Femokratie News 226-2011

Frauen als unterdrückte Gruppe in Abgrenzung zu anderen un­ter­drück­ten Gruppen
In der Diskussion um Feminismus und Männer als Feindbild ging es auch um die Unterdrückung der Gruppe Frau durch die Gruppe Mann und der Nachteile, die die Frau im Patriarchat hat. Ein gängiges Gegenargument ist das dort von Adrian wiedergegebene, das darstellt, dass es Frauen dafür, dass sie un­ter­drückt werden, erstaunlich gut geht in Vergleich zu anderen Gruppen und auch im Verhältnis zu den unterdrückenden Männern: „Die einzig un­ter­drü­ckte Grup­pe, die länger lebt, eine höhere Bildung, sowie ein höheres reales Einkommen als der Un­ter­drü­cker hat und bei der gesellschaftlich akzeptabel ist, den Un­ter­drü­cker für sich ar­bei­ten zu lassen.“ Alles Evolution

Lady Pop: Jungs, es ist an euch!
Amy Winehouse, Lily Allen, Jessie J oder Beyonce: Frauen führen ge­ra­de die Charts an. Sind Sie die besseren Popstars oder fehlt den Jungs das nötige Selbst­bewusstsein? Anfang August wurden die britischen Al­bum-Charts von Amy Winehouse‘ Back to Black angeführt, dahinter kam Adeles 21, dann Beyoncé, dann Adeles 19 und auf Platz fünf schließlich Amys erstes Album. Es ist klar, dass Amys Rückkehr in die Charts dem gesteigerten Interesse nach ih­rem Tod geschuldet war. Dennoch handelt es sich um eine recht erstaunliche Reihe von Platten weiblicher Solokünstler, die alle unter 30 sind. Ein Freund, der seit 20 Jahren in der Mu­sik­bran­che arbeitet, kommentierte die oben genannten Top 5 mit den Worten: „Männer wissen nicht mehr, wie man Popmusik macht.“ Schon seit ge­rau­mer Zeit haben Frau­en die britische Popmusik übernommen.[..] Denn diese Top-Five-Alben wurden alle von wild entschlossenen Frauen gemacht, die einfach mehr Eier hatten als ihre männlichen Kollegen. Außer Beyoncé fällt mir kein einziger gro­ße Popstar ein, der heterosexuell, verheiratet und mainstream ist – und den­noch geht es in den meis­ten ihrer Songs um das Überschreiten von Gen­der­gren­zen. der Freitag

  • Jahrelang wurde gejammert, das Mädels äh… Frauen kaum Chancen bekämen, jetzt sind sie endlich für ein paar Monate oben angekommen und schon meinen sie, Jungs bzw. Männer hätten keine bzw. weniger Eier in der Hose als Frauen. Da fällt einem nicht mehr viel zu ein 😉

Gender Mainstreaming und BAföG
Offener Brief an die Bundesbildungsministerin vom 03.08.2011[..] Ein Ver­gleich des Anteils der BAföG-Empfänger nach Geschlecht und Schul­typ zeigt, dass sich die Nachteile von Jungen nicht auf eine ge­schlechts­spe­zi­fi­sche Verteilung auf die Schultypen zurückführen lassen.[..] Da aus­zu­schlie­ßen ist, dass Mäd­chen über­wiegend aus ärmeren Familien kommen als Jungen, liegt hier eine deutliche Ungleichbehandlung auf Grund des Ge­schlechts vor. Nach den Prin­zi­pi­en des Gender Main­streaming, dem sich auch das Bun­des­bil­dungs­mi­nis­te­ri­um ver­pflichtet hat, sind diese Nachteile von Jun­gen bei der BAföG-Beziehung erklärungs­be­dür­ftig. Insbesondere vor dem Hintergrund, dass von bil­dungs­po­li­ti­scher Seite immer wieder darauf hin­ge­wie­sen wird, die signifikanten Bil­dungs­nach­tei­le von Jungen wür­den insbesondere bei sozial schwachen Familien auftreten, wiegt diese Un­gleich­be­hand­lung doppelt schwer. MANNdat

Ehegattenunterhalt – Nach der Drittelmethode ist vor der Drit­tel­me­tho­de?
Wir erinnern uns: das Bundesverfassungsgericht hat mit Entscheidung vom 11.2.2011 die „Drittelmethode“ zur Be­rech­nung von Ehe­gat­ten­un­ter­halt gekippt. Nach dieser Methode verringerte sich der Anspruch des ge­schie­de­nen Ehegatten auf Ehegattenunterhalt auto­ma­tisch, sobald der Un­ter­halts­pflich­ti­ge wie­der heiratete. Der Unterhalt für beide Gattinnen sollte laut BGH dann im Rahmen einer Gesamtbetrachtung im Wesentlichen so ermittelt werden, dass das Ein­kom­men al­ler drei Gatten addiert wurde und jeder Anspruch auf ein Drittel haben sollte. FokusFamilienrecht

