Femokratie News 239-2011

Zwangsvater geworden durch anonyme Samenspende, nach des­sen Tod erbt das Kind trotzdem
Der Kinderwunsch der Eheleute blieb lange unerfüllt. Auch ver­schie­dene Versuche einer In-Vitro-Fertilisation scheiterten. Schließlich wurde mit Ein­ver­ständ­nis der Mutter ein Ei der Mut­ter in Kiew (!) mit dem Samen eines ano­ny­men Spenders befruchtet und eingepflanzt. Ob auch der Ehemann damit ein­ver­stan­den war, ist strittig. Noch vor der Geburt der Zwillinge am 14.06.06 (eines der Kinder verstarb kurz nach der Geburt) erlitt der Ehemann am 02.06.06 eine Ge­hirn­blu­tung, von der er sich nie wieder erholte. Im Ok­to­ber verlies die Ehefrau samt Kind ihren Mann. Er (vermutlich vertreten durch einen Betreuer) betrieb ab Ja­nu­ar 2007 ein Vaterschaftsanfechtungsver­fah­ren und ab November 2007 ein Schei­dungs­ver­fah­ren. Beide Verfahren verzögerten sich – warum ist streitig. Je­den­falls ver­starb er am 27.08.09, ohne dass die beiden Verfahren zu Ende geführt worden wären. Die Eltern des Ehemannes beantragten nun vor dem LG Berlin festzustellen, dass der am 14. Juni 2006 geborene J. R. A. nicht Erbe des am 27. August 2009 ver­stor­be­nen R. A. ist. Das Landgericht wies die Klage ab. beck-blog

Iran ersucht Ministerinnen islamischer Länder um Hilfe für so­ma­li­sche Frauen und Kinder
Teheran – Die Beraterin des ira­ni­schen Präsidenten und Leiterin des Zen­trums für Frauen- und Familienangelegenheiten sagte: „Wir er­su­chen die Mi­nis­te­rin­nen islamischer Länder ihre ganze Kraft für die Un­ter­stüt­zung der so­ma­li­schen Frauen und Kinder zu geben. “ Mariam Modschtahed-Zadeh sagte in einem Ge­spräch mit dem Reporter von Mehr News in Mogadischu bezüglich ihres Treffens mit Frau Ascha Osman Akiil, der Frauen- und Familienministerin Somalias: „Die so­ma­li­schen Frauen und Kinder sind in einer sehr kritischen Lage und be­dau­er­li­cher­wei­se sind 3 Millionen Frauen und Kinder vom Hungertod bedroht.“ IRIB

  • Frauen und Kinder zuerst, das gilt anscheinend auch in islamischen Ländern. Wen in­te­res­sierts, wenn Männer ver­hun­gern…

Go topless day
Wie man Pres­se­be­rich­ten entnehmen kann, demonstrieren ame­ri­ka­ni­sche Feministinnen derzeit für das Recht, sich oben ohne in der Öf­fent­lich­keit zeigen zu dürfen:  Männer dürfen mit nackter Brust durch die Ge­gend spazieren. Frauen nicht. Das ist ungerecht, finden Frauenrechtlerinnen in den USA. Sie zogen sich aus und los, um für ihr Oben-Ohne-Recht zu de­mon­strie­ren … MANNdat

Abtreibung (Zitate)
„Vor der Geburt ist das Kind ein Teil der Frau, eine Art Eingeweide.“
„Sie [die Frau] empfindet sie [die Schwangerschaft] gleichzeitig als eine Bereicherung und als eine Verstümmelung. Der Foetus ist ein Teil ihres Körpers und auch wieder ein Parasit, der auf ihre Kosten lebt. Sie besitzt ihn und wird doch wieder von ihm besessen. Er schließt die ganze Zukunft in sich, und in­dem sie ihn in sich birgt, fühlt sie sich weltenweit. Aber gerade dieser Reichtum hebt sie auf, sie hat den Eindruck, sie sei überhaupt nichts mehr. Eine neue Exis­tenz ist im Begriff, sich zu offenbaren und ihre eigene Existenz zu rechtfertigen, und darüber ist sie stolz. Aber sie fühlt sich auch als das Spielzeug dunkler Mächte, sie wird hin- und her­ge­wor­fen, vergewaltigt.“ WikiMANNia

Therapie im Selbstversuch – Charlotte Roche und das in­sze­nier­te Tabu
Hinter der Fassade des inszenierten Tabus schlummert die eigene Bie­der­keit. Warum Charlotte Roche eine ego­ma­ne Protokollantin ist und ihr Ro­man „Schoß­ge­be­te“ alles darstellt, nur keinen Tabubruch. Cicero

  • Interessant sind auch hier die sehr unterschiedlichen Kommentare.

