Jungens sind nur noch Dreck wert

©by Andreas Morlok/Pixelio.de

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und Männer sowieso. Ich bin so wütend, wie schon lange nicht mehr. Einen Gesundheitsbericht nur über Frauen und Mädchen nenne ich schlicht Geschlechterrassismus. Wie konnte es soweit kommen, das sich dieser weltweit etablieren und unverhohlen darüber berichtet werden kann? Hier zunächst einmal die Pressemitteilung des Bundesgesundheitsministerium.

Mit dem heute veröffentlichten Bericht zur globalen Gesundheit von Frauen legt die Weltgesundheitsorganisation (WHO) erstmals eine weltweite Bestandsaufnahme der gesundheitlichen Situation von Frauen und Mädchen vor. Obwohl die Datenlage in einigen Bereichen noch nicht vollständig ist, werden insbesondere Gesundheitsrisiken bei Frauen aufgrund sozialer, kultureller und geschlechtsbedingter Benachteiligungen deutlich. Viele Erkrankungen, Behinderungen und Todesfälle wären vermeidbar, wenn auch für Frauen der Zugang zu einer angemessenen Gesundheitsversorgung sichergestellt würde.

Nur durch die gemeinsamen Anstrengungen aller Mitgliedstaaten der WHO kann die Gesundheit von Frauen weltweit verbessert und können die Milleniumsentwicklungsziele, z.B. zur Müttergesundheit und Gleichstellung der Geschlechter erreicht werden. Der Weltfrauengesundheitsbericht macht zugleich deutlich: Wer die gesundheitliche Situation von Frauen und Müttern verbessert, stärkt zugleich auch die Familien und die Gesellschaft, in der sie leben [hier]

Ob dieser Mitteilung bin ich fast ohnmächtig vor Zorn. Erst letztens habe ich der Homepage irgendeiner deutschen Stadt entnehmen können, das sich Gleichstellungsbeauftragte nur für die Belange von Frauen und Mädchen interessieren. Daraufhin schrieb ich diese Frau an und als Antwort bekam ich lediglich ein blabla zurück.

Wie man beispielhaft der unten eingefügten Grafik der Amerikaner entnehmen kann, sterben Männer immer noch früher als Frauen, bei schwarzen Männern sieht die Bilanz noch schlimmster aus. Aber nicht nur diese Tatsache regt mich auf. Viel unverständlicher ist für mich, das man auch noch bei Kindern separiert. Demnach sind nicht nur Frauen mehr wert als Männer, sondern Mädchen auch mehr wert als Jungen. Wann hört dieser Geschlechterrassismus endlich auf?

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Eine Grafik über die weltweite Sterblichkeit der Menschen ist mir nicht bekannt, deshalb füge ich noch einen Link ein, der zumindest die Zahlen aller Länder präsentiert. Auch aus dieser geht klar hervor, das Männer bis auf eine Handvoll Länder, immer noch früher als Frauen sterben. Mein Dank geht an Oliver, der mir diese Liste mangels Englischkenntnisse zugeschickt hat [hier]

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12 Kommentare.

  1. Moment mal…. ich möchte ausdrücklich betonen, dass ich auf Deiner Seite bin was die gesellschaftliche Benachteiligung von Jungen und Männern betrifft, aber:

    Schaue ich mir die Grafik an, fällt auf dass über den gesamten Zeitraum von 1975 – 2006 die eingezeichneten Graphen von „White Male“ und „White Female“ nahezu parallel zueinander verlaufen. Das bedeutet, dass die Lebenserwartung von Männern und Frauen gleichermassen GESTIEGEN ist. Der einzige Unterschied ist, dass die Lebenserwartung von Männern über den abgebildeten Zeitraum GLEICHBLEIBEND ca. 7 Jahre niedriger ist. Das kann die verschiedensten Ursachen haben – härtere Arbeit, soziale Benachteiligung gegenüber Frauen usw.etc. – der Punkt ist aber, dass diese Ursachen der niedrigeren Lebenserwartung über die letzten 30 Jahre hinweg NICHT tödlicher geworden sind. Wenn das so wäre, müsste die Kurve der männlichen Lebenserwartung im Verlauf der Zeit nach unten abbiegen (und wäre damit nicht mehr parallel zur Kurve der Lebenserwartung der Frauen). Eine Aussage dass Männer „immer früher sterben“, ist dieser Graphik also nicht zu entnehmen.

    Wie gesagt, ich bin auf Deiner Seite, aber diese mathematische Kurve taugt für Dein Argument nichts… die Kurve sagt einfach aus, dass die Lebenserwartung sowohl von Frauen als auch von Männern gestiegen ist, mit dem Unterschied dass Männer gleichbleibend (etwa 7 Jahre eher) früher sterben.

  2. @Michael:
    Das Sprachverständis zu korrigieren: Statt “ Männer sterben immer früher“ wäre verständlicher und der Aussage entsprechend „In fast allen Fällen sterben Männer früher als Frauen“.
    Das ist die Aussage, da kann man dahinter stehen.

  3. Hallo Michael,

    vielen Dank für Deinen Beitrag. Deinen Einwand verstehe ich irgendwie nicht so richtig. Die zusätzlichen Gelder alleine für Frauen und Mädchen können doch höchstens dafür sorgen, das die Differenz der Lebenserwartung noch viel größer wird, als diese ohnehin schon ist. Ob die Lebenserwartung bei allen Geschlechtern gestiegen ist, spielt dabei doch keine Rolle. Rein theoretisch müssten doch erst einmal zusätzliche Gelder für Männer und Jungen Gesundheit ausgegeben werden, bis eine Angleichung der Lebenserwartung statt gefunden hat. Vielleicht kannst Du mir Deinen Einwand nochmals erklären, so das auch ich ihn begreife 😉

    Gruß – Christine

  4. Hallo Christine,

    natürlich müsste das Geld anstatt für Frauen für Männer ausgegeben werden, um deren Lebenserwartung der Lebenserwartung von Frauen anzugleichen. Da stimme ich Dir vollkommen zu. Das ist aber auch gar nicht der Punkt, auf den ich aufmerksam machen möchte.

    Ich möchte einzig und allein darauf aufmerksam machen, dass man nicht eine Grafik mit dem Hinweis bringen kann: „Schaut her, Männer sterben _immer früher_“, wenn die Grafik in den dargestellten Daten diese Aussage gar nicht enthält!

    Ein Beispiel: Männer WÜRDEN immer früher sterben, wenn 1975 der Abstand der durchschnittlichen Lebenserwartung noch 7 Jahre war (Männer 70 Jahre, Frauen 77 Jahre), im Jahre 2006 dann aber auf 10 Jahre angewachsen wäre (Männer 72 Jahre, Frauen 82 Jahre). Der Abstand zwischen der „White Male“ und der „White Female“ – Kurve müsste sich also erhöhen, und nicht gleich bleiben. Das ist aber nicht der Fall.

    Wenn man übrigens ganz genau hinguckt, nähert sich der Abstand zwischen beiden Kurven sogar ein ganz klein wenig (ca. 1 Jahr) an. Männer sterben demnach nicht mehr 7 Jahre früher, sondern nur noch 6 Jahre. Wenn also nicht so viel Geld für „Frauengesundheit“ ausgegeben würde, hätten wir Männer die Frauen wahrscheinlich schon eingeholt.

  5. @Michael
    Christines Aussage ist nicht ganz falsch, wenn man nur den Zeitraum der Betrachtung vergrößert.
    1920 lebten US-Ameriknaerinnen nur 1 Jahr länger im Schnitt als US-Amerikaner.
    Damals herrschte gesundheitspolitisch fast Gleichstellung.
    Frauen haben biologisch. laut Klosterstudie von Prof. Luy, einen Überlebensvorteil von 6 Monaten bis zu einem Jahr.
    Bei uns leben sie rund 6 Jahre länger im Schnitt als Männer.

    Es ist traurig, zu beobachten, wie erfolgreich antimännlicher Sexismus auch international zunehmend wird.
    Was hat denn die WHO daran gehindert, auch die Gesundheitssituation der Jungen/Männer zu erfassen?
    Will man das nicht, weil dann herausgekommen wäre, dass in fast allen Ländern der Welt Jungen/Männer vor Mädchen/Frauen sterben?
    Ein solches Ergebnis passte natürlich zum Opfernarzissmus der feministischen Internationale und ihrer Frauenprivilegierungsagenda.
    Auch hier: ES GEHT FEMINISTINNEN NICHT UM GLEICHSTELLUNG.
    Sondern um Frauenprivilegierung.
    Es wäre kaum mehr Aufwand gewesen, auch die Situation der Jungen/Männer zu erfassen und darzustellen.
    Aber nein, das interessiert nicht.
    Wie im Inland (keine Studie über die Opfererfahrungen von Jungen/Männern in Partnerschaften, kein Gesundheitsbericht fürJungen/Männer, trotz 6 Jahre geringerer Lebenserwartung, keine Studie über die Bildungssituation von Migrantenjungen, nur eine über Migrantenmädchen usw.), so immer mehr auch international.
    Es ist wirklich zum Kotzen.

    Und unser Bundesministerium, das nichts unternimmt, um Männergesundheit speziell zu fördern – trotz geringerer Lebenserwartung der Männer wird für Frauengesundheit mehr ausgegeben als für Männergesundheit – das keinen Männergesundheitsbericht, wohl aber einen Frauengesundheitsbericht vorlegt, dieses Bundesfrauengesundheitsministerium sorgt sich um die GLEICHSTELLUNG der Mädchen/Frauen weltweit und kümmert sich einen feuchten Kehricht um die Gleichstellung der Jungen/Männer im eigenen Land.

    Was für eine Verlogenheit.
    Eigentlich kaum glaublich, wie schweigend-gleichgültig die Öffentlichkeit, die Männer in diesem Lande, den immer rabiater werdenden feministischen Geschlechteregoismus hinnehmen.

  6. Michael ist ein Troll, der will nicht begreifen. Nicht mehr drauf eingehen. Ich habe es schon erläutert, und wenn einer etwas Missverstehen will, dann ist Diskussion nicht fruchtbar.
    Dont feed the Troll.

  7. @rechtlos

    Was soll denn diese Unterstellung, bloß weil jemand mal eine nicht ganz eindeutige Textstelle nennt wird er gleich beleidigt. Michael hat lediglich und das übrigens sachlich gesagt, dass Männer nicht „immer früher“ sondern „immer noch früher“ als Frauen sterben und zwar bezogen auf die Grafik von Christine von 1975-2005. Christines Aussage bezieht sich aber nicht auf die Grafik sondern auf die Tabelle im Link. Die Ausage von Christine war: In fast allen Ländern sterben Männer früher als Frauen, die Grafik diente lediglich als Bsp für ein Land und nicht als Beweis, das in den einzelnen Ländern selbst Männer immer früher sterben (übersetzt, der Abstand immergrößer wird). Michael hat die Passage lediglich falsch interpretiert, kann ja mal passieren

  8. @ Michael

    Das immer bezog sich natürlich auf die betrachteten Zeiträume und ich gebe zu, das ich das missverständlich ausgedrückt habe. Manchmal fällt der Groschen halt langsam 😉
    Ansonsten an Alle mein Dank zu den Korrekturen.

    Gruß – Christine

  9. @rechtlos: Ich könnt‘ mich jetzt natürlich heftigst über Deine typisch-trollige Unsachlichkeit aufregen, aber dann wäre ich ja wieder ein Troll, gell? 😉

    Ansonsten: Es geht doch einfach nur um die ‚Qualitätssicherung‘ unserer Argumente. Hier lesen sicherlich auch Personen der Gegenseite mit, und denen fällt das, wa mir auffällt, sicherlich auch auf.

  10. Hallo Michael,

    mit Deiner Anmerkung der Qualitätssicherung hast Du recht, diese stelle ich auch an mich selber. Das Menschen Fehler machen, ist allseits bekannt und so habe ich auch kein Problem damit, wenn ich berechtigte Kritik erhalte.
    Ich würde mich daher freuen, wenn – nicht nur – Du auch in Zukunft evtl. vorhandene Fehler bemängelst.

    Gruß – Christine

  11. @Christine & Michael

    Sorry, wenn ihr meine Anmerkung befremdlich findet, aber ich sehe genug im gelben und in anderen Foren, wenn Peoples wie Isi anfangen, sich an Kleinigkeiten aufhängen, die Bewußt und gewollt falsch interpretiert werden. Da mache ich nicht lange und geduldig mit. Wir wollen in der Sache weiterkommen, und da sind Grabenkämpfe um einen Wortlaut, der im Kontext richtig zu interpretieren wäre, kontraproduktiv.
    Bei vielen Dingen ist eine einmalige Erwähnung ausreichend, ein Sich-Festbeissen nervt mich einfach nur. Da gibt es einmal eine Antwort, und dann Feuer.
    Einfach, weil zu viele sind wie Isi

  12. @rechtlos

    Jetzt kann man bzw. ich Deine Reaktion nachvollziehen. Es wäre m.E. sowieso besser, wenn man mir eine Mail schicken und mich auf Fehler aufmerksam machen würde.
    Nichts für ungut.

    Gruß – Christine

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