Menschenrechte – Frauen und Mädchen zuerst

RUMAENIEN ZWANGSHEIRATIst der Junge auf neben stehendem Bild etwa volljährig (Hochzeit in Rumänien, also EU-Bereich)? Wieso soll in diesem Fall laut Menschenrechtsbericht das Mädchens einen höheren Schutz/Aufmerksamkeit als der Junge erhalten? Beide sind noch Kinder und diese Ehe wurde durch den Familienclan arrangiert, der aus Frauen und Männern besteht. Im übrigen sehen diese beiden Kinder für mich eher wie Marionetten als wie glücklich Verheiratete aus.

Leider muss man es immer und immer wieder schreiben: Die Menschenrechte von Jungen und Männern sind weder in Deutschland, noch weltweit wichtig genug. Es ist schlimm genug, das die häusliche Gewalt von Frauen gegen Kinder, Männer und alte Menschen negiert wird; das der Menschenhandel durch Frauen nicht erwähnenswert ist; das männliche Genitalverstümmelung den Weg in die Öffentlichkeit nicht findet, obwohl mehr Todesfälle von Jungen als von Mädchen bekannt sind; das Zwangsverheiratungen durch Eltern und/oder Großeltern arrangiert werden und Männer dadurch ebenso betroffen sind. Das aber die Menschenrechte von Kindern ebenfalls separiert werden, ist im Grunde genommen eine Ungeheuerlichkeit.

Menschenrechtsjahresbericht der Bundesregierung

Deutschland setzt sich weltweit für die Achtung der Menschenrechte ein. Bei der Verabschiedung des 9. Berichts der Bundesregierung zur deutschen Menschenrechtspolitik hob Bundesaußenminister Westerwelle die zentrale Rolle der Menschenrechte in der deutschen Außen- und Innenpolitik hervor.

Schwerpunkte des Berichts

Die Bundesregierung setzt sich umfassend für den Schutz der Menschenrechte ein. In ihrem Jahresbericht nennt sie aber auch eine Reihe von inhaltlichen Schwerpunkten, die besondere Aufmerksamkeit erfordern:

die Rechte von Frauen und Mädchen und die Bekämpfung von Zwangsverheiratungen

die Bekämpfung der Kinderpornografie und der sexuellen Ausbeutung von Kindern

die Anerkennung des Menschenrechts auf Trinkwasser und Sanitärversorgung [mehr]

9. Bericht der Bundesregierung über ihre Menschenrechtspolitik [hier]
Berichtszeitraum: 1. März 2008 – 28. Februar 2010

A 3 Menschenrechte von Frauen und Mädchen (Seite 31)

Auf der Grundlage der verfassungsrechtlich garantierten Schutzes der Menschenrechte und der im Grundgesetz verankerten Gleichberechtigung von Männern und Frauen gilt für die Rechte von Frauen und Mädchen in Deutschland durchgängig ein hohes Schutzniveau, das sich sowohl in der Rechtsordnung als auch in der alltäglichen Lebenswirklichkeit von Mädchen und Frauen widerspiegelt. Gleichwohl ist die Erfahrung von Gewalt gegen Frauen, einschließlich sexueller Gewalt, Frauenhandel, weiblicher Genitalverstümmelung und Zwangsverheiratungen Ergebnis und Ausdruck immer noch weit verbreiteter ungleicher Machtverhältnisse zwischen Mann und Frau auch in Deutschland.

Wieso haben Männer – auch und besonders in Deutschland – kein Recht auf ein durchgängig hohes Schutzniveau? Sind Männer und Jungen tatsächlich weniger wert als Frauen und Mädchen? Durch die Bevorzugung von Frauen und Mädchen haben sich in vielen Bereichen die Verhältnisse mittlerweile umgekehrt. Ansonsten habe ich zu diesem Abschnitt bereits am Anfang diesen Beitrages das Wichtigste beschrieben.

[..]Die Frauenhauskoordinierung wird seit 1997 durch das BMFSFJ gefördert; die derzeitige Förderphase hat im Januar 2010 begonnen und endet im Dezember 2012.

Da kann man nur hoffen, das diese Förderung 2012 endgültig beendet wird. Ich befürchte aber, das dem nicht so ist. Auf eine Männerhaus- oder noch besser Familienhauskoordinierung für alle Gewaltopfer werden wir wohl weiter vergebens warten.

Letztendlich kann ich leider nicht alle Menschenrechtsverletzungen gegen Männer und Jungen in diesem Beitrag aufzählen. Erwähnenswert und wichtig ist für Deutschland noch die Sorge- und Umgangsrechtsproblematik, denn auch hier trifft es vor allen Dingen die Kindern und Männer.

WikiMANNia: Menschenrechte
FemokratieBlog: Suchergebnisse Sorgerecht

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6 Kommentare.

  1. Max Mustermann

    Dem ist leider so, Männer und Jungen scheinen weniger wert zu sein. Sind sie ja von Grund auf böse und Frauenmisshandler. Mich wundert nur, dass diese bösen, bösen Jungen über Jahrtausende von Frauen und Tanten erzogen wurden, während die Männer arbeiten, jagen gehen durften (mussten!). Ist vielleicht an der ganzen Patriarchatsgeschichte gar nichts dran?

    Max

  2. So ein Scheiß passiert wenn man Frauen das Wahlrecht einräumt!!!
    Wir brauchen keine imaginären Schwanzträgerinnen mehr,wir haben selber Schwänze!!!!!!!

  3. Christine Benkö

    Das Bild wanderte schon Anfang der 90-er Jahren durch die Welt herum. Da handelt es sich um ein Zigeunerpaar welches getraut wird. Um noch besser in die Einzelheiten zu gehen, handelt es sich um die Tochter des Kaisers Julian, welcher in Hermannstadt/Sibiu lebt.

    Dagegen wurde 1991 sehr viel Furrore gemacht, doch ohne Ergebnis, denn beide wollten FREIWILLIG heiraten. Ich selber bin gebürtige Hermannstädterin und kenne die Familien der Sintis Julian und des Romas Cioaba sehr gut, welcher auch der Bulibascha ist (also König). Was brauchen Zigeuner auch einen König und auch einen Kaiser?

    Alle Achtung dass ihr seit soooo langer Zeit ein Bild aus der Mottenkiste herausholt.

    Männer lasst euch von solchen Bildern nicht veräppeln die uralt sind und nicht einmal der Wahrheit entsprechen!

  4. @Christine Benkö

    vielen Dank für den kurzen Geschichtsunterricht. Es geht bei meiner Anprangerung weder darum, ob Zigeuner einen König oder Kaiser brauchen, noch ob Minderjährige freiwillig heiraten. Andere Menschen – andere Sitten. Das wäre vermutlich einen eigenen Beitrag wert.

    Es geht in erster Linie darum, das Politiker sämtlicher Fraktionen der Meinung sind, das fast nur Frauen bei einer „Zwangsheirat“ unterdrückt würden.

    Ich empfehle, den Gesetzesentwurf des Bundesrates zu lesen::

    http://dip21.bundestag.de/dip21/btd/17/012/1701213.pdf

    3. Ausmaß der Zwangsheirat (Seite 8)

    Über das Ausmaß von Zwangsheirat hat man deutschland- weit kaum gesicherte Daten.
    [..]Eine Studie der UNICEF hat ergeben, dass weltweit jedes Jahr Millionen von Mädchen bereits vor oder kurz nach ihrer Pubertät verheiratet werden.

    In diesem Blog stelle ich überwiegend die politisch und gesetzlich gewollten Ungleichbehandlungen von Männern und Frauen zu Lasten der Männer dar.
    Männer sind bei unseren Politikern grundsätzlich Täter, während Frauen stets als Opfer präsentiert werden.

    Ich hoffe, das ich mit meiner Erklärung die Intention zum eingestellten Bild näher bringen konnte.

  5. Staatsministerin Böhmer: „Rückkehrrecht für Opfer von Zwangsheirat ist ein wichtiges Signal: Wir lassen niemanden allein“

    „Der heute vom Bundeskabinett verabschiedete Gesetzentwurf zu Zwangsverheiratungen setzt ein deutliches Zeichen: Zwangsverheiratung ist eine Menschenrechtsverletzung, die wir mit aller Entschiedenheit bekämpfen. Deshalb muss Zwangsheirat als ein eigener Straftatbestand unter Strafe gestellt werden. Zugleich ist der Gesetzentwurf das Signal in die Gesellschaft: Wir lassen niemanden allein!“

    http://www.bundesregierung.de/Content/DE/Pressemitteilungen/BPA/2010/10/2010-10-27-ib-zwangsheirat.html

    Im kompletten Beitrag kommen nur Frauen und Mädchen vor. Jungen und Männer interessieren nicht, auch wenn der Gesetzesentwurf neutral gestaltet ist.

    Letztendlich bin ich der Meinung, das dieses Thema sehr diffizil ist. Es gibt Länder, wo es kein der BRD annähernd ähnliches Versorgungssystem gibt und dort herrschen nun mal andere Sitten. Aus unserer Sicht ist dieses m.E. schwierig zu beurteilen.

  6. Christine Benkö

    @fkblog

    trotzdem muss man nicht alt Klamotten wieder ausgraben.

    Im Fall der Beiden war es überhaupt keine Zwangsehe, wie gesagt, ich kenne beide Familien persönlich.

    Da es in vielen Ländern der Welt noch Zwangsehen gibt weiss ich sehr wohl, das berechtigt euch aber nicht ein Bild hereinzustellen welches

    a) nicht der Aktualität

    und

    b) nicht der Wahrheit entspricht.

    Vielleicht wäre es angebrachter euere Informationen aus plausiblen und vor allem aktuellen Anlässen zu holen, Zwangsehen gibt es in Rumänien seit mindestens 20 Jahren nicht mehr. Auch nicht inoffiziell!

    Traurig wie auf solchen Seiten der Ruf eines Landes geschädigt wird, welches bereit ist der EU beizutreten, vor allem etwas dafür beiträgt um angenommen zu werden!

    „Aus unserer Sicht ist dieses m.E. schwierig zu beurteilen.“- das will ich auch nicht beurteilen, aber dann POSTET etwas bitte nicht mehr wenn ihr selber nicht genügend Informationen habt. Gerüchte haben der Welt leider viel zu oft geschadet.

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