein. Immer mehr Jungs bekommen die Diagnose. Die Pille macht sie glatt, gefügig, still und abhängig.

Jeder zehnte Junge in Deutschland ist krank. Zu wild und zu laut. Er testet ständig Grenzen. Er kann in der Schule nicht stillsitzen, ist ungeduldig, kann sich nicht konzentrieren, er wird wütend und aggressiv. Er stört. Er provoziert, obwohl er es nicht will, er fühlt sich missverstanden. Er bekommt schlechte Noten. Er ist schwie­rig und anstrengend für Eltern und Lehrer, so schwierig, dass er irgendwann beim Kinderarzt sitzt und die Diagnose bekommt: ADHS, das Aufmerksamkeitsdefizit- und Hyperaktivitätssyndrom. Dann ist der Junge nicht mehr schwierig, sondern krank.[..] FAZ

Ein lesenswerter Beitrag. Apropos Jungen: Auf Stadtmensch-Chronicles ist vor ein paar Tagen ein schöner Artikel erschienen, in welchem von der Heldentat eines kleinen Jungen berichtet wird 🙂

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3 Kommentare.

  1. Ich habe mir eben den Artikel einmal durchgelesen. Und der sagt genau aus, warum Ritalin nicht immer das Heilmittel gegen ADHAS ist.
    Ich bin schockiert darüber, dass so viele Ärzte immer noch Ritalin bei ADHAS verschreiben.
    Dabei kann man doch auch mit Homöopathie, Akupressur und Kinesiologie gegen ADHS natürlich behandeln.
    Wie das funktioniert wird ganz gut in dem Artikeln http://www.elternwissen.com/konzentration/adhs/art/tipp/homopathieakupressurundkinesiologiegegenadhs0.html beschrieben
    LG
    Simone

  2. @Simone:
    Das ist ja gleich doppelt daneben. Erstmal geht es vor allem darum, dass ADHS vor allem diagnostiziert wird, wenn gar keine Krankheit vorliegt, sondern lediglich ein normales, aber unerwünschtes Verhalten. Zweitens sind Homöopathie, Akupressur und Kinesiologie allesamt Placebo-Behandlungen (und bitte nicht mit „wer heilt, hat Recht“ ankommen, das ist nur peinlich).

  3. Man muss sich von der Vorstellung verabschieden, die wirklich Mächtigen im Lande hätten Ziele, wie vernünftige Menschen sie haben. Denen geht es um etwas ganz anderes: Einerseits wollen sie eine möglichst stark asozialisierte Gesellschaft, in der sich jeder allein fühlt und jeder gegen jeden kämpft, damit sie die Gesellschaft beliebig beherrschen können (Einigkeit macht stark, Uneinigkeit schwach).

    Andererseits bietet asozialisiertes Volk aber auch aus Sicht der Mächtigen Probleme, die dann mit Law & Order Maßnahmen und/oder mit speziellen Drogen in Schach gehalten werden müssen. Dabei kommen natürlich nur abstumpfende Drogen infrage, nicht etwa solche, die kritisches Denken fördern könnten.

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