Gender Mainstreaming im Hochschulbereich

Auf streitbar.eu hat Dr. Harald Schulze einen lehrrei­chen Aufsatz zum Thema Gender Mainstreaming an Hochschulen geschrieben. Er zeichnet die totalitären Züge im Hochschulbereich auf und das die Wortwahl der aufgezeigten Prozesse an Planmaßnahmen und Zielvorgaben aus einem anderen ideologischen System auf deutschem Boden erinnert. Gegen Ende wird die Frage beantwortet, warum kaum Kritik am System und der Ideologie des Gender Mainstreaming an Hochschulen laut wird, obwohl viele Wissenschaftler, egal ob Männer oder Frauen, das Konzept für ausge­machten Blödsinn halten.

Gender Mainstreaming in der deutschen Hochschul- und Wissenschaftspolitik

Wer heute eintaucht in die Welt einer deutschen Hochschule, der wird unweigerlich auf allen Gebieten mit dem Thema Gender konfrontiert. Der dahinter stehende Anspruch ist so umfassend und der Entwicklungspro­zess so weit fortgeschritten, dass Vertreter führender deutscher Hoch­schulen die Universität als „grundlegend ‚gegenderte‘ Organisation“ auf­fassen1. Dies beginnt mit einer Ausrichtung der Forschungsgebiete in den geisteswissenschaftlichen und pädagogischen Fächern hin zu „Gen­der-Themen“, aus deren Studium „Gender-Wissen als Schlüsselkompe­tenz“ erwachsen soll. Damit verbunden sind „gendergerechte Lehre“ sowie „gendergerechte Sprache, Didaktik und Stoffpräsentation“. Über die an den Hochschulen ausgebildeten Pädagogen soll die „Genderkompetenz“ in die Gesellschaft hinein wirken, „denn gerade Lehrberufe transportieren über Sprache und Didaktik unbewusste Rollenbilder und Rollenfestschrei­bungen“.[..] streitbar.eu

Außerdem berichtet Harald Schulze, dass der Job der Gleichstellungsbeauftragten an Hochschulen nicht nur ganztägig ausgefüllt wird, sondern dieser auch noch Sekretärinnen und weiteres Personal beinhaltet. Ich habe mich nach dem lesen des Beitrages gefragt, wo die „exzellenten Kompetenzen“ der Frauen denn nun liegen, wenn diese in jedem noch so kleinsten Bereich gefördert werden müssen.

Selbst die Linken scheinen mittlerweile zumindest über die Frage der Frauenquoten in Aufsichtsräten und Vorständen uneins zu sein.

»Falsche Richtung«

Dokumentiert: Beteiligung von Linke-Politikerinnen an Allparteieninitiative für gesetzliche Frauenquote in Aufsichtsräten wird von vielen Genossin­nen kritisiert. Junge Welt

Der User LatexTester aus dem WGvdL.com-Forum hat dazu einen sehr schönen Kommentar abgegeben. Apropos Frauenquote: Stadtmensch hat dazu auf seiner Homepage mal wieder einen gewohnt bissigen Beitrag geschrieben.

Frauenquote: Jezz aber zackich!

In dem schönen Dorf Berlin haben sich ein paar parteiübergreifende Frauen zu einer Kampftruppe für leistungslose Beförderung von Frauen in Vorstandsetagen zusammengefunden – zum x-sten Mal. Herausgekom­men ist nun: Eine neue Homepage! Stadtmensch-Chronicles

Schlussendlich darf man nicht vergessen, dass nicht nur Gutverdienende all diese Maß­nahmen bezahlen. Jene Menschen, die am Rande des Existenzminimums leben, dass können auch Selbstständige sein, die sich mit Ach und Krach über Wasser halten, Väter (und auch Mütter), denen viel Geld für den Unterhalt abgenommen wird, sogar Kinder über ihr Taschengeld, jeder Hartz-IV.-Empfänger, alte und kranke Menschen, wenn auch nur mit minimalen Beträgen über die MwSt., bezahlen die finanzielle Förderung einer jeder Akademikerin.

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8 Kommentare.

  1. Danke für den Beitrag.

    Ich habe diesen an unsere Werkstudenten (m) weiter geleitet, die im persönlichen Umfeld und im eigenen Studienbereich von diesem Irrsinn betroffen sind bzw. teilweise auch daran verzweifeln.

    Einer von ihnen (ein pfiffiger junger Mann) wurde zwischenzeitlich von seiner Volkswirtschafts-Professorin aus dem Studium gemobbt. Ist wohl nur ein dummer Zufall gewesen, dass diese gleichzeitig auch „Gleichstellungsbeauftragte“ ist …

    Man kann nur hoffen, dass dieser „Rassenwahn 2.0“ ein baldiges Ende findet.
    Hoffen- wie gesagt, denn der real existierende Wahnsinn macht langsam Angst und Bange.

