In Gedenken an Horst Arnold

Beerdigung von Horst Arnold am 13.07.2012

Kommentar schreiben

39 Kommentare.

  1. War jemand auf der Beerdigung dabei?

    Mich würden Einzelheiten interessieren.

  2. Die Mutter hat erst letztes Jahr ihren Mann und nun ihren Sohn verloren. Was für Einzelheiten interessieren Sie denn da? Wieviele Tränen die Mutter vergossen hat? Sein Anwalt war da, auch seine Schwester, die Frauenbeauftragte, welche ihren Bruder darauf aufmerksam machte, dass mit Heidi Külzer was nicht stimmte. Gisela Friedrichsen war da, die Lokalpresse glänzte durch Abwesenheit. Insgesamt waren 50 Personen anwesend. Ich war mit Rainer und Christine und noch drei weiteren aus dem WGvdL-Umkreis anwesend.
    Wir haben von seinem Seelsorger und Freund erfahren, dass Horst Arnold auch nach Feststellung seiner Unschuld im Dorf nicht wieder akzeptiert worden ist. Für die Mutter muss das die Hölle gewesen sein. Wir sind alle tief beeindruckt. Denn es macht einen Unterschied, ob man nur im Internet solche Fälle verfolgt, oder ob man vor Ort mit dem Leid der Menschen direkt konfrontiert wird.

  3. Zitat:
    „Was für Einzelheiten interessieren Sie denn da? Wieviele Tränen die Mutter vergossen hat?“

    Was soll das? Warum schreiben Sie mir so einen Blödsinn?
    Wenn Sie auch nur ein einziges Mal in meinem Blog gelesen hätten, dann wüssten Sie, dass mich das Schicksal von Horst Arnold sehr berührt hat, in jeder Hinsicht, vor allem in menschlicher.
    Oder wie viele Opfer soll es noch geben, die von Falschbeschuldigerinnen, feministischen Ideologien und einer willkürlichen, unberechenbaren und rechtsbeugenden Justiz in den Tod getrieben werden?

    Für Herrn Arnold sollte ein Denk- oder Mahnmal errichtet werden.

  4. Aus moralischer Sicht, kann ich den wirschen und unverschämten ANTWORTKOMMENTAR von *Mus Lim* auch nicht nachvollziehen!
    Aber so sind die Menschen, solche Widerlinge, gibt es – wie man hier liest – nicht nur in der Justiz!

  5. Ich finde die Antwort von Mus Lim – bezogen auf die Frage Christian Landauers -, auch ziemlich daneben….

  6. Hallo zusammmen,

    ich fand die Rede des Pfarrers sehr allgemein. Auf die Umstände des Todes wurde nur kurz eingegangen. Es wurde viel von Gott geredet, der Mensch Horst Arnold stand meiner Meinung nach nicht so sehr im Vordergrund. Ich habe irgendwann auch nicht mehr genau zugehört, weil ich mit der katholischen Zeremonie nichts anfangen kann. Vielleicht war es für die Mutter und den anderen Angehörigen ein Trost.

    Christine

    Auf http://falschbeschuldigung.org und auf http://wikimannia.org wurde für Herrn Arnold ein stilles Gedenken hinterlassen.

    Noch etwas: Frau Friedrichsen hat mir berichtet, dass am Montag von ihr im Spiegel ein Bericht über das Justizopfer Horst Arnold gebracht wird. Obwohl ich selber den Spiegel nicht mehr kaufe, werde ich in diesem Fall eine Ausnahme machen. Ich fände es gut, wenn sich viele mit Leserbriefen melden würden.

  7. Mein aufrichtiges Beileid an alle Verwandten und Nahestehenden von Horst Arnold.

    Uns eint beide, Opfer einer Falschbeschuldigung geworden zu sein. Jedoch ist mir das Schicksal von Horst Arnold erspart geblieben, auch wenn meine Ex mit den Worten: „Dich mache ich fertig, dich bringe ich in den Knast!“ und ihren Strafanzeigen mit aller Macht auf ein solches Ende hingewirkt hat. Die Niedertracht einiger Frauen kennt keine Grenzen.

    Ich wünsche der Falschbeschuldigerin Heidi Külzer, dass ihr die Wahrheit bis ans Lebensende folgen möge. Nie soll sie zur Ruhe kommen. Auf Schritt und Tritt soll ihr der Hass und die Verachtung ehrlicher Menschen entgegenschlagen.

