Femokratie News 240-2011

Sexueller Medienkoffer?
In Berlin kam man auf die schlüpfrige Idee, Grundschulkinder schon mal frühzeitig auf die Themen »Familien, Lebensweisen und sexuelle Viel­falt« auf­merk­sam zu machen. In diesem Beitrag legt Narrowitsch dar, dass gut­men­scheln­de Überzeugungstäter über eine solche Indoktrination bei den Knirp­sen mög­li­cher­wei­se genau das Gegenteil von dem erreichen, was sie zuvor in Gen­­der­­se­mi­na­ren am Reißbrett ausgetüftelt haben. Stadtmensch-Chronicles

Forbes-Liste · Merkel ist wieder „mächtigste Frau der Welt“
Die Kanzlerin hat Michelle Obama verdrängt – vom Spitzenplatz der For­bes-Liste der mächtigsten Frauen. Doch sie belegt diese Position nicht zum ersten Mal. ZEIT

Arbeitslose Frauenhaus-Mitarbeiterinnen?
[..]Was macht so eine Person, die seit Monaten aus unerklärlichen Grün­den gegen eine Frau wettert und schlechte Luft verbreitet mit ihrer eh schon zu vielen freien Zeit? Vielleicht mal zur Abwechslung über sich nachdenken wäre an Guter Vorsatz. Und dann zum Resultat kommen, das es nicht ganz so gut war, die Meinung zu laut kundzutun, die man über eine Person hat, die man nicht mal wirklich kennt? Gleichstellung der Geschlechter

Schuldenkrise –
Von der Leyen fordert die Ver­ei­nig­ten Staaten von Europa

Ursula von der Leyen positioniert sich als Europa-Vordenkerin. Im Ge­spräch mit dem SPIEGEL fordert die Ar­beits­mi­nis­te­rin einen Ausbau der EU – ihre The­se: Nur wenn der Staatenbund in wichtigen wirtschaftspolitischen Fra­gen stärker kooperiert, kann er im glo­baIlen Wettbewerb bestehen. Spiegel

  • Was im kleinen – sprich: Familie – nicht klappt, soll im Großen funktionieren? Euro­pä­i­sche Politiker werden langsam größenwahnsinnig…

Titanicprozente – westliches Kas­tensystem
In diesem Beitrag wurden Tabellen eingestellt, die dem berühmten Satz „Frauen und Kinder zuerst“ Rechnung trägt. In den Tabellen wurden die Passagiere zum einen nach Geretteten und Opfern mit der ent­spre­chen­den Klassenzuweisung eingestellt und zum anderen nach Per­so­nen­grup­pen. Wieviel »Gleich­be­rech­ti­gung« verträgt das Land?

Justizirrtümer – Wie der Staat die Opfer abspeist
„Zu unserem letzten Thema: Stellen Sie sich vor, sie sitzen unschuldig im Gefängnis. Ihre Welt – ein paar Quadratmeter, jahrelang. Und wenn Sie rauskommen, werden sie für den Justizirrtum mit einem Butterbrot ab­ge­speist. Sicher, Fehlurteile kann man nicht verhindern, aber müssen Jus­tiz­op­fer in Deutschland für einen Hafttag weniger Entschädigung bekommen als Bahnreisende für eine Stunde Zugverspätung? Über den schäbigen Um­gang des deutschen Staa­tes mit seinen Justizopfern berichten Jan Schmitt und Achim Pollmeier.“ Monitor

Vorteile des Wettbewerbs
[..]Aber der Schluss daraus, dass Frauen dann lieber in einer Ge­sell­schaft leben wollen, in der es keinen Wettbewerb gibt, ist meiner Mei­nung nach trotzdem falsch. Frauen mögen im Schnitt weniger In­te­res­se daran haben, sich in einem Wettbewerb zu beweisen als Männer (auch wenn ein­zel­ne Frauen da Männern in nichts nachstehen müssen), sie haben aber durch­aus ein hohes Interesse an den Folgen des Wettbewerbs, nämlich dem sich daraus er­ge­ben­den Wohlstand und dem technischen Fortschritt. Es zeigt sich meiner Meinung nach sogar, dass Frauen eher in Gegenden ziehen, die fort­schritt­lich und modern sind und den sich daraus ergebenden Luxus seltener ablegen wollen. Alles Evolution

Familienpolitik – Neuer Streit ums Elterngeld statt Reformen
Die Koalition versprach, aus Deutschland eine Bildungsrepublik zu ma­chen. Doch statt Qualitätsstandards in Kitas zu etablieren, soll das El­tern­geld ab­ge­schafft werden. ZEIT

Loriot – ein preußischer Komiker und seine Epigonen
Vicco von Bülow hat mit seinem Humor zur Selbstfindung der Deutschen beitragen – Mag sein, dass die Deutschen, wie von ihnen behauptet wird, lange Zeit tatsächlich keinen Sinn für Humor besaßen. Bis ein Preu­ße kam, der die Deutschen den Hu­mor in sich entdecken ließ. Dass die Deut­schen zu lachen gelernt ha­ben, sogar über sich selbst, das verdanken sie vor allem Loriot.
Und heute? Was hat sich verändert? Vieles. Nicht unbedingt zum Besseren. Die da­hin­schwap­pen­de Flut der Comedys verheißt noch nicht anspruchsvollen Humor-Ge­halt. Im Gegenteil. Das gesellschaftliche Klima hat sich gewandelt – und damit auch die Komik. Das Lachen über sich selbst ist aus der Mode gekommen. Es dominiert, vom Konkurrenzdenken geprägt, das Verlachen des anderen, um diesen zu er­nie­dri­gen, sich als brachialer Spaßbolzen darüber zu erhöhen. Und die Gesellschaft klopft sich über Ausgelachte auf die Schenkel. Deutschland hat doppelt Grund, um Loriot zu trauern.dradio

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1 Kommentare.

  1. Die Risiken der Prophezeiung

    „Mangelnder Mut scheint der verbreitetere Fall zu sein. Er tritt ein, wenn der angebliche Prophet, sogar wenn ihm alle relevanten Fakten vorliegen, nicht sehen will, dass sie unweigerlich nur eine einzige Schlussfolgerung zulassen.“

    Arthur C. Clarke

    Die einzige Möglichkeit, die „Finanzkrise“ (globale Liquiditätsfalle nach J. M. Keynes) zu beenden, ist die Verwirklichung der Natürlichen Wirtschaftsordnung (freie Marktwirtschaft ohne Kapitalismus). Über alles andere braucht niemand mehr nachzudenken:

    http://opium-des-volkes.blogspot.com/2011/08/naturliche-wirtschaftsordnung.html

    „Die zweite Art des prophetischen Versagens ist weniger tadelnswert und wesentlich interessanter. Sie tritt auf, wenn alle verfügbaren Fakten richtig eingeschätzt und geordnet werden – wenn aber die wirklich wesentlichen Fakten noch nicht entdeckt sind und die Möglichkeit ihrer Existenz ausgeschlossen wird.“

    Arthur C. Clarke

    Der einzige Grund, weshalb der eigentliche Beginn der menschlichen Zivilisation erst im Angesicht der größten anzunehmenden Katastrophe der Weltkulturgeschichte (Armageddon) verwirklicht werden kann, ist die Religion, unabhängig von „Glaube“ oder „Unglaube“:

    http://opium-des-volkes.blogspot.com/2011/08/grande-finale.html

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