Femokratie News 237-2011

Sexistische, mächtige Männer wie DSK – Die neue Ri­si­ko­grup­pe
Die Staatsanwaltschaft in New York hat beantragt, das Verfahren gegen Dominique Strauss-Kahn einzustellen. Für Feministinnen ist das keine schlechte Nach­richt. TAZ

Verfahren eingestellt. Because he Kahn?
Staatsanwalt Cyrus Vance beantragte gestern in New York die Ein­stel­lung des Prozesses, und es kann damit gerechnet werden, dass dem An­trag nach­ge­kom­men wird. Die Hauptintention bei der Beantragung der Ver­fah­rens­ein­stel­lung liegt dabei darin, dass Vance von einem „erfolglosen“ Pro­zess ge­gen Strauss-Kahn ausgeht. Somit geht es hier auch mal wieder vor allem um Mo­ti­va­tio­nen der beruflichen Reputation. Und: Es wird eben dann nicht zu einer Über­prü­fung der Ver­ge­wal­ti­gungs­vor­wür­fe kommen. der Freitag

  • Die Mädchenmannschaft hat dem vorherigen Beitrag der TAZ, geschieben von Ines Kappert, widersprochen. Diese Tatsache an sich wäre noch keine Extra Er­wäh­nung wert. Im ersten Kommentar schreibt allerdings jemand, warum er den Beitrag für grob un­rich­tig hält und verlinkt auf den 25-sei­ti­gen Antrag der New Yor­ker Staats­an­walt­schaft.

Anwältin über DSK-Prozess – „Der Täter pro­fi­tiert“
Die Anklage gegen Strauss-Kahn wurde zu Recht fallengelassen, sagt An­wäl­tin Theda Giencke. Auch wenn die eigentliche Tat da­­mit kei­nes­wegs bestritten ist.[..] Es ging vor allem um die Art und Weise, wie Diallo mit diesen Aussagen umgegangen ist. Die Fähigkeit, etwas sehr emo­tio­nal und strin­gent darzustellen, was sich dann als Unwahrheit erweist, zeugt von einer hohen Kon­fa­bu­la­tions­fä­hig­keit, wie man das nennt: der Fä­hig­keit, Geschichten zu er­fin­den. Man konn­te nicht erkennen, wann sie die Wahrheit sagt, weil sie so gut schau­spie­lern konnte. TAZ

Frauenhaus
Meine Erfahrungen mit Frau­en­häu­sern sind relativ beschränkt. Da wäre einmal das Gespräch mit einem Bekannten, der erzählte, dass sich sei­ne Frau von ihm getrennt hatte und mit dem Kind ins Frauenhaus ge­zo­gen ist. Etwas alamiert fragte ich, ob sie ihm irgendwas vorwirft und es eine schmut­zi­ge Trennung wird. Er erwiderte, dass man auch einfach so ins Frauenhaus ziehen kön­ne, es brauche nichts besonderes vorgefallen zu sein. Das zweite war ein Stand, an dem Geld für ein Frau­en­haus gesammelt und gegen Kürzungen der Zu­schüs­se pro­tes­tiert wurde. Ich habe mich mit den Damen am Stand kurz un­ter­hal­ten und es ging wohl da­rum, dass Zuschüsse gekürzt worden waren, weil man kei­nen vernünftigen Re­chen­schafts­be­richt übersandt hatte. Das erschien mir ver­ständ­lich, den Damen hin­ge­gen nicht. Eine Kürzung beim Frauenhaus sei eine Maß­nah­me GEGEN FRAU­EN und würde GEWALT GEGEN FRAUEN unterstützen. Die Kür­zung sei damit be­reits un­ab­hän­gig vom Grund frauenfeindlich. Alles Evolution

Irgendetwas ist schief an der Kommunikation zwi­schen alter und neuer Frauengeneration – Die nackte Wahrheit
[..]Doch Fakt ist, dass der alte Feminismus nicht „keinen Sex“ wollte, son­dern anderen Sex. Und zwar radikal. Schwarzers Engagement stammt aus einer Zeit, in der die Frauenbewegung so sexuell war, wie sie es sich heute nicht mehr träumen lassen könnte. Es war die Zeit, in der die Ak­tions­künst­le­rin Valie Export sich breitbeinig mit Ma­schi­nen­ge­wehr und entblößtem Ge­schlecht in „Panikhosen“ präsentierte, ihren Partner Peter Weibel am Hundehalsband durch Wiens Straßen führte oder mit dem le­gen­dä­ren „Tapp- und Tast­kino“ männliche Pas­san­ten aufforderte, ihr an die Brüste zu fassen. Es war die Zeit, in der so etwas wie Vagina Pain­tings ent­stan­den.[..] Was sich seit den Siebzigern verändert hat, könnte man unter die Stichwörter Aufklärung, Ausdifferenzierung, Ironisierung und Angst fas­sen. Vie­le Forderungen der zweiten Frauenbewegung haben sich tat­säch­lich er­übrigt, denn die Bewegung führte zur Aufklärung über weibliche Sexualität, die nun ihr Recht auf Lust einfordern kann. TAZ