    Es gibt viele Horst Arnolds, aber er war der Bekannteste, der es geschafft hat, mit seinem Fall in die Öffentlichkeit zu gelangen. Genützt hat es ihm nichts, denn die verbrecherischen Strukturen des Feminismus haben bis zum Schluss verhindert, dass er entschädigt und wieder in seinem Beruf arbeiten darf. Deutschland ist voll von solchen widerwärtigen Feministinnen und wir alle sind dazu aufgerufen, im Interesse unserer Gesellschaft, diese vom Feminismus mit eisernem Besen zu reinigen.

    Jeder kann einen kleinen Teil zu diesem großem Werk beitragen: http://www.opfer-gewaltschutzgesetz.de.vu

    YK

  8. Lieber Yussuf, auch dein Schicksal bewegt mich sehr! Sehr traurig, dass diese Sorte *Frauen* zu den gesetzlichen Waffen greifen können, wie der Mörder zum naheliegenden Hammer!

  9. @Yussuf K.

    Ich gebe Dir zwar in gewissem Maße recht, nichtsdestotrotz müßte in diesen und anderen Fällen die Justiz in erster Linie an den Pranger gestellt werden. Exekutive und Judikative haben jämmerlich versagt. Jeder Mensch kann eine Anzeige stellen und normalerweise muss diese von den genannten Organen bewiesen werden. Wenn man allerdings grundlegende Rechte ignoriert und sogar das „in dubio pro reo“ ignoriert wird, dann ist einzig und alleine der Staat für Fehlurteile verantwortlich.

  10. @Christine:

    Korrekt! Der Staat gibt solchen Weibern (keine Frau!) erst die Waffen gegen unschuldige Männer in die Hand. Das Gewaltschutzgesetz ist der beste Beweis dafür, kehrt es doch bewusst die Unschuldsvermutung zu Gunsten solcher Weiber (keine Frauen!) um und ermöglicht es, unschuldige Männer per Falschbeschuldigung lebenslang zu ruinieren oder gar in den Tod zu treiben.

    Jura ist keine „Geheimsprache“ und wer sich auf das Niveau herab begibt, der wird irgendwann die Umgangssprache der Psychiatrie als Zweitsprache beherrschen und dem bürger-/männerfeindlichen System etwas Paroli bieten können.

    Der Staat ist das Machtinstrument der herrschenden Klassen. Sieht man sich all die Willkürurteile (keine Fehlurteile od. Justizirrtümer) an, dann erkennt man sehr schnell, dass nicht erst seit dem Mittelalter (Hexenverfolgung) der Staat massiv selbst gegen Recht verstößt und seine Bürger wissentlich selbst ausrottet. Das Hirn von Juristen ist in den letzten Jahrhunderten erodiert. Es gibt nur noch eine Handvoll Anwälte mit Moral und Berufsethos. Dazu zähle ich die Verteidiger von Herrn Kachelmann und Herrn Arnold. Den Rest könnte man bedenkenlos als Verbrecher in die Politik umsetzen.

  11. Die Journalistin Gisela Friedrichsen war da, der Rechtsanwalt Hartmut Lierow war da, ein anderer war extra aus Trier angereist. Wer also wollte, war vor Ort anwesend.

    Wem es wirklich wichtig ist, der wäre persönlich nach Aschbach gekommen und würde nicht aus der Ferne rummotzen. Dass Nichtanwesende von „Blödsinn“ fabulieren und unsubstantiiert rummotzen, regt mich nicht auf. – Aber so sind Menschen nun mal …

    Ich frage mich nur, warum sich die Mühe einer Antwort machen, wenn man dafür nur verbal eins in die Fresse kriegt.

    PS:
    * Memoria vestri – die Erinnerung an Euch! Der virtuelle Friedhof für den deutschsprachigen Raum: Horst Arnold

  12. @ScarlyGi

    Danke für das Bekanntmachen des Videos. Ich überlege gerade, ob ich es als extra Beitrag einstellen soll.