Arbeitsgericht untersucht Versetzung von Özkans Fahrer
Der Streit wegen der Versetzung des ehemaligen Fahrers der nie­der­säch­si­schen Sozialministerin Aygül Özkan (CDU) vor dem Arbeitsgericht in Hannover geht weiter.[..] Grund für die Versetzung war nach ihren An­ga­ben ein Streit um die Bezahlung zahlreicher Überstunden, die bei Fahrten mit der Ministerin anfielen. Der Fahrer habe sich nach der Bezahlung von Überstunden er­kun­digt, sagte die Anwältin. Nach ihrer Dar­stel­lung soll Özkan daraufhin ge­sagt haben, wer sich hinter ih­rem Rücken an den Personalrat wende, der könne sie nicht fahren. T-Online

  • Das nenne ich doch mal die gelungene Integration einer Migrantin. Die ist ja fast so schlimm wie Renate Künast, deren Fahrer zeitweise 24h für sie da sein muss­te und entlassen wurde, als er einmal zu viel Alkohol getrunken hatte. Jeder Arbeitnehmer wünscht sich solch empathischen Frauen bestimmt gerne als Chef.

Luna zwischen allen Fronten
Sorgerechtsstreit um ein Berliner Mädchen – Fast 5 Jahre konnte Peter Tinnemann seine Tochter Luna nicht sehen. Er hatte das Sorgerecht, aber die Mutter entführte Luna. Spiegel TV-Autorin Sanja Hardlinghaus über den Fall und den überraschenden Ausgang. Spiegel TV-Video (13 Min.)

  • Hier würde ich mir wünschen, dass ein Richter mal nachhaltig mit seinem Hammer auf den Tisch klopft und beiden Eltern klar und deutlich vorhält, was sie mit ihrem Kind eigentlich veranstalten. Einerseits ist es ja schön, das der Vater „sein“ Kind wie­der bei sich hat, andererseits kann das Kind kein Wort deutsch und muss sich nun im deutschen Schulalltag integrieren. Natürlich ist alles möglich und viele Kinder lernen erst hier die Sprache. Im übrigen würde ich selbst­verständlich das gleiche in um­ge­kehr­ter Situation schreiben.

„Slutwalks“-Märsche in Deutschland
Die Bemerkung ei­nes kanadischen Polizisten war der Auslöser für die „Slut­walks“, zu deutsch Schlampenmärsche. Er hatte gesagt: Frauen soll­ten sich nicht wie „Schlam­pen“ anziehen, um nicht Opfer sexueller Ge­walt zu werden. Nun protestierten auch hier Frauen gegen diese Verharmlosung und für Selbst­be­stim­mung. Tagesschau

  • „To make the guys hot and to show them what they can`t have“. Diesen Satz schrieb eine in Kanada lebende Frau bei den Kommentaren. Eine Tochter ihrer Freun­din soll das gesagt haben, als sie nach dem „Warum“ zu den Slutwalk fragte. So, 08/14/2011 – 01:20 — Sylvia Mann

Staatsfernsehen übt sich als Schlampe
Wer alle Tassen im Schrank hat, begreift schnell, um was geht -um alles mögliche, nur nicht um sexuelle Selbst­be­stim­mung. Vor allem geht es um die Demon­stra­tion des feministischen Grundsatzes, Frauen müssen sich an keinerlei Regel halten, sobald sie das Zusammen­le­ben mit Männern be­tref­fen. WGvdL.com

I told you so…
Bereits vor längerer Zeit hatte meine Wenigkeit vor mafiösen und ge­walt­tä­ti­gen Strukturen gewarnt, die die Ant­wort auf die zunehmende Kor­rup­tion weniger Profiteure und die Ausgrenzung der unteren Be­völ­ke­rungs­schich­ten sein würden. Es ist nicht immer schön, Recht zu bekommen. Auch auf die Ge­fahr hin, als x-ster neunmalkluger Artikel zum Thema »Ausschreitungen in Eng­land« zu enden, kann man sol­che Ereignisse nicht immer unkommentiert lassen. Hier soll jedoch versucht werden, von den aktuellen tagespolitischen Auf­ge­regt­hei­ten zu ab­stra­hie­ren. Stadtmensch-Chronicles

Schwule Kapitalistenschweine
Der soziale Protest der Markenkleidung und Elektrogeräte entbehrenden Jugendlichen in Großbritannien geht weiter und erreicht mittlerweile die Hoch­bur­gen des Kapitalismus:[..] Und während die Leser von queer.de in üblicher links-grüner Manier vor Mitleid mit dem Mob auf der Straße zerfließen, bietet we­nig­stens einer eine fundierte Lösung an: Ein sozialer Hintergrund. Des­we­gen klaut man alles was nicht festgeschraubt ist. Meine Güte wir leben nicht in Af­ri­ka wo man we­gen hunger klaut und einen Grund hat. Sollen die randalierer sich doch als stricher anbieten, dann können die sich auch ihr neuestes iPhone leisten wenn es denen so wichtig ist, aber was zurzeit da abgeht in London ist das Er­geb­nis von schlechter Er­zie­hung. Gay West

  • Womit wir dann wieder bei Alleinerziehenden bzw. Feminismus wären 😉
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