    MfG Hermann

  2. GM ist eine Rechtsaushebelungs- und Rechtfertigungsideologie. Mit ihr werden Parallelstrukturen und Nebenregierungen gechaffen, die in praktisch alles hineinfunken können, ohne selbst einer Kontrolle zu unterliegen. Dass dies mit Frauenföörderung begründet wird, ist nicht den Frauen anzulasten, sondern Teil eines Systems, dass es sich erlaubt, NACH WILLKÜR jeden Mann mit dem Hinweise auf eine Frau demütigen zu können, die ihm vorgezogen werden könnte. WOHLGEMERKT: es geht nicht darum, dass natürlich eine Wissenschatlerin besser sein KANN als ein konkurrierender Wissenschaftler und diesem dann natürlich vorzuziehen wäre, es geht darum, Bewertungskriterien auszuhebeln (was heißt überhaupt gleich gut qualifiziert?) und durch WILLKÜR zu ersetzen. Im Sozialismus wurde dies mit der Klassenzugehörigkeit begründet, im Dritten reich mit der Rassenzugehörigkeit, bei uns mit der Geschlechtszugehörigkeit. Doch das ist nur Augenwischerei: Stalin war kein Proletarier, Hitler nicht blond und blauäugig, Ursula von der Leyen hat nie reale Benachteiligung erfahren.

  3. Meine knappe Frage dazu lautet eigentlich nur: Was kann man dagegen legal unternehmen?

    Oder sind wir wieder so weit das ein paar Anständige im Untergrund und Umerziehungslager verschwinden, ein paar mehr Raffzähne(innen) alles bekommen, am Ende müssen die anderen nochmal bezahlen und die breite Masse macht einfach mit und hat hinterher mal wieder von nichts gewußt. Erst Größenwahn, dann Rassenwahn, dann Sozialwahn und jetzt Geschlechtswahn. Wäre ich ein Alien würde ich jetzt mal kanllhart behaupten: Die westliche Welt und insbesondere die Deutschen betteln ja geradezu um Auslöschung.

  4. Ich will ja nicht schwarzmalen, aber die naheliegendste Antwort ist meistens auch die richtige.

    Es gibt den schönen Satz „Die Geschichte lehrt, dass der Mensch aus der Geschichte nichts lernt.“ (Nietzsche?)
    Es ist auch eine Tatsache, dass es bislang kein Herrschaftssystem gab, das nicht von egostischen Machtinteressen unterwandert und von innen zerstört wurde. Beispiele sind Römisches Reich, Osmanisches Reich, Chinesisches Reich und viele andere.
    Es spielt dabei überhaupt keine Rolle, ob das Herrschaftssystem demokratisch oder undemokratisch, diktatorisch oder nicht ist.
    Die Orwellschen Bücher 1984 und Animals Farm sind nach meiner bescheidenen Ansicht so aktuell wie vor 60 Jahren.
    Die breite Masse hat schon immer einfach mitgemacht, ob Hexenverbrennung im Mittelalter oder Bücherverbrennung unter den Nazis, die Masse ist immer dabei.

    Allerdings, es ist ja nicht nur die westliche Welt betroffen, über UN-Organisationen und angeblicher Entwicklungshilfe wurde der Genderwahn-Virus inzwischen über die gesamte Welt verteilt.

    Was kann man dagegen legal unternehmen?
    Haben jemals gegen den Wahn legale Mittel Abhilfe gebracht?

    Der Angriff kommt aber von innen (Universitäten) und von außen (EU- und UNO-Organisationen), sodass ich keine strategischen Verteidigungsmöglichkeiten sehe.

    Es wird also kommen, wie es kommen muss. Danach werden wieder die Selbstschutzmechanismen aktiviert, die eine kollektive Amnesie in Form des „Nicht-Gewusst-Habens“ auslösen wird.

  5. Alexander Roslin

    Dieses System ist so selbstreferentiell verblendet, so korrupt, so leistungsfeindlich, dass es nicht mehr zu retten ist. All diese Maßnahmen, dieser planwirtschaftliche Geschlechtersozialismus, werden die Leistungskraft des Systems weiter beschädigen. Wir leben aus der Substanz. Ist die aufgebraucht, hat der Selbstverzehr auch noch die letzten Reserven aus einer besseren, reicheren, leistungsstärkeren Vergangenheit verbraucht, bricht das System zusammen. Eher nicht. Reformierbar ist das nicht mehr. Wir werden den Zusammenbruch abwarten müssen, ihn bestenfalls befördern können durch weitestgehende Verweigerung der Männer, sich in den Strukturen dieses Systems noch zu engagieren. Es lohnt für Männer nicht mehr, das auch noch am Laufen zu halten, was sie mehr und mehr benachteiligt.