    Folgendes Video von ARD Brisant kannte ich auch noch nicht http://www.youtube.com/watch?v=g4Pe5S49nFs

    Christine

  13. @Christine ich hab bei diesem Video geweint das von Brisant und alle andren hab ich mir schon angesehn, danke Dir
    Scarly

  14. entschuldigt, hier ist wohl ein großer Fehler unterlaufen:
    Soweit ich informiert bin, hat der Richter Jürgen Dreyer erst einmal für Gerechtigkeit gesorgt, oder bin ich da falsch informiert?
    Hier die Kopie;

    Bitte um Überprüfung

    © Femokratie.com / wgvdl.com
    http://femokratie.com/in-gedenken-an-horst-arnold/

    Selten hat mich etwas so zorng gemacht, wie dieser Fall! Und wie selten, wünsche ich mir eine Verurteilung von:

    – der Falschbeschuldigerin StudRätin Heidi Külzer
    – dem Richter Jürgen Dreyer
    – und der Kultusministerin Dorothea Henzler

    Denn: Alle Drei haben sich schuldig gemacht an dem Tod eines Menschen!

    Widerlich!

  15. @Scarly
    Richter Jürgen Dreyer hat Horst Arnold freigesprochen, Richter Christoph Trapp hat ihn verurteilt.

    http://falschbeschuldigung.org/Horst_Arnold
    http://falschbeschuldigung.org/Christoph_Trapp

    Eine wichtige Rolle hat auch der Gutachter Lothar Staudt gespielt, der laut Spiegel-Bericht von Gisela Friedrichsen für seine am Fließband produzierten Expertisen berüchtigt sein soll. Lothar Staudt soll sich zu der Prognose verstiegen haben, das von Horst Arnold „auch in Zukunft ähnliche rechtswidrige Taten“ zu erwarten seien.

    Wer an diesem Thema ein großes Interesse hat, dem empfehle ich den Spiegel Nr. 29/2012, der am Montag erschienen ist.

  16. Liebe Christine,
    zum weiblichen Täter der sog. „Falschbezichtigung“ liegt im deutschsprachigem Raum keinerlei Untersuchung vor. Keine Stelle kann eine Auskunft über Ausmaß und Umfang dieses Deliktes geben. AGENS eV hat daher das Kriminalistische Institut im BKA schriftlich auf diese Missstände hingewiesen und die Durchführung einer Studie angeregt. Das BKA hat schriftlich abgelehnt und keine Notwendigkeit gesehen. Vor dem Hintergrund dieses aktuellen Falles sollte man hier vielleicht nocheinmal nachhaken.

  17. Liebe Christine, schaue bitte unter meinen kopierten Link oben, da ist wohl ein Fehler unterlaufen weil dort jemand Richter Dreyer bezichtigt. Danke, Scarly

  18. Steffen Arnold

    Hallo,

    vielen Dank für die Anteilnahme.

    Bruder von Horst Arnold.

    Steffen Arnold

  19. Justizmord wird verfolgt….

    Das LG Darmstadt ist das letzte was in der Justiz recht sprechen möchte.

    Anscheinend sind dort Volltrottel beschäftigt…..

    Sie haben mein Bruder auf dem Gewissen.

    Bis heute keine Beileid.

    Werde dafür sorgen, dass alles wie auch dieses Mail an Spiegel / Faz weitergeleitet wird.

    Sie haben versagt und eine ganze Familie ausgelöschst.

    Dies wird weitere Folgen haben.

    Hochachtungsvoll
    Steffen Arnold

  20. Unschuldig hinter Gittern
    Wie die deutsche Justiz ihre Opfer im Stich lässt

    Hunderte Menschen kommen jedes Jahr für Taten in Haft, die sie nicht begangen haben. Doch Hilfe können sie nach ihrer Freilassung nicht erwarten. Für das oft zerstörte Leben der Justizopfer hat der Staat nur 25 Euro Schadenersatz pro Gefängnistag übrig – und viele bürokratische Schikanen.

    http://www.sueddeutsche.de/panorama/unschuldig-hinter-gittern-wie-die-deutsche-justiz-ihre-opfer-im-stich-laesst-1.1456053

  21. RA Heinrich Schmitz

    „Freiheit“ – ist für Bundespräsident Joachim Gauck der zentrale Wert unserer Gesellschaft, für Marius Müller-Westernhagen „das einzige, was zählt“. In Art. 2 Abs. 2 Satz 2 GG wird die Freiheit der Person als unverletzlich bezeichnet und in der Nationalhymne besungen.

    Es scheint also eine allgemeine Übereinkunft zu geben, dass die Freiheit in unserem Staatswesen einen außerordentlich hohen Rang einnimmt, vermutlich den höchsten.

