Frauenrechte und Wasserknappheit

Jemen: Wasserknappheit bekämpfen

heidemarie_wieczorek_zeulDie jemenitisch-deutsche Entwicklungszusammenarbeit hat das Ziel, den armen Menschen im Jemen direkt zu helfen. Die deutsche Unterstützung konzentriert sich dabei auf die Bereiche Wasser und Bildung. Dies soll die Lebenssituation der Menschen unmittelbar verbessern. Hierzu gehört vor allem auch die Stärkung der Stellung von Frauen in der jemenitischen Gesellschaft, die durch die Ausweitung der Grund- und Sekundarbildung von Mädchen gefestigt werden soll.

[..]Bei den Regierungsverhandlungen in Berlin ermutigte die deutsche Seite Jemens Vize-Premierminister Al-Arhabi, die Reformen der jemenitischen Regierung, besonders im Bereich der Frauenrechte, konsequent und mutig umzusetzen. Die Heraufsetzung des Mindest-Heiratsalters auf 17 Jahre darf nicht am Einspruch konservativer Kreise scheitern. Die weibliche Genitalverstümmelung sollte gesetzlich verboten werden [mehr]

Wenn ein armes Land Geld nur unter der Bedingungen der Frauenförderung angeboten bekommt, wird es diese vermutlich akzeptieren. Ob ein Land wie der Jemen diese auch in Taten umsetzen wird, darf bezweifelt werden. Aber lassen wir unserer roten Heidi die Illusion.

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2 Kommentare.

  1. Die Antwort einer anderen Politikerin (Kerstin Griese) zum Thema Lohnschere 23% ist ebenfalls außerordentlich interessant:

    http://www.abgeordnetenwatch.de/index.php?cmd=650&id=5497&fragen=p474

    Es erhärtet sich mehr und mehr der Eindruck, hier werden Erkenntnisse vorsätzlich ignoriert.

    „Wenn man sich Befreiungsbewegungen ansieht – und der Feminismus war natürlich auch eine Befreiungsbewegung -, dann kommt für jede der Zeitpunkt, an dem die Revolution ihre Kinder frisst. Spätestens an diesem Punkt wird die ursprüngliche Befreiungsbewegung zu einer dogmatischen, fundamentalistischen, diktatorisch agierenden Bewegung, die jegliche andere Meinung zum Thema oder eine andere Interpretation der Welt im Keim erstickt. Damit ist sie, die Bewegung, sozusagen an ihrem Ende angekommen. Und den Feminismus sehe ich augenblicklich genau in dieser Phase. In ihm wird bereits jede andere Meinung, jeder anders laufende Diskurs verunmöglicht. Und inzwischen hat er auch die Macht hierzu.“

    (Quelle : Befreiungsbewegung für Männer, Gruner/Kuhla, Gespräch mit Christine Bauer-Jelinek, „Das Paradoxon des Feminismus“, S. 212)

    Das impliziert, der Feminismus ist ein Auslaufmodell.

  2. Hallo Thomas,

    es wird wohl Zeit, das ich mir das Buch endlich kaufe. Du hast schon so einige tolle Passagen hier eingestellt, das es bei mir tatsächlich Geschmack auf mehr auslöst, zumal Arne sich in diesem Buch ja ebenfalls verewigt hat 🙂

    Schönen Sonntag noch – Christine

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