Medizinische Aufnahmetests enthalten zu viel „männlich konnotiertes Wissen“

medizin-aufnahmetest-eignungstest-uni-wien1Michael Klein und Heike Diefenbach haben auf ihrem Blog ScienesFiles einen Beitrag zu österreichischen Medizintests geschrieben, in dem sie einen Bericht des „Standard“ von drei Autorinnen auseinander genommen haben. Diese begründen das schlechtere Abschneiden der Frauen damit, dass die Tests auf „männlich konnotiertem Wissen“ beruhen.

Interessant ist in diesem Zusammenhang, dass man die Tests nach den ersten Feststellungen der „Diskriminierung“ von Frauen verändert und einen Block hinzu genommen hat, der die soziale Kompetenz mit einbezieht – das bestätigen sogar die Autorinnen. Allerdings bräuchte man diesen Teiltest nur mittels ankreuzen bewerkstelligen, woraus die Autorinnen u.a. eine Zugangsbeschränkungen nur für Frauen sehen, die selbstverständlich diskriminierend ist.

Des Weiteren bemängeln sie, dass die Statistik zwar besagt, dass knapp 54,1 Prozent der Studierenden Frauen sind, aber anscheinend ist das immer noch nicht genug. Da fragt man sich wirklich, was wollen die eigentlich? Bei den Zahlen kann man ja fast schon von einer ausgeglichenen Quote sprechen.

Am Ende des Artikels schreiben sie, dass Aufnahmetest niemals fair sein können, weil es auch noch andere Faktoren als die Abgefragten gibt. Tja, da mag sogar etwas dran sein, wenn man bedenkt, dass es z.B. Menschen mit fatalen Prüfungsängsten gibt, aber das gilt dann ebenfalls für beide Geschlechter.

Österreich: männlich konnotiertes Wissen und weiblich konnotierter Unsinn

[..]Dann haben wir die Tastatur bedient, um einen männlich und weiblich konnotierten Post in php zu übersetzen.

Denn: Was sie alle nicht wissen: Es gibt männlich konnotiertes Wissen. Wenn Sie einen Mann etwas fragen, und er weiß die Antwort und wenn sie eine Frau dieselbe Frage fragen und sie weiß die Antwort nicht, dann haben sie nach männlich konnotiertem Wissen gefragt. Wissen beide die Antwort, dann ist das Wissen geschlechtsneutral.[..] ScienesFiles

Der Link zum Artikel der drei Autorinnen ist auch im Beitrag von ScienesFiles enthalten.

Aktuell sind es 873 Kommentare, wobei anscheinend sogar noch gelöscht wurde, dass hat schon was. Die Autorinnen haben ganz schön etwas auf die Mütze bekommen. Hier ein interessanter Kommentar zu den 3 Grazien:  😉

Die Autoren sind weder fähig analytisch zu Denken oder richtig (iSv logisch oder rational) schlusszufolgern noch machen sie einen recht empathischen Eindruck auf mich. Besitzen also weder „eindeutig“ männliche noch „eindeutig“ weibliche Eigenschaften. Aber ich reg mich da gar nicht mehr auf.

Im letzten ÖH-„Wahlkampf“ sind ein Kollege und ich mit einer der Autorinnen zusammengekracht. Nachdem ihr die Argumente ausgegangen waren hat eine ihrer Leidensgenossinen meinen Kollegen indirekt als Sexist beschimpft. Sie haben aber ziemlich schnell eingesehen, dass diese Bemerkung nicht hilfreich war und sich anschließend entschuldigt und versucht, das Thema zu wechseln. Der Standard

In den Kommentaren habe ich auch noch die Aussage gefunden, dass in der Schweiz der gleiche Test erbracht werden muss und dort die Quotenverteilung ungefähr gleich ist. Man wundert sich darüber…

Nun gibt es beim Standard seit heute morgen eine Antwort als eigenen Beitrag. Der hat natürlich noch nicht so viele Kommentare:

Puppen- und Baukastenquoten für Kinder

„Soziales Entscheiden“ kann „männlich konnotiertes Wissen“ beim Medizin-Aufnahmetest nicht ersetzen

Mehr als die Hälfte der Studienanfänger an den heimischen Medizinuniversitäten ist weiblich. Doch obwohl 51 Prozent der Erstsemestrigen Frauen sind, gibt es in feministischen Kreisen einen Aufschrei über ein angebliches „männliches Elitenprivileg“ im Medizinstudium. Der Grund dafür liegt in der Tatsache, dass prozentuell mehr Frauen als Männer am Aufnahmetest, der heuer durch den Bereich „Soziales Entscheiden“ ergänzt wurde, gescheitert sind: 58 Prozent der Bewerber waren weiblich.[..] Der Standard

In einem Kommentar steht z.B.:

Die Matura ist für die Testvorbereitung bei weitem nicht ausreichend. (Würde auch die Sinnhaftigkeit der Testung ad absurdum führen weil dann kann ich gleich die Matura Noten hernehmen = Numerus Clausus).

Vorallem der Wissenstest ist in erster Linie eigentlich ein Motivationstest.

Was aber offenbar viele hier nicht in der Lage sind zu kapieren ist, dass Frauen aufgrund des Testtermins sehr zeitnahe an der Matura bereits einen statistischen Nachtteil haben, der meiner Meinung nach zuallererst zu eliminieren wäre bevor man irgendwelche Schlussfolgerungen ziehen kann. Der Standard

Wenn der Wissenstest vor allen Dingen ein Motivationstest ist, dann sind die Frauen halt nicht entsprechend motiviert und das soll nun diskriminierend sein?

Wenn ich mich nicht irre, dann müssen die Jungs nach der Matura erst ihren Bundeswehrdienst ableisten, womit das auf dem Gymnasium erworbene Wissen nicht mehr so frisch ist wie das der Mädels, die sofort diesen Eignungstest absolvieren können. Demnach werden ja eher die Jungs bei den Test diskriminiert, so sehe ich das zumindest. Wieso aber laut dem Kommentar Frauen auf Grund der Zeitnähe benachteiligt seien, erschließt sich mir beim besten Willen nicht. Dabei wurde noch gar nicht berücksichtigt, dass Jungen in allen Schularten nachweislich diskriminiert werden und ebenfalls nachweislich schlechtere Noten erhalten.  Daher kommt dann auch der wesentlich höhere Anteil von Frauen in Deutschland beim Medizinstudium, alleine auf Grund des Numerus Clausus. Das finde ich allerdings wesentlich ungerechter.

Davon abgesehen, der Quotenschnitt ist doch letztendlich gut für Frauen, denn immerhin kommen 51 % durch, was doch den Gleichstellungsfanatikern recht sein müsste. Verstehe das Gejammere, wer will…

Medizin-Aufnahmetest: Frauen bevorzugt
Frauen schneiden erneut schlechter ab

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6 Kommentare.

  1. Das alte Lied: Schneiden Frauen schlechter ab werden sie diskriminiert, schneiden sie besser ab werden Männer aber auf keinen Fall, niemals, nie, nicht diskriminiert!
    Halt §1 und 2!
    § 1 Frauen werden diskriminiert!
    § 2 Werden Frauen nicht diskriminiert, gilt §1!

    Der niedersächsische Landesverband des Freien Verbandes deutscher Zahnärzte (FVDZ) forderte vor Kurzem allen Ernstes eine MÄNNERquote fürs Studium der Zahn-, Mund- und Kieferheilkunde, da es inzwischen in einigen Jahrgängen dieses Studium überhaupt keine männlichen Studenten mehr gibt und der FVDZ durch die andere Lebensplanung von Frauen (eher Halbtagsbeschäftigung, Kinderausfallzeiten [womit so manches mal die Berufsausübung generell beendet wird] , Beschäftigung an Kliniken bevorzugt, statt eigener niedergelassener Praxis, etc.) mitelfristig die (wohnortnahe) zahnärztliche Versorgung gefährdet sieht!