    Deshalb scheint es zunächst völlig absurd, sich zu fragen, welchen Wert die persönliche Freiheit in Euro, also welchen Preis sie hat.

    Dabei ist es offenkundig gesetzlich bestimmt, was eine Stunde Freiheit wert ist, nämlich exakt 1,04 € oder pro Tag 25.–€. Hätten Sie das gedacht ? Überlegen Sie mal, was Sie für 1,04 € pro Stunde sonst so bekommen, viel kann’s nicht sein. Selbst eine Stunde Parken kostet deutlich mehr.

    Seit dem 5.8.2009 gibt es nach § 7 des Gesetzes über die Entschädigung für Strafverfolgungsmaßnahmen ( StrEG ) sage und schreibe 25.–€ für jeden Tag, den jemand zu Unrecht in Haft gesessen hat. Davor gab’s nur 11.–€ .

    Und da es in Absatz 1 heißt , „Gegenstand der Entschädigung ist der durch die Strafverfolgungsmaßnahme verursachte Vermögensschaden, im Falle der Freiheitsentziehung auf Grund gerichtlicher Entscheidung auch der Schaden, der nicht Vermögensschaden ist“ handelt es sich bei diesen 25.–€ nicht etwa um Verdienstausfall oder entgangenen Gewinn, Schadensersatz für tatsächlich entstandene Vermögensschäden, die es zusätzlich gibt, sondern um die Entschädigung für die verlorene Freiheit selbst.

    Um es noch einmal deutlich zu machen, dass betrifft nicht zu Recht verurteilte Kriminelle, sondern unter Umständen Sie.

    Obwohl das rechtsstaatliche Strafverfahren mit einigen Sicherungen gegen falsche Verurteilungen, wie Berufung, Revision und Verfassungsbeschwerde ausgestattet ist, lässt es sich leider nicht vermeiden, dass ab und an auch Unschuldige hinter Gittern landen. Wo Menschen entscheiden, machen sie Fehler. Das ist in jedem Beruf so. Während des Ermittlungsverfahrens in Form von U-Haft kommen Menschen häufiger unschuldig in Haft, weil hier schon ein dringender Tatverdacht reicht um sie zu verhängen, nach einem Strafurteil seltener, aber eben auch.

    Da sitzt dann ein unschuldig verurteilter Mensch unter Umständen jahrelang im Gefängnis, sei es weil ein Richter bei der Überzeugungsbildung allzu forsch war, oder weil ein Zeuge gelogen hat oder aus welchem Grund auch immer. Wenn der Unschuldige ganz viel Glück hat, findet sich jemand der ihm glaubt, dass er unschuldig ist. Wenn er noch mehr Glück hat, gelingt das seltene Kunststück, ein Wiederaufnahmeverfahren in Gang zu bringen und am Ende steht dann ein Freispruch.

    Man muss sich einmal vor Augen führen, was es bedeutet als Unschuldiger wegen einer Straftat verurteilt zu werden. Kafka lässt grüßen. Im schlimmsten Fall wenden sich auch noch Freunde und Familie nach und nach ab, die Zweifel zerfressen das Vertrauen. Der Gefangene ist nach außen und innen isoliert. Hafterleichterungen wie Ausgang oder Hafturlaub werden regelmäßig mit der zutreffenden Begründung verweigert, der Gefangene sei ja nicht einmal bereit, sich mit seiner Tat auseinanderzusetzen. Ja, das habe ich schon ein paar Mal als Verteidiger erlebt. Das ist zum verrückt werden. Mit welcher Tat sollte sich denn ein Unschuldiger auseinandersetzen ? Unschuldige gelten gemeinhin als therapieunwillig.

    Es kommt glücklicherweise wohl nicht allzu häufig vor, aber allein ich habe in den vergangenen 25 Jahren 4 Fälle erlebt, bei denen ich absolut davon überzeugt bin, dass die Verurteilten unschuldig waren. Das bereitet dann auch dem abgeklärten Strafverteidiger schlaflose Nächte. In allen Fällen handelte es sich um Sexualstraftaten, in allen Fällen um Indizienprozesse und in allen Fällen, waren die Verurteilungen nicht zu knacken, weil es den Gerichten gelungen war, wasserdichte Urteilsbegründungen zu schreiben, die vom Revisionsgericht mit dem üblichen Dreizeiler bestätigt wurden. Wenn ich eine ähnliche Quote bei den Kollegen unterstelle, kommen so eine ganze Reihe unschuldig verurteilter Menschen zusammen.

