Männer- und Jungenvergewaltigung als grausame Kriegswaffe

Zunächst einmal möchte ich auf ein Video mit dem Thema: Männer als Missbrauchs­opfer von sexuell motivierter Kriegsgewalt = „Kulturelle Destabilisierung“ hinweisen. Am Ende dieses Beitrages berichte ich noch über die aktuellen Vergewaltigungen an Jungen, begangen von französischen UN-Soldaten. 

Ein Zusammenschnitt aus dem Dokumentarfilm „Taxi zur Hölle“, ausgestrahlt auf ARTE am 08.10.2010.

Aus der Beschreibung zum Youtube-Video:

Im Gegensatz zu den Medienkampagnen über die Vergewaltigungen von Frauen in Kriegsgebieten wird die sexuelle Gewalt an Männern durch Soldatinnen und Soldaten explizit verschwiegen, obwohl das quantitative Ausmaß seriösen Schätzungen zufol­ge um ein Vielfaches höher ist. Während bei Frauen auch eindeutige Begriffe wie „Vergewaltigung“ verwendet werden, wird die sexuelle Gewalt gegen Männer durch Begriffe wie „Kulturelle Destabilisierung“ kaschiert und damit der bewußten Wahrneh­mung entzogen. Dabei sind Männer in kriegerischen Auseinandersetzungen immer schon bevorzugt an den Genitalien gefoltert, durch Verstümmelungen gedemütigt oder durch Vergewaltigung und sexuellen Mißbrauch beschämt und traumatisiert worden. Männer und die Integrität männlicher Sexualität scheint allerdings – wie immer – nicht einmal ansatzweise schützenswert zu sein.

Männervergewaltigung als grausame Kriegswaffe

Sexuelle Gewalt gegen Männer wird weltweit als Kriegswaffe eingesetzt – doch kaum jemand spricht über die grausamen Taten. Gerade den Opfern fällt es schwer, das Tabu zu brechen und ihre Erlebnisse in Worte zu fassen: Ein Mann, er heißt Job, hält seinen Kopf zwischen den Händen und blickt beschämt auf den Boden, als er leise und traurig zu sprechen beginnt: „Ich wurde von Soldaten festgenommen und ins Gefängnis gebracht. Dort fesselten zwei Soldaten meine Hände und Beine und vergewaltigten mich, einer nach dem anderen.“

Er schrie, aber niemand half. Nach einiger Zeit fiel Job in Ohnmacht, der Schmerz war einfach zu stark. Die gleiche Szene wiederholte sich über Wochen immer und immer wieder. „Ich habe die ganze Zeit geblutet“, sagt Job.[..] T-Online und PDF

Vergewaltigung von Männern in Kriegsgebieten
Die unaussprechliche Katastrophe

Sexuelle Gewalt als Waffe kommt fast überall dort zum Einsatz, wo sich Menschen bekriegen. Opfer sind in der öffentlichen Wahrnehmung vor allem Frauen – doch auch Männer werden systematisch vergewaltigt. Einer von ihnen ist der Kongolese Charles Kasereka: die Geschichte eines Mannes, der an seinem Martyrium zerbro­chen ist. [..] Süddeutsche

Weil etliche Berichte oftmals nicht mehr abrufbar sind, habe ich auch diesen Artikel als PDF gespeichert. Zum Schluss noch ein vor kurzem erschienener Artikel aus der Süddeutschen.

Nach dem Folter-Skandal von Abu Ghraib
Lynndie England zeigt keine Reue

Der Fall erregte weltweit Aufsehen: Eine junge Frau misshandelte gefangene iraki­sche Soldaten in Abu Ghraib, musste dafür ins Gefängnis und wurde schließlich unehr­enhaft aus der US-Armee entlassen. Entschuldigen will sich Lynndie England aber bis heute nicht dafür. Ganz im Gegenteil, sie rechtfertigt ihre Taten sogar.[..] Süddeutsche

Solche Denke kann man einerseits nicht begreifen, aber anderseits sehe ich das als Folge der Kriegspropaganda und entsprechender Hollywood Produktionen.

Das Männer in afrikanischen Ländern gerne als Kriegsbeute vergewaltigt und ermor­det werden, wurde bereits vor langer Zeit festgestellt. Leider finden solche Tatsachen eher in Foren und Blogs ihren Niederschlag, aber selten in die Presse. So schrieb Jemand im Forum Femdisk.com (welches leider nicht mehr existiert) zum Krieg im Kongo folgendes:

“Jeden Tag untersuchten wir Belege für die Morde: Kastrierte Männer, die man verblu­ten lässt, Männer denen die Ohren abgeschnitten und die Au­gen ausgestochen wa­ren, abgebrannte Hütten, in denen Leute einge­schlossen worden waren, Kinder mit eingeschlagenen Gesichtern, […]. Jeden Tag wurden Frauen aus den IDP-Lagern geschickt, um Feuerholz und Wasser zu besorgen, trotz des konstanten Risikos, vergewaltigt […] zu werden. Sollten Männer in der Lage sein, sich aus dem Lager zu ent­fernen, riskierten sie Kastration und Mord. So entscheiden sich Familien, dass Vergewaltigung das kleinere Übel ist.”

“Wenn sie die Camps verlassen, sind Frauen anfällig für Angriffe und Vergewalti­gung. Darüber werden wir korrekt informiert. Kastration und Genital­folter an Männern werden ebenfalls , wie Vergewaltigung, als ein Mittel des Terros benutzt […], aber wir werden selten darüber informiert. Es gibt z.B. keine Erwähnung von Amnesty International oder Human Rights Watch über die Benutzung von Kastration als “eine Kriegswaffe” oder “ein Mittel des Terrors”, weder im Darfur noch im Kongo.”  

Eingestellt habe ich das in dem BeitragVN-Sicherheitsrat: Frieden braucht Frauen„.

Diese Berichte sind zwar etwas älter, haben aber an Aktualität sicherlich nichts verlo­ren. Wie vor ein paar Tagen bekannt wurde, haben sich sogar UN-Soldaten, diesmal nicht an Männern, sondern an Jungen vergangen. Diese Tatsache an sich ist schon schlimm genug, aber die deutsche Lügenpresse setzt dem ganzen noch die Krone auf, indem sie durchgehend von Kindern als Vergewaltigungsopfer schreiben. Natür­lich ist das nicht gelogen, der Unterschied besteht lediglich darin, das Jungen als Opfer nicht explizit erwähnt werden, Mädchen hingegen immer. Hadmut Danisch hat das in seinem Blog auf den Punkt gebracht.

Jungen oder Kinder missbraucht?

Da gab es ja nun laut Presse einen Vorfall, bei dem französische Soldaten in der zentralafrikanischen Republik hungernde Kinder zu Sex erpresst haben sollen.

Während in der ausländischen, englischsprachigen Presse (insbesondere Original-Artikel des Guardian) aber von „boys” die Rede ist, steht in der deutschen Presse praktisch durchgehend (soweit ich mal rumgegoogelt habe) nur, dass „Kinder” missbraucht wurden. Siehe beispielsweise SPIEGEL, Tagesschau, Welt. Beim Spiegel steht lediglich, dass es um Oral- und Analsex ging, woraus der aufmerksa­me Leser sich was denken kann. Meist wird in der Presse aber nicht mal das er­wähnt.[..] Hadmut Danisch

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