Kirche erlaubt Nonnen die Pille

Einsatz von Verhütungsmitteln · Kirche erlaubt Nonnen die Pille
Die Forderung klingt provokant: Australische Wissenschaftler wollen Ordensfrauen die Pille verschreiben – um ihr Krebsrisiko zu verringern. Ob das ihr Leben verlängert, ist fraglich. Die Kirche jedenfalls hat nichts gegen den Einsatz der Verhütungsmittel. Spiegel

Unabhängig von den Nebenwirkungen, die jedes Medikament enthält, frage ich mich trotzdem, wie sich das mit dem Glauben an Gott vereinbaren läßt? Davon abgesehen hat eine Klosterstudie heraus gefunden, das Frauen auch unter Ordensmitgliedern immer noch eine geringfügig höhere Lebenserwartung haben.

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1 Kommentare.

  1. Studien wie die zu den krebs“verhütenden“ Nonnen sind in der Regel recht fragwürdig, da sie entweder an klar abgegrenzten Gruppen vorgenommen wurden, die keine oder wenige andere Medikamente einnahmen (weil sonst deren Wechselwirkungen sich nicht mehr herausrechnen lassen) oder aber sie scheitern dann bei der Umsetzung in die Praxis, weil bei jeder Frau, Nonne oder nicht, sowohl das absolute (genetisch veranlagte) wie auch das relative Krebsrisiko auch noch davon abhängig sind, welche Zusatzmedikation sie erhalten. Zusätzlich wäre die Frage zu untersuchen, ob die Vergleichsgruppen hinreichend vergleichbar waren – Nonnen z.B. rauchen sicherlich wesentlich weniger als der Durchschnitt aller Frauen. Daher sterben unter den normaen Frauen schon einige Geschlechtsgenossinnen an anderen Krebsarten weg, bevor sie dann mit den Nonnen, die alle noch nicht an etwas anderem verstorben sind, verglichen werden und die daher andere Krebsinzidenzen aufweisen dürften.

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