    Die wenigen, deren Unschuld manchmal erst Jahre später festgestellt wird, werden dann vom Staat ein zweites Mal kräftig verarscht.

    25.–€ Entschädigung für jeden Tag erlittene Haft sind schon kein Witz mehr, sondern eine absolute Frechheit. Wer sich das ausgedacht hat, sollte mal ein paar Monate sitzen.

    Von der Mehrzahl der anderen Inhaftierten unterscheidet sich der Unschuldige in seiner Haftempfindlichkeit. Für einen Berufsverbrecher ist ein Haftaufenthalt sozusagen Teil des Berufsrisikos, für einen zu Recht verurteilten Spontanverbrecher ist sie psychologisch akzeptabel, weil Reaktion auf eine Straftat.

    Für einen Unschuldigen ist sie die Hölle. Es gibt keinen Grund für den Entzug der Freiheit, niemand glaubt ihm seine Unschuld und er kann psychisch an der staatlich angeordneten Freiheitsberaubung zerbrechen. Es wäre interessant die in Haft verübten Suizide einmal darauf hin zu untersuchen, ob die Gefangenen vorher oder auch erst in ihren Abschiedsbriefen ihre Unschuld beteuert hatten.

    Der unschuldig Verurteilte verliert vollkommen zu Recht sein Vertrauen in den Rechtsstaat. Der Rechtsstaat, dessen Aufgabe es ist, ihn vor Ungerechtigkeit zu schützen, seine persönliche Freiheit zu bewahren, dieser Rechtsstaat hat ihm das Wertvollste genommen, dass ein Mensch haben kann, seine Freiheit. Das darf man sich ähnlich vorstellen, wie ein Kind, dass ausgerechnet von den Menschen die es beschützen sollen, seinen Eltern, misshandelt wird.

    Und wenn sich das Fehlurteil dann als solches herausstellt, bekommt der Unschuldige den Wert dieser Freiheit mit 25.—€ pro Tag vergütet.

    Da kommt man dann doch ins Grübeln. Geld und Freiheit sind offenbar die höchsten Werte, die der Staat sich neben unveräußerlichen Werten wie Menschenwürde und Gesundheit so vorstellen kann. Deshalb wird der Entzug von Geld und Freiheit im Erwachsenenstrafrecht auch als Strafe eingesetzt. Das tut weh und das soll auch weh tun. Die Geldstrafe ist dabei auf eine Tagessatzzahl von maximal 360 begrenzt. Der einzelne Tagessatz liegt zwischen mindestens 5 und höchstens 30.000.–€ . Die höchste Geldstrafe – entsprechend etwas einem Jahr Freiheitsstrafe beträgt also 10,8 Millionen Euro.

    Die Entschädigung für 365 Tage Freiheitsberaubung durch die Justiz ist mit 9125.–€ da doch recht überschaubar. Wie der Gesetzgeber auch nur auf den Gedanken kommen konnte, mit einer derart lächerlichen Entschädigung das erlittene Unrecht auch nur ansatzweise wieder gut machen zu können, ist nicht nachvollziehbar.

    Auch wenn man das Leid des Unschuldigen vermutlich mit keiner Geldsumme wirklich ausgleichen kann, genauso wie man mit einem Schmerzensgeld niemanden der Verlust eines Beines oder der Augen ersetzen kann, kann es wohl nicht mit dem alles überstrahlenden Verfassungsgebot des Schutzes der Menschenwürde in Einklang stehen, wenn ein Justizopfer auf diese Weise hinterher auch noch verhöhnt wird.

    Mein Vorschlag einer halbwegs angemessenen Entschädigung: man sollte sich am Ehrensold des Bundespräsidenten orientieren. Ab nächstes Jahr also 217.000.–€ pro Jahr oder rund 594.–€ pro Tag. Und da der unschuldig Verurteilte weder ein Büro noch einen Dienstwagen und Personal benötigt, könnte man den Betrag auf 600.–€ täglich aufstocken.

    Der Wert der Freiheit – von RA Heinrich Schmitz

    Die Orientierung am Ehrensold halte ich deshalb für gerechtfertigt, weil der unschuldig Verurteilte dem Staat ein Sonderopfer erbracht hat. Er ist , um es einmal in christlicher Diktion auszudrücken, wie der Geringste behandelt worden. Da macht es Sinn, ihn bei der Wiedergutmachung dieses schrecklichen Unrechts wenigsten finanziell so zu behandeln, als sei er der höchste Repräsentant des Staatswesens und das ist nun mal der Bundespräsident.

