In Frankreich Sorgepflicht und Umgang ab Geburt für ALLE Väter

Sorgepflicht und Umgang ab Geburt, im Interesse der Kinder, in Frankreich seit 1998 für ALLE Väter via Facebook

Frankreich hat im Jahre 1998 ein Kindschaftsrecht verabschiedet, das mit den Grundprinzipien der UN-Kinderrechtskonvention übereinstimmt.

Wenn nach der Geburt beide Eltern ihre Elternschaft gegenüber den Behörden anerkennen, werden sie beide Inhaber des elterlichen Sorgerechts. Die Frage wie sie zueinander stehen, ob sie eine feste Bezieh­ung haben, ob sie zusammenleben und ob sie ver­heiratet sind, spielt dabei keine Rolle.

Dieses Gesetz ist bei einem Teil der Bevölkerung auf Widerstand gestoßen, aber im Laufe der Zeit in ganz Frankreich akzeptiert worden und hat zur Durchsetzung des Bewusstseins beigetragen, dass beide Eltern, gleich wie sie miteinander verbunden sind, beide für ihre Kinder verantwortlich sind.

Die Richterin Madame Bohnert betont, dass dieses Gesetz für den Richter die Ar­beitsgrundlage darstellt und wesentlich dazu beigetragen hat, ein neues Bewusst­sein in Bezug auf die Verantwortung von Eltern gegenüber ihren Kindern, insbeson­dere in nicht traditionellen Familienformen entstehen zu lassen.

Im Konfliktfall kann der Richter Maßnahmen zur Aufrechterhaltung von Eltern-Kind-Beziehungen ergreifen. Aufgabe des Rechtes ist es, die Bindung des Kindes zu beiden Eltern aufrecht zu erhalten. Beziehungserhalt und – effizienz sind ein wesent­liches Merkmal des französischen Kindschaftsrechts.

Auf Eltern kann Druck, ja sogar Zwang ausgeübt werden, um Konsens bzw. Versöh­nung im Hinblick auf ihre Verantwortung gegenüber den gemeinsamen Kindern herzu­stellen. So ist es möglich, Eltern zu Beratung, Mediation oder Familientherapie zu zwingen. Von französischen Fachleuten wird hervorgehoben, dass die meisten Eltern im Laufe der Arbeit die unterschiedlichen Formen der Problembewältigung dankbar angenommen haben, auch dann, wenn ihre Mitwirkung zunächst unter Druck zustan­de kam.

Die Gerichte arbeiten nicht mit speziellen Jugendbehörden, die dem deutschen Ju­gendamt vergleichbar sind, zusammen. Die französischen Fachleute äußerten ihre Verwunderung über diese deutsche Praxis, die sie aus Erfahrungen französischer Elternteile mit deutschen Jugendämtern für hinterfragungswürdig hielten.

Sie haben wirkungsvollere Mittel, ihre Entscheidungen durchzusetzen, nicht zuletzt deswegen, weil die Vorenthaltung eines Kindes bzw. die Verhinderung des Umgangs mit dem anderen Elternteil gem. § 227 III des französischen Strafgesetzbuches mit Freiheitsentzug bestraft werden kann.

Diese Strafvorschrift hat wesentlich dazu beigetragen, dass sich in Frankreich ein Rechtsbewusstsein durchgesetzt hat, das es als sittliches Unrecht wertet, den Um­gang eines Kindes mit einem Elternteil zu verhindern.

Dieser Umstand trägt wesentlich zur Durchsetzbarkeit von Umgangsrechten bei.

Jedes Kind hat von Geburt an Vater und Mutter, erst Recht nach einer Trennung !!

Kindesentziehung – Der familiäre Supergau von Dr. Karin Jäckel

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7 Kommentare.

  1. Bei dem Hass mancher Feministinen gegen alles männliche ist das in Deutschland schwer durchzusetzen. Es ist aber schön, dass derartige Ideologien wie der Feminismus nicht überall so einen durchschlagenden Erfolg haben.

  2. In DE gibt es da noch viel zu tun, bis ALLE (auch die Politik und die Feministinnen) es verstanden haben und die Öffentlichkeit darüber informiert ist, was wirklich los ist.

    G. Jauch hatte gestern eine interessante Frage bei „Wer wird Millionär“, die etwa so gestellt wurde.

    In welchem Land werden ca. 850.000 (weiß nicht mehr die genaue Zahl) Kinder geboren?

