Gleiches Recht für beide Geschlechter?

©by meltis/Pixelio.de

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Zum Sorgerecht bei nichtehelichen Kindern
Von Astrid von Friesen

Bisher durften ledige Mütter das gemeinsame Sorgerecht mit den Vätern durch eigenmächtige, selbstherrliche Entscheidungen bestimmen. Hier wurde das Recht auf Selbstbestimmung der Frau über die fundamentalen Rechte der Kinder und der Väter gestellt

[..]Doch kann es nicht angehen, dass nur die Mütter ein Vetorecht gegen die gemeinsame Sorge bekommen. Warum eigentlich nicht die Väter? Wo ist hier der Gleichheitsgrundsatz?

Untersuchungen in der westlichen Welt zeigen etwa, dass häusliche Gewalt zu 50 Prozent von Frauen ausgeübt wird, dass auch Frauen Kinder schlagen und malträtieren, sie missbrauchen und schädigen. Warum darf ein Vater dagegen kein Veto einreichen? Frauen sind nicht seltener als Männer süchtig oder psychotisch, neurotisch oder beziehungsunfähig. Das wissen wir von all den Menschen, die von Müttern aufgezogen und auch von ihnen negativ geprägt wurden.

Wir Frauen haben dafür gekämpft, gleichberechtigt zu sein. Warum wollen wir „gleicher“ behandelt werden, wir sind keineswegs per Se die besseren Menschen?

Es wäre weise, bei der Neuformulierung des Sorgerechtsgesetzes nicht wieder ein Geschlecht zu bevorzugen und eines zu demütigen!
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Gut geschrieben Frau von Friesen, dem braucht man eigentlich nichts mehr hinzufügen 😉

FemokratieBlog: Text und Video zu Astrid von Friesen im SWR-Nachtcafé

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1 Kommentare.

  1. Frau von Friesen hat ja recht. Nur geht es nicht darum, wer recht hat oder wer die besseren Argumente hat, sondern wer an den Schaltstellen sitzt. Kaum eine Partei wird es sich mit weiblichen Wählern verderben wollen – und leider sind auch viele Männer der Meinung, sie selbst könnte ein Kindesentzug nicht treffen und diejenigen Väter, die ihre Kinder nicht sehen dürften, seien schon irgendwie selbst schuld.
    So lange in den meisten Köpfen nicht ankommt, ‚dass auch Frauen Kinder schlagen und malträtieren, sie missbrauchen und schädigen‘, wird sich kaum etwas ändern. Und es wird in den Köpfen nicht ankommen, weil niemandem die Vorstellung von Unmüttern oder kriminellen Frauen gefällt – wir wollen das nicht wissen.

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