    Das ist alles viel zu teuer und geht Sie sowieso nichts an ? Hoffen wir’s mal für Sie.

  22. Lieber Herr Schmitz – und aus vollem Herzen:

    danke für Ihren fundierten Artikel!

  23. Das ernüchternde Lichtsignal- was Richter Jürgen Dreyer sendete, steuerte leider in völlig falscher Richtung! Die Methoden, die mittlerweile hierzulande herrschen, ähneln immer mehr den horrorhaften Geschehnissen,- die in unseren Medien nicht verstummen! Mittlerweile gewinne ich den Eindruck, dass Heidi K, auf leisen Sohlen davon kommt! Horst Arnhold erhielt für nichts und wieder nichts, fünf Jahre mit anschließender Todesstrafe! So darf man es wohl nennen! Er ist an der Willkür gnadenloser Staatsverbrecher, Stück für Stück zerbrochen-man warf ihn regelrecht in den Käfig der Löwen, und nun w(s)ollen diese * Löwen,* ihr eigenes Revier beschmutzen oder besser genannt reinigen? LÄCHERLICH!, ALBERN!
    Die ganze Angelegenheit bekommt schon einen ganz üblen Gestank!! Das menschenverabscheuende Verbrechen an Horst Arnhold, findet keine Gerechtigkeit! Wenn sich die noch erhitzten Gemüter beruhigt haben, wird alles unter`m Deckmantel der Verschwiegenheit gekehrt! Auch die Eltern von Heidi K, fädelten mit- und als es ums Ganze ging, badeten sie in den Tränen des Opfer! Wir dürfen da nicht schweigsam zusehen, wir müssen aufstehen und im Namen des Opfers Horst Arnhold, nach Gerechtigkeit SCHREIEN!!! Wir müssen dafür sorgen, dass diese verlausten Menschen, die sicherlich nicht Gottes Ebenbilder sind, endlich ins schwitzen kommen!

  24. In Gedenken….

    Heute sind es schon drei Monate….unvorstellbar. Vor drei Monaten starb Horst Arnold und was hat sich getan? Nichts. Es ist wirklich erbärmlich, was sich unser Staat und hier insbesondere das Land Hessen leistet. Langsam habe ich auch das Gefühl, dass Heidi K vielleicht sogar noch davon kommt. Wieso muss sie sich noch nicht vor Gericht verantworten? Die Vielen Beweise gegen sie liegen schon Jahre vor.
    Langsam verliere ich den Glauben in unseren Rechtsstaat…

  25. Landtags-Streit um Justizirrtum von Horst Arnold « FemokratieBlog - pingback on 29. September 2012 um 17:18
  26. Heute ist wieder ein riesen Artikel in der Sueddeutschen. Habe ich zufällig durchgeblättert. Eine ganze Seite und mir wurde wieder schlecht. Es wurden noch ein paar Details genannt, die mir persönlich noch nicht bekannt waren. Man kann einfach nicht glauben, dass das Deutschland ist und hier geschehen ist…

  27. @Amy

    Könntest Du diese Details irgendwie benennen? Wir würden diese dann auf der Homepage von WikiMANNia und Falschbeschuldigung einstellen. Noch besser wäre es natürlich, wenn jemand den Artikel scannen und mir per Mail zuschicken würde.

    Das mit dem Glauben an die Justiz ist so eine Sache. Es gibt im Volksmund ein Sprichwort, das besagt: Die Justiz ist die Hure der Politik!

    Alice Schwarzer und Konsorten habe jahrzehntelang dafür gekämpft, dass Frauen per se unschuldig bzw. Opfer sind. Man stützt sich gerne darauf, dass Frauen angeblich jahrtausendelang unterdrückt wurden und dafür müssten heute die Männer eben leiden/büßen. Der Feminismus hat viel Schaden angerichtet, den die meisten überhaupt nicht erkennen.

  28. Jörg Kachelmann will Stiftung nach Horst Arnold benennen

    Jörg und Miriam Kachelmanns Buch Recht und Gerechtigkeit ist überraschend heute schon im Handel erhältlich (bei Amazon nur als E-Book). Auf der Buchmesse soll es in einer Pressekonferenz der Öffentlichkeit vorgestellt werden. Im Vorwort des Werkes heißt es:

    [..]Miriam und ich möchten eine Stiftung oder Verein gründen, um mit Gutachtern und Anwälten, die ihr Handwerk verstehen, den Männern zu helfen, die zu Unrecht angeklagt wurden, und den Frauen, die wirklich einem Verbrechen zum Opfer gefallen sind. Ein Teil der Erlöse dieses Buchs wird in diese zu gründende Einrichtung fließen. Es wäre uns eine Ehre, wenn sie den Namen von Horst Arnold tragen dürfte, einem falsch beschuldigten Mann, der nicht mehr erleben durfte, wie seiner Peinigerin der Prozess gemacht wird.

    http://genderama.blogspot.de/2012/10/jorg-kachelmann-will-stiftung-nach.html

    Ob die Angehörigen sich dem aussetzen wollen, müssen sie selber entscheiden. Man kann leicht daher sagen, dann hatte der Tod wenigstens einen Sinn, ich wage aber zu bezweifeln, dass man das so einfach sehen kann.

    Wenn ich schon geweint habe, nachdem ich vom Tod von Horst Arnold erfahren habe, obwohl ich diesen Menschen nicht persönlich kannte, wie muss es dann erst Angehörigen ergehen.

    Trotzdem finde ich den Gedanken an eine Horst-Arnold-Stiftung einen netten Zug von Jörg Kachelmann.

  29. Horst Arnold als Justizopfer « FemokratieBlog - pingback on 28. Oktober 2012 um 08:14
  30. Ruhe in Frieden Arnold

  31. Hallo!

    Bin erst durch den Beitrag bei der ARD auf den Fall aufmerksam geworden. Das ganze ist unglaublich und es tut selbst mir unheimlich weh, wie schlimm das alles für Horst und seine Familie gewesen sein muss, auch weil es eigentlich so klar hätte sein können, wenn die entsprechenden Stellen mal richtig nachgeschaut hätten. Schrecklich. Und dann keinerlei Wiedergutmachung. Es ist echt unglaublich.

    Die Familie hat meine tiefste Anteilnahme. Und durch den Tod meiner Mutter (56) kann ich auch den Schmerz nachvollziehen und weiß auch was die Eltern durchmachen müssen.

    Die Geschichte hat mich sehr bewegt.

    grüsse,

    Johannes

  32. Ich habe Grade eben den traurige Story bei der ARD geschaut. Ich möchte mein Anteilnahme an den Familie ausspreche. Ich finde nicht den richtige Ausdrucks weise,für das was den Staat Der Horst Arnold getan hat. Ich naive weise hoffe das die entsprechenden Verantwortlichen zutiefst sich für immer sich schämen wurde, und für immer daran denken müssen wie ihr Verhaltensweise ein unschüldige Mann in den Tod getrieben habe. Mich hat dies Story tiefst berüht, und meine Gedanken gehen an den Hinterbliebenen von Horst Arnold……. Stephen Gunn

  33. Hallo,

    ich verfolge den Fall des Lehrers Horst Arnold schon seit einiger Zeit. Den bisher geäußerten Kommentaren dazu schließe ich mich in allen Punkten an.

    Als Außenstehender bin ich weitgehend auf die Veröffentlichungen in den Medien angewiesen, um mir ein Bild machen zu können. Bei näherer Betrachtung fällt mir jedoch auf, daß die Berichterstattung zu diesem Fall unvollständig und widersprüchlich ist.

    Ich möchte mich dabei vorerst auf den wesentlichen Punkt beschränken: Wenn Herr Arnold durch den nachträglichen Freispruch als voll rehabilitiert gelten soll, dann hätte im selben Moment des Urteilspruchs Frau Külzer verhaftet und ihrerseits vor Gericht gestellt, zumindest in Untersuchungshaft genommen werden müssen! Doch dies ist meines Wissens bis heute nicht geschehen.

    Das bedeutet, daß lediglich der Status-quo des „Freispruch aus Mangel an Beweisen“ erreicht wurde. Ich sehe hier eine Parallele zum Fall Kachelmann, dessen Freispruch in gleicher Weise „als Freispruch zweiter Klasse“ bezeichnet wurde.

    Streng genommen hat also der Tatverdacht gegen Herrn Arnold auch danach weiterbestanden.

    Der Freispruch war also für ihn längst nicht so viel Wert, wie es in den letzten Medienveröffentlichungen dargestellt wurde. Nicht nur, daß er die wahrscheinlich zu Unrecht erlittene Strafe bereits abgesessen hatte, er hatte zudem kaum einen objektiven Grund, allzuviel Genugtuung zu empfinden.

    Dies erklärt auch, weshalb er nicht wieder in den Schuldienst zurückkehren konnte und keine angemessene Entschädigung bekam. Denn sein Arbeitgeber, ich nehme an das Land Hessen, kann ja damit argumentieren, daß der Tatverdacht gegen ihn weiterhin besteht, solange Frau Külzer nicht der Falschbeschuldigung überführt ist. Wenn also die Unschuld von Herrn Arnold als erwiesen gilt, dann ist Frau Külzer automatisch der Lüge überführt, so daß sich weitere ermittlungen gegen sie erübrigen müßten und sofort mit dem Verfahren gegen sie begonnen werden könnte.

    Also nochmal meine Frage: Wie kann es sein, daß ein zu Unrecht verurteilter als solcher nachträglich freigesprochen wird, ohne daß der sogenannte „Opferzeuge“ nicht im selben Moment als Falschbeschuldiger angeklagt wird?

    Diesen Widerspruch hätte ich gerne mal aus berufenem Munde erklärt!

    Abgesehen davon habe ich den Verdacht, daß Herr Arnold Opfer einer Intrige geworden ist, weil es massive Interessen gab, ihn als Alkoholiker aus dem Schuldienst zu entfernen, dies aber nach geltendem Arbeitsrecht nicht möglich war. Möglicherweise haben hier Schulbehörden, Darmstädter Justiz und einflußreiche Eltern von Schulkindern unter einer Decke gesteckt. Am Ende fanden sie in Fr. Külzer eine willfährige Handlangerin, die sich mit Versprechungen auf den Konrektorposten für diese Verleumdung ködern ließ. Vielleicht war es anfangs nicht einmal beabsichtigt, ihn in den Knast zu bringen, weil den Drahtziehern schon der Verdacht für ihr Ziel gereicht hätte. Doch dann entwickelte die Sache sich spätestens vor Gericht zum Selbstläufer und glitt den Verschwörern aus den Händen. Mehr dazu evtl. beim nächsten Mal.

    Ansonsten würden mich mehr Hintergundinformationen über diesen Fall interessieren, denn alles was bislang durch die Medien bekannt wurde, ist in vielen Punkten widersprüchlich.

    T.M.

    • Hallo Theo,

      da ich gestern beim ersten Verhandlungstag gegen Heidi Külzer dabei war, wird es dazu auf diesem Blog einen Bericht von mir geben. Vielleicht findest Du dann Antworten auf Deine Fragen. Ansonsten stelle diese einfach nochmal.

  34. Das ist so eine riesengroße Sauerei und so niederträchtig was Horst Arnold in den 5 unschuldigen Jahren alles durchmachen musste und ihm wiederfahren ist es ist auch eine riesengroße Schweinerei das er nicht aussagen durfte und ihm keiner geglaubt hat. So etwas darf in Deutschland nicht passieren. Er ist ja richtig in den Tod getrieben worden. Es tut mir soooooooooo leid das er gestorben ist hätte man ihm geglaubt wäre er nicht gestorben dann wäre alles anders gelaufen dann hätte er seine Stelle als Lehrer behalten und wäre nicht zum sozialempfänger geworden.

    • Hallo Marina,

      vielen Dank, dass Du knapp zwei Jahren nach Horst Arnolds Tod noch einen Kommentar hinterlässt. Es ist schön zu sehen, dass Horst Arnold und sein tragisches Schicksal nicht so schnell vergessen wird.

  35. Ich habe die Geschehnisse über die Jahre mitverfolgt. Endlich ist Horst Arnold Gerechtigkeit widerfahren. Aber diese viel zu späte Entscheidung macht nichts ungeschehen und kommt für ihn
    leider viel zu spät. Sein Leben wurde mit der Macht des Rechtsstaates zerstört.
    Seinen Angehörigen wünsche ich von Herzen dass sie Trost finden mögen.

Kommentar schreiben


Hinweis - Du kannst dies benutzenHTML tags and attributes:
<a href="" title=""> <abbr title=""> <acronym title=""> <b> <blockquote cite=""> <cite> <code> <del datetime=""> <em> <i> <q cite=""> <s> <strike> <strong>