Femokratie News 222-2011

Annegret Kramp-Karrenbauer · „Auch ich bin eine Quotenfrau“ 
Im parteiinternen Richtungsstreit der CDU schlägt sich Annegret Kramp-Karrenbauer, die designierte Nachfolgerin von Peter Müller im saar­län­di­schen Mi­nis­ter­prä­si­den­ten­amt, auf die Seite der Kanzlerin. Teufels Kritik greife „diffuse Gefühle“ auf. FAZ

  • Frau Kramp-Karrenbauer passt mit ihren Aussagen mMn eher zu den Sozis oder den Grünen.

Zwangsarbeit in Sim­bab­we – Folterdiamanten aus Marange 
Auf Diamantenfeldern in Simbabwe werden Zwangsarbeiter von Sol­da­ten und Polizisten gefoltert und vergewaltigt, berichtet die BBC. Si­cher­heits­kräf­te be­stä­ti­gen die Vorwürfe. Die EU zweifelt. TAZ

  • Ui… die TAZ widmet sogar den Männern einen Artikel.

Neue Wege für Jungs
Das Bun­des­mi­nis­te­ri­um für FSFJ und die Europäische Union fördern „Neue Wege für Jungs“, ein Projekt dessen „Koordination“ beim Kom­pe­tenz­zen­trum Tech­­nik – Di­ver­si­ty – Chancengleichheit e.V. liegt, das wie­de­rum seinen Daseinszweck darin sieht, „die Informations- und Wissensgesellschaft aktiv mit­zu­ge­stal­ten“ und dabei u.a. auf die „genderorientierte Berufs- und Le­bens­pla­nung sowie auf die Unterstützung und Beratung von Frauen-Technik-Netzwerken“ zu „fo­kus­sie­ren“. Jungen sind in den Fokus des Kompetenzzentrums gerückt, ver­mut­lich weil es Fördergelder für das Projekt von Europäischem Sozialfonds und Bun­des­mi­nis­te­ri­um für FSFJ gibt, und weil es gilt, Jungen auf Berufe und Studienfächer auf­merk­sam zu machen, in denen sie bislang unterrepräsentiert sind, z.B. als Friseur, als Pfle­ge­kraft oder als Erzieher in einer Kita. Zudem hat es sich das Kom­pe­tenz­zen­trum zum Ziel gesetzt, Jungen von traditionellen Männ­lich­keits­nor­men zu entwöhnen und „für die Vereinbarkeit von Familie und Beruf“ zu sensibilisieren und ihnen dann noch die fehlenden sozialen Kom­pe­ten­zen wie Empathie und Kom­mu­ni­ka­tions­fä­hig­keit zu verpassen (Chawlek & Diaz, 2008, S.15). Kritische Wissenschaft

Das Gendergeschäft
Die „Neuen Wege für Jungs“, die weitgehend darin bestehen, Jungen um­zu­er­ziehen, Ihnen traditionelle Männlichkeitsnormen abzutrainieren, sie darauf vor­zu­be­rei­ten, dass ihr Lebenssinn nicht etwa darin besteht, Neu­es zu entdecken, zu forschen und Leistung zu erbringen, sondern darin, Vater zu werden und für die Vereinbarkeit von Familie und Beruf sensibilisiert zu sein, habe ich bereits im letzten Post auführlicher dargestellt. Mit diesem Post versuche ich, ein wenig Trans­pa­renz für das Geschäft herzustellen, das sich mit Genderismus ma­chen lässt.[..] Im Einzelnen handelt es sich dabei um die folgenden Gelder:[..] Sum­me 7.05 Mil­lio­nen Euro[..] Kritische Wissenschaft

“Wenn Frauen mit Hirndefekt re­gie­ren”