    1.Irland
    2.Frankreich
    3.Schweden
    4.Deutschland

    Der Kandidat überlegte richtig, weil er aufgrund der Einwohnerzahl Irland und Schweden gleich ausgeschlossen hat.
    Blieb also nur Deutschland und Frankreich.
    Da kombinierte der kandidat, DE hat 82Millionen Einwohner und FR nur 60Millionen.
    Daher war für ihn aufgrund der halbwegs gleichen Lebensstile Deutschland der Favorit, dem die 850.000 Kinder zugeordnet werden müssten. Der Kandidat wollte schon für Deutschland stimmen, er war auch sehr gebildet, der er wusste, dass ca. 1,3 – 1,4 Kinder pro Kopf jährlich geboren werden. Aber er konnte sich nicht vorstellen, dass in FR rund 1/4 mehr Kinder geborenen werden als in DE.
    Hätte G. Jauch ihn nicht in den 50/50 Joker getrieben, wäre er wohl nach dieser Frage nach Hause gegangen, denn Schweden und DE wurden nach dem 50/50 gelöscht.

    Da war es klar, dass die richtige Antwort nur FR sein konnte, gegen Irland.

    G. Jauch lüftete dann auch das Geheimnis, denn in FR werden 1,99 Kinder pro Frau geboren und in DE nur 1,36.

    Eine Nation mit 60 Millionen „produziert“ somit jährlich mehr Kinder als eine Nation mit 82 Millionen Einwohnern, wo ja überall etwa gleich je 50/50 Männer/Frauen leben, dabei gibt es ja kaum Unterschiede. Dies war eine traurige Veranschaulichung der Tatsachen.

    Ich bin sogar sicher, dass FR finanziell nicht so viel tut für Kinder wie in DE vom „Steuerzahler“ gemacht wird.
    Aber wenn es darum geht die Kinder seelisch besser aufwachsen zu lassen, ist wohl FR viel fortschrittlicher als in DE die Kinder, die 1,99 Kinder zeigen es und holen da die 82 Millionen Einwohner leicht ein, trotz der Verschwendungen von Steuergeldern in DE für Geburtenförderungen. Die Rahmenbedingungen stimmen eben nicht.

    Denn es bringt nicht mehr Kinder, Eltern müssen das Aufwachsen ihrer Kinder selbst bestimmen und steuern können. Die Politik kann nur die Rahmenbedingungen geben, und das kann nur heißen:
    Allen Kindern beide Eltern, dann werden auch die Geburtenzahlen steigen, da auch DE mit den 1,36 Kindern das europäische Schlusslicht ist, ja sogar international unter den letzten 20 ist.

  3. Hier ein paar Kommentare zu einem FAZ Bericht genau zu diesem Thema — die relativ hohe Geburtenrate Frankreichs verglichen mit der anderer europäischer Länder insbesondere der BR Deutschland:

    http://www.faz.net/aktuell/politik/europaeische-union/demographievergleich-frankreich-altert-deutschland-vergreist-1936373.html

    Hier geht’s zu den Kommentaren:
    http://www.faz.net/aktuell/politik/europaeische-union/demographievergleich-frankreich-altert-deutschland-vergreist-1936373.html#comments

    Das Volk der „Grande Nation“
    hat offenbar eine andere Haltung zu sich selbst und seiner Zukunft, als die Deutschen. Die Haltung der Deutschen ist nicht vom Himmel gefallen, sondern von der politischen Klasse so gewollt, von Adenauers „Kinder haben die Leute doch sowieso“, der Haltung der 68er bis zum heutigen Embryonenschutzgesetz.
    „Warum machen wir das hier alles noch?“, bemerkte letztens die Mutter dreier Kinder in meinem Bekanntenkreis. Und wir leben von zwei halben Gehältern, um unsere Kinder zu betreuen, vom Hand in den Mund, es bleibt nichts übrig.
    Die Politik hat die Rahmenbedingungen kinderfeindlich gestaltet, von der Staatsschuld/Kopf bis zur Rütli-Schule, das sind die Verantwortlichen.
    *****************