  6. Wer deponiert die Bombe im Führerhauptquatier?!??

    Scherz beiseite, das hat schon vor knapp 70 Jahren nicht funktioniert.
    Zusätzlich würden EU und UNO das Ausscheren Deutschlands aus dem Genderwahn gar nicht zulassen …

    Die leistungsbereiten Chinesen und Südost-Asiaten werden allerdings die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen erheblich zu Ungunsten der westlichen Welt verändern, das könnte den Zerfall des Systems beschleunigen.

    Wie danach allerdings wieder zu einer hohen Leistungsfähigkeit zurückgefunden werden kann, dann aber bei ungünstigeren Randbedingungen, und was der Leistungskraft Asiens entgegen gehalten werden kann, bei fehlendem Ingenieusnachwuchs, das steht in den Sternen.

    Ich denke, Europa wird spätestens in 30-40 Jahren ein Tourismus-Zentrum für asiatische Urlauber werden. Wir werden dann viele chinesischsprachige Fremdenführer brauchen …

    Möglicherweise wird auch die Magnetschwebebahn von den Chinesen nach Europa reimportiert werden, mit Fernverbindungen von Lisabon nach Moskau, von London nach Istanbul und Kopenhagen nach Rom.

  7. Ein deprimierend machender Artikel. Nicht wegen seines Inhaltes, sondern dessen, was er aufzeigt. Ich habe mir den Beitrag von Dr. Schulze komplett durch gelesen und war entsetzt, u.a. über den „Fünfjahresplan“ von sieben wissenschaftlichen Vereinigungen! Erinnert dieser Sprachgebrauch jemanden an etwas?

    Danach las ich Prof. Amendts Kommentierung zu Gender-Mainstreaming und Quote, um dann über Bernhard Lassahns Kolumne zu Dr. Bruno Köhler von MannDat zu gelangen. Ein Zitat hieraus:

    Quelle: http://streitbar.eu/aufsatz_koehler.html

    Warum aber lässt sich die „freie“ Wirtschaft die Entziehung der Selbstbestimmung in ihrer Personalpolitik so bereitwillig gefallen? Nun, es ist nicht anders als bei den Hochschulen. Der Frauenfördermarkt wird heute mit gewaltigen Beträgen subventioniert. Unternehmen, die sich betont männerfeindlich geben, können von diesen Frauenfördertöpfen profitieren. Deshalb werden wir zukünftig noch öfter Lobhudeleien zu hören bekommen, wie diese aus dem Manager-Magazin:

    „Je mehr Frauen sich im Vorstand finden, desto höhere Gewinne erwirtschaften Firmen gegenüber dem Branchendurchschnitt.“

    Die Gesetze der Wirtschaft ordnen sich aber leider nicht so bereitwillig feministischen Dogmen unter, wie die Redakteure des Manager-Magazins. Die KfW-Bankengruppe mit Ingrid Matthäus-Maier als Vorstandssprecherin und die Hypo Real Estate Holding AG München mit der Vorzeigemanagerin Bettina von Oesterreich als Vorstandsmitglied und Chief Risk Officer machten z.B. politisch völlig inkorrekt Verluste. Und Griechenland wurde vor wenigen Jahren noch ausdrücklich gelobt wegen seiner hohen Frauenquote in staatlichen Ämtern. Trotzdem steht Griechenland – ebenfalls politisch völlig inkorrekt – vor dem Staatsbankrott. HERstory nennt man solch eine feministische Geschichtsklitterung in Verballhornung des Wortes History.

    Aber wir wollen natürlich das Positive an den Schluss des Artikels stellen: „Ohne Frauenquote wäre ich gar nicht in der Politik,“ sagte die ehemalige Gesundheitsministerin Ulla Schmidt.(5) Hand aufs Herz: Was wäre uns da entgangen?

  8. @ Leser
    Daß Ulla „Tse-Tung“ Schmidt eine Quotenmumu war, wußte ich noch garnicht! Aber es erklärt vieles!
    „Was wäre uns entgangen?“ Vielleicht die „Praxisgebühr“? So historisch wichtige Ausagen wie, daß die DDR-Polikliniken garnicht so schlecht waren, die Bezeichnung der Ärzte als „Geiselnehmer, und nicht zu vergessen ihr unübertroffenes Alicante-Dienstwagen- Klau-Statement „Das steht mir doch zu!“?
    Ach ja, und wahrscheinlich ein Prof. Dr. Karl „Propeller-Charly“ Lauterbach in Diensten der Rhön-Klinikum AG (und damit Bertelsmanns) als ihr Berater und „Gesundheitsexperte“!
    Aber ich will ihr nicht Unrecht tun, Sehofer war kein Quotenjohannes, und auch nicht besser! Oh, Moment! War er nicht CSU-Quote in einer „schwarzen“ (CDU) Regierung?
    We man sieht, ob politische oder geschlechtliche, aus der Quote erwächst nichts Gutes!

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