  • Von welchem Recht spricht Andrea Roedig eigentlich? Seit wann gibt es ein „Recht“ auf Lust? Und wenn doch, steht Männern dieses dann nicht ebenfalls zu? Fra­gen über Fragen… 😉

Giftige Rosen
Was fairen An­bau in Ecuador so schwierig macht – Zwei Milliarden Ro­sen werden jedes Jahr von Ecuador aus in alle Welt verkauft, davon lan­den 25 Mil­lio­nen in deutschen Vasen. Doch die Arbeiterinnen auf den Rosenfarmen zahlen dafür einen hohen Preis. Oft ohne Schutzkleidung stehen sie zwölf und mehr Stun­den im Gewächshaus – mit Pestiziden und für einen Hun­ger­lohn. dradio

  • Endlich können Männer ihren Partnerinnen erklären, warum sie ihnen ungern Blumen bzw. Rosen schenken können 😉

Weingüter in Südafrika – Elende Arbeit für edle Trop­fen
Unterbezahlt, unwürdige Unterbringung, nicht gegen Gift geschützt: Auf südafrikanischen Weingütern werden Arbeiterrechte ver­letzt, kritisiert Human Rights Watch. TAZ

  • Und die TAZ beschäftigt sich sogar mit Arbeitern, denen Unrecht geschieht… wow.

„Wir sind Anwälte der Frauen“ – Interview mit Martin Lohmann
[..]Martin Lohmann: Doch. Leider ist es häufig so. Weil die Fantasie zur Hilfe und der Mut zur Ver­ant­wor­tung fehlen. Vor allem bei Männern. Sie sind es oft, die nach ihrem „Spaß“ vor den Konsequenzen weglaufen und als Väter von Ungeborenen die Mutter in die Verzweiflung schicken. Die Le­bens­schüt­zer in Deutschland und nicht nur hier sind letztlich auch Anwälte der Frauen, die als Mütter vielfach in die Ver­zweiflung des Tötens manövriert werden und dann auch noch Ärzten in die Hände fallen, die mit der Menschentötung Geld verdienen. Die Freie Welt

  • Das riecht aber arg nach einem lila Pudel. Das Frauen mindestens genauso un­ver­ant­wort­lich sind, kann sich der „Gute“ anscheinend nicht vorstellen.

hib-Meldung · 2011_08/2011_313/08
Im Bundestag notiert: Menschenrechte in der Entwicklungspolitik

Entwicklungszusammenarbeit/Antwort – 02.08.2011 Berlin: (hib/AHE) Das Konzept ”Menschenrechte in der Entwicklungspolitik“ soll nach dem Willen der Bun­des­re­gie­rung Achtung, Schutz und Gewährleistung der Men­schen­rech­te zur Messelatte in der wirtschaftlichen Zusammenarbeit machen. In einer Ant­wort der Bun­des­re­gie­rung (17/6374) auf eine Kleine An­fra­ge der Fraktion Bünd­nis 90/Die Grünen (17/6195) heißt es, das Konzept solle das Dach bilden, unter dem die Rech­te von Frauen, jungen Menschen, Menschen mit Be­hin­de­run­gen, in­di­ge­nen Völkern und anderen diskriminierten Gruppen in der Ent­wick­lungs­zu­sam­men­ar­beit stra­te­gisch gefördert werden. Neu sei ferner, dass die Durch­füh­rungs­or­ga­ni­sa­tio­nen künftig ihre Vorhaben auf menschenrechtliche Auswirkungen und Risiken prü­fen müss­ten. hib-Meldung

  • Für unsere Bundesregierung sind Männer mal wieder keine Menschen. Neu ist diese Er­kennt­nis natürlich nicht, trotzdem muss das dokumentiert werden.

Die Gleichmacherei der Grünen
[..]Der Wirtschaftsphilosoph Gerd Habermann schildert in seinem Artikel in der WELT die anti-liberale und auf Gleichmacherei ausgerichtete Po­li­tik der Grü­nen. Sie ist die Partei der „Staatsverehrung“. Ihre An­hän­ger ar­bei­ten weitgehend in den Lehr- und Betreuungsberufen, im Sozialsektor, als An­ge­stell­te und Be­am­te. Die Freiheit als Selbstverantwortung spielt in ihrem pa­ter­na­lis­ti­schen Pro­gramm keine entscheidende Rolle. Es geht ihnen um die Ausweitung des staat­li­chen Sektors. Die Freie Welt

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