Frauenanteile bei Habilitationen 2008

Pressemitteilung Nr.213 vom 08.06.2009

Zahl der Habilitationen 2008 weiter gesunken

[..]Wie in den Jahren zuvor, wurden die meisten Habilitationsverfahren 2008 in der Fächergruppe Humanmedizin/Gesundheitswissenschaften (45%) abgeschlossen. Darauf folgen die Fächergruppen Sprach- und Kulturwissenschaften (19%), Mathematik, Naturwissenschaften (18%) sowie Rechts-, Wirtschafts- und Sozialwissenschaften (10%).

Der Frauenanteil bei den Habilitationen lag 2008 bei 23% und damit einen Prozentpunkt unter dem Vorjahreswert. In den Sprach- und Kulturwissenschaften war, trotz eines Rückganges um drei Prozentpunkte im Vergleich zum Vorjahr, mit 35% der höchste Frauenanteil zu verzeichnen. Mit Abstand am niedrigsten war der Frauenanteil – wie auch in den vorangegangenen Jahren – in der Fächergruppe Mathematik, Naturwissenschaften. Lediglich 15% aller Habilitationsschriften wurden hier von Frauen verfasst.

Habilitationen nach Fächergruppen und Anteil der Frauen inkl. Tabelle [mehr]

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2 Kommentare.

  1. anonymer erfahrungsbericht

    ich (m) kam vor einigen jahren aus dem ausland zurück zu einem zeitpunkt, da die damalige wissenschaftsministerin (spd) beschlossen hatte, die habilitation abzuschaffen. ein noch (bei der bundesregierung!) ausgeschriebenes habilitationsstipendium wurde NACH einer bereits von der auswahlkommission getroffenen entscheidung abgeschafft. gleichzeitig wurde in ALLEN ausschreibungen faktisch (meist etwas verwässert formuliert) noch habilitation „oder gleichwertige leistung“ verlangt. ihre „abschaffung“ ist in willkür übergegangen: sie kann verlangt werden, MUSS aber nicht mehr, sie kann als qualifikation gewertet werden, muss aber nicht mehr (von bundesland zu bundesland, von uni zu uni, von fach zu fach sehr verschieden).

    parallel dazu wurden aufgebaut:

    1. frauenförderprogramme zur förderung der habilitation (!) von frauen.

    2. programme zur belohnung bzw. bestrafung von unis, je nachdem, wieviel professorINNEN sie einstellen.

    3. dual carreer-programme: bekommt ein(e) professor(in) eine stelle, kann ihr(e) ehepartner(in) ebenfalls mit einer stelle rechnen. gilt als eine form der anwerbepolitik. faktisch profitieren von diesen sonderzusatzstellen MEISTENS ehefrauen (die dafür nötigen gelder müssennatürlich, aber das wird so offen nicht gesagt, dann natürlich an anderer stelle im personalhaushalt eingespart werden).

  2. 1. Passt zum Thema:

    „Der deutsche wissenschaftliche Nachwuchs per Habilitation in Naturwissenschaften und Mathematik bricht weiter ein“

    Quelle: http://jjahnke.net/rundbr56.html#hab

    2. Zum Vorkommentator: „dual carreer-programme“ – Ich wusste gar nicht, dass es so etwas gibt. Interessant.

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