Projekt Häusliche Gewalt „Rosenstraße 76“

haeusliche-gewalt-kinder-domestic-violence-childrenHäusliche Gewalt zum Thema machen

Gewalt ist so alt wie die Menschheit selber. Alle Erfahrungen mit ihr zeigen, dass sie vor allem dort zerstörend wirkt, wo sie nicht mehr erkannt, unter „den Teppich gekehrt“ oder als normal und natürlich hingenommen wird.

Auch häusliche Gewalt fällt nicht einfach vom Himmel und ist plötzlich da; sie hat immer eine Geschichte, die man kennen lernen muss, um der Gewalt wirksam entgegentreten und um sie beenden zu können.

Gewalt hat eine lange Geschichte. Sie beginnt mit der Ambivalenz und Deutung des Begriffes Gewalt. So wird in der Regel Gewalt negativ als verletzend und schädigend beschrieben; aber eben auch häufig positiv dort, wo sie selber die Gewalt beenden und der Wiederherstellung von Menschlichkeit dienen soll [mehr]

Viele werden sich vielleicht noch daran erinnern, das genanntes Projekt von Sozialministerin Dr. Monika Stolz aus Baden-Württemberg dazu missbraucht wurde, um alleine Gewalt von Männer gegen Frauen und Kinder zu thematisieren. Ich selber hatte einen entsprechenden Beitrag von dem Journalisten Jo Schwarz verkürzt in meinem Blog eingestellt [hier]

Durch diverse Verlinkungen bin ich nun zum Original Projekt gestoßen und musste feststellen, das auf der Homepage ganz wertneutral über häusliche Gewalt berichtet wurde. Es lag also einzig und alleine am Baden-Württembergischen Sozialministerium, das die Wanderausstellung in Stuttgart nur Gewalt gegen Frauen (und Kindern) zum Objekt machte.

Die Kinder habe ich absichtlich in Klammern gestellt, denn um diese geht es mitnichten bei diesem Thema. Wäre dem anders, dann würde zumindest die Gewalt von Mütter gegen Kinder thematisiert. Hierzu gehört nicht nur die physische Gewalt, sondern auch die psychische Gewalt, z.B. in Form von Umgangsboykott.

Auf der Homepage „Umgangsboykott“ habe ich einen Briefwechsel zwischen einer Frau und dem Sozialministerium gefunden. Die Anfrage ist sehr fundiert und ausführlich geschrieben und daher aus meiner Sicht lesenswert [hier]
Die Antwort vom Sozialministerium ist ebenfalls dort zu finden [hier]

Sucht man bei Google nach häuslicher Gewalt, findet man fast nur Beiträge zu Gewalt gegen Frauen. Nun – darüber wird sich keiner wundern, das aber die Polizeiberatung ebenfalls schreibt, das häusliche Gewalt fast nur von Männern ausgeht, empfinde ich als Frechheit. Allerdings wurde auf der Homepage in Klammern folgendes geschrieben: „so die polizeiliche Hellfeldstatistik“ [hier]

Das ist zwar immer noch nicht befriedigend, anscheinend wird aber zumindest wahrgenommen, das Statistik nicht alles ist. Es ist nun mal bekannt, das Männer aus diversen Gründen selten Anzeige erstatten. Der Grund liegt u.a. auch darin, wie Polizisten geschlagene Männer bei Anzeigenerstattung „behandeln“.

Wozu Frauen imstande sind, erzählt ein Opfer von Kindesmisshandlung in einem 3-seitigen Bericht mit dem Titel „Sie war der Teufel“. Vorsicht, der Bericht ist nichts für schwache Nerven [hier]

WikiMANNia: Häusliche GewaltFeministische Thesen

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1 Kommentare.

  1. „Auch häusliche Gewalt fällt nicht einfach vom Himmel und ist plötzlich da; sie hat immer eine Geschichte, die man kennen lernen muss, um der Gewalt wirksam entgegentreten und um sie beenden zu können.“

    Eine Geschichte? Meist sind es Ausreden, die gefunden werden, um nicht an sich selbst Arbeiten zu müssen!

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