    Jürgen Herberger – 08.02.2010 11:17 Uhr
    Aufgrund der schnellen Einbürgerungsverfahren …
    „… liegen zuverlässige Statistiken über den Anteil von Müttern mit Migrationshintergrund in Frankreich nicht vor.“
    Sollte der irgendwann einmal bekannt werden, wird die Bevölkerungsentwicklung in Frankreich sicher nicht mehr ganz so „ungewöhnlich“ erscheinen. Der ist nämlich enorm. Aber leider wird es ja vermieden solche Daten zu veröffentlichen, um Polemik vorzubeugen. In einer ausländischen Zeitung erschien kürzlich eine Analyse, die Frankreich als den nächsten Libanon sah. Ein sehr hoher Preis für stetes Bevölkerungswachstum wie ich finde, ganz abgesehen davon dass eine kontinuerlich wachsende Bevölkerung im Angesicht der weltweit abzusehenden Ressourcenengpässe nicht das Mass aller Dinge sein dürfte.
    ***********************

    Harry LeRoy – 12.02.2010 13:24 Uhr
    Das liebe demographische Problem, mal wieder…
    Hätte es in diesem unserem Staate in den letzten Jahrzehnten so etwas wie eine Regierung gegeben, die diesen hohen Namen auch verdient hätte, so würde man sich weitaus ernsthafter Gedanken um die unzureichende Reproduktion des Staatsvolkes gemacht haben; nicht ohne Grund sieht der alte Rousseau nämlich die Fruchtbarkeit einer Bürgerschaft als Gütemerkmal der politischen Verfassung und Regierung derselbigen an: „Was ist denn der Zweck der politischen Vereinigung? Doch nichts anderes als die Erhaltung und Wohlfahrt ihrer Glieder. Und welches ist das sicherste Kennzeichen, daß sie sich erhalten und gedeihen? Die Zunahme der Bevölkerung. Man suche doch also dieses vielbestrittene Kennzeichen nicht wo anders. Bei Gleichheit aller übrigen Verhältnisse ist unstreitig die Regierung die beste, unter der sich ohne fremdartige Mittel, ohne Naturalisation, ohne Kolonien die Zahl der Bürger fort und fort vermehrt. Die Regierung dagegen, unter der ein Volk abnimmt und dahinschwindet, ist die schlechteste. Jetzt, ihr Rechenkünstler, macht euch an das Werk! Zählt, meßt und vergleicht!“ – und in dieser Hinsicht bekleckert sich die II. deutsche Republik, wie in so vielen anderen Dingen, nun nicht gerade mit Ruhm!
    ********************

    Sam Tyler – 09.02.2010 14:50 Uhr
    Alles falsch.
    Die Fertlitätsrate in Frankreich kann massgeblich auf Zuwanderung und die damit verbundene Übermackerung der Gesellschaft zurückgeführt werden. Schauen Sie sich einfach die Zahl der Familien mit hoher Kinderzahl an (4 oder mehr) und ermitteln sie den kulturellen Hintergrund. Schauen Sie sich dann den übrig bleibenden statistischen Unterschied in der Fertlität im Vergleich zu Deutschland an. Frankreich macht nichts besser und Deutschland ist auf dem richtigen Weg.
    Die Zeit ist auf unserer Seite!
    ***************

  4. Ignoranz erkenne ich da bei einigen, denn es sieht so aus, als ob alle Bürger in Deutschland deutsche Staatsbürger sind!

    Jetzt mutmaße ich mal, als ob wir keine Türken oder andere viel-gebärende Nationen in DE hätten?

    Wie wäre dann die Geburtenrate?
    Über 1%,
    unter 1%,
    wesentlich unter 1%.

    Ich schätze 0,7-0,8%. Die Politik macht es möglich beim deutschen Staatsbürger, man nennt es auch gesteuerte Ideologie, die man bei Ausländern nicht so leicht steuern kann, denn sie wurden NOCH NICHT durch die jahrzehntelange Gehirnwäsche gezogen!

  5. Hallo Gast

    Ich persönlich Teile die Ansichten der Kommentatoren nicht, ich wollte sie nur mitteilen.

    Dein Beitrag der Wer wird Millionär Frage hat mich ziemlich schokiert, und da habe ich ein wenig Nachforschungen betrieben. Man weiß ja dass die Geburtenrate in D im Keller ist, jene in Frankreich an paar Stufen oberhalb auf der Kellertreppe, aber dieses Beispiel, die 850000 Geburten haben mit die ganze Misere noch Mal ins Gedächtnis gerufen,…

    Danke für deinen Kommentar…auch wenn er mich bestürzt.

  6. Vater und Kinder sterben bei Unfall in Frankreich - pingback on 5. Dezember 2011 um 14:00
  7. Keine Gerechtigkeit für Väter « FemokratieBlog - pingback on 21. November 2012 um 12:17

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