Je tiefer die Krise, desto höher der Schuhabsatz
Wie Frauen mit High Heels der Wirtschaftsmisere trotzen – Sexy, unbequem und ziemlich teuer: Luxuriöse Schuhe mit steilen Absätzen sind wieder schwer in Mode. Ihre Trägerinnen protestieren damit gegen die verbreitete Krisenstimmung, sagt die Kulturwissenschaftlerin Barbara Vinken. dradio

„Warum Frauenquoten dreifach paradox sind“
Die Personalberaterin von Boyen argumentiert im Spiegel gegen die Frau­en­quo­te und führt drei Gründe an, warum diese Paradox ist:  Die erste Pa­ra­do­xie der Quote besteht also darin, dass sie Frauen ab­wer­tet, bevor sie anderen Frauen helfen kann. Nämlich die Frauen, die es be­reits nach oben geschafft haben und deren Erfolge dadurch entwertet werden, weil sie mit Quotenfrauen in ei­nem Topf geworfen. Die zweite Pa­ra­do­xie der Quote lautet daher: Sie bringt eine Seg­nung, die zwar alle gut finden, die aber für sich selbst kaum eine Frau haben will. Es ist be­mer­kens­wert, wie oft dieses Argument auf­taucht und wie selten es im Fe­mi­nis­mus und an anderer Stelle aufgegriffen wird. Alles Evolution

Magazin „Männerzeitung“ – Die „Emma“ für Männer
Wann ist ein Mann ein Mann? Das Schweizer „Männermagazin“ befasst sich nicht mit dem ewigen Besser, Schneller, Größer, sondern mit Rol­len­bil­dern und Män­ner­rech­ten. ZEIT Online

  • Zunächst einmal wird wie üblich, die Frauenbenachteiligung früherer und jetziger Zei­ten aufgeführt. Interessant ist weiter, das der Ursprungsartikel im Ta­ges­spie­gel Frau­en und Männer – Schweizer Männer wehren sich“ betitelt wurde. Das die Män­ner­zei­tung aber mit der „Emma“ verglichen wird, spottet jeder Be­schrei­bung, da die Emma radikal ist und zu Gewalt aufruft. Noch unverständlicher wird der Vergleich, da das Män­nerma­ga­zin am Ende des Beitrages sogar ge­lobt wird.

Vier Jahre Unterbrechung führen nicht zwingend zum Er­lö­schen des Ausbildungsunterhalts
Die 1986 geborene Tochter schaffte 2004 den Hauptschulabschluss. An­schlie­ßend begann sie ein freiwilliges soziales Jahr, brach dies aber ab, um von Ok­to­ber 2004 bis Februar 2005 ein Praktikum in einem Kindergarten zu ab­sol­vie­ren und in dem Zeitraum von März 2005 bis Oktober 2005 an einem be­rufs­vor­be­rei­ten­den Lehrgang der Deutschen Angestellten Aka­de­mie teilzunehmen. Im An­schluss daran sie bis Juli 2008 als Zimmermädchen in einem Hotel tätig. In der Zeit von August 2008 bis Juli 2009 holte sie ihren Realschulabschluss nach und be­gann mit der Aus­bil­dung zur Sozialhelferin an einemBerufskolleg. Die Ausbildung wird – das Bestehen der Abschlussprüfung vorausgesetzt – im Juli 2011 beendet sein. beck-blog

„0,0 Promille für Jugendliche“
Das fordern Wolfgang Büscher und Bernd Siggelkow in ihrem Buch „Ge­ne­ra­tion Wodka“ – Der Alkoholkonsum unter Minderjährigen ist laut ak­tu­el­ler Drogen- und Kriminalitäts­sta­tis­ti­ken wieder leicht rückläufig. Den­noch gibt es unter Kindern und Jugendlichen einen weit verbreiteten exzessiven Al­­ko­­hol­­miss­brauch. Der Journalist und Buch­autor Wolfgang Büscher hat daher ra­di­ka­le Forderungen aufgestellt. dradio

  • Wolfgang Büscher macht zwar ein paar interessante Vorschläge, aber ob die um­setz­bar sind, steht auf einem anderen Stern. Verbote haben Kinder und ins­be­son­de­re Ju­gend­li­che schon immer gereizt, das genaue Gegenteil von dem zu tun, was man nicht darf.
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