    Die zu erwartende Reaktion kam prompt! Eine Männerquote ginge garnicht, die wäre ja frauendiskriminierend!
    Stattdessen die altbekannten Forderungen: Bessere Vereinbarkeit von Kindern und Beruf (bei Selbstständigen in eigenem Unternehmen (Praxis)!!!??? Wer bezahlt das?) usw.
    Hach, es war so herrlich entlarvend!

  2. Da muss ich dir absolut Recht geben, denn bei den Tests, besonders in Österreich, hat man das Gefühl, dass man Frauen um jeden Preis loswerden möchte, LG und Danke für den Beistand Sabine 🙂

  3. Ich komme noch aus der „Kreidezeit“, musste also auch Wehrdienst (BRD) ableisten. Dieses eine Jahr zwischen Abitur und Studienbeginn hat mich insbesondere in hoeherer Mathematik unglaublich zurueckgeworfen. Musste zwar keinen Eingangstest machen (technisches Studium), aber habe mehr als ein Jahr gebraucht um den Wissensstand vom Abitur wieder her zu stellen.

    Die Phantasie feministischer Argumente ist (wie die menschliche Dummheit) grenzenlos.

  4. Die Quotenerfüllung wird auch von vielen falsch aufgefasst und resultiert genau in das was ihr oben beschreibt. Zumindest ist das meine Deutung der Probleme!

  5. Egil Skallagrimson

    Die Regierung in Deutschland und weitere deutschfeindliche Kraefte wuenschen sich einen Buergerkrieg in Deutschland, damit sie dann eine totalitaere Diktatur errichten koennen. Man sehe sich nur einmal an, was die Antifa aktuell liest

    [HANS VON DACH – DER TOTALE WIDERSTAND]
    https://linksunten.indymedia.org/de/system/files/data/2015/10/5210541085.pdf
    https://linksunten.indymedia.org/de/node/154526

    [PRISMA – PRIMA RADIKALES INFORMATIONS SAMMELSURIUM MILITANTER AKTIONEN]
    https://linksunten.indymedia.org/de/node/23028
    https://archive.org/details/PrismaFruhjahr2010
    http://xqz3u5drneuzhaeo.onion/users/prisma/Prisma.pdf
    http://thepiratebay.org/torrent/5664087/prisma

    Bereits frueher hatten Regierungen keine Skrupel mit verdeckten Mitteln gegen den Gegner vorzugehen. Hier ein paar von den Regierungen offiziell freigegebene Dokumente

    [THE WWII SPECIAL OPERATIONS EXECUTIVE TRAINING MANUAL – AGENTENAUSBILDUNG GEGEN DAS DEUTSCHE REICH]
    https://ironwolf008.files.wordpress.com/2010/07/the-wwii-soe-training-manual-rigden.pdf

    [TM 31 210 IMPROVISED MUNITIONS HANDBOOK – FUER AGENTEN IM AUSLAND UM SICH EIGENE AUSRUESTUNG HERZUSTELLEN]
    https://archive.org/details/milmanual-tm-31-210-improvised-munitions-handbook

    [CIA IMPROVISED SABOTAGE DEVICES – VORSCHRIFT FUER ZIVILEN UNGEHORSAM GEGEN GEGNERISCHE INFRASTRUKTUR]
    http://www.survivalcentral.net/wp-content/uploads/2011/02/CIA-Improvised-Sabotage-Devices.pdf

    [STEN SUBMACHINE GUN, 9-millimetre – WURDE IN UNTERGRUNDWERKSTAETTEN HERGESTELLT UM PARTISANENKRIEG GEGEN DEUTSCHLAND ZU FUEHREN]
    https://ironwolf008.files.wordpress.com/2010/07/sten-gun-mk2.pdf

    Diese Angaben dienen der Information zu was Staaten faehig sind, wenn es um Machterhalt und Machtausbau geht. Schuetzt euch vor diesen Wahnsinnigen, aber bleibt friedlich. MAN WILL UNS HIER EINEN KRIEG AUFZWINGEN!!!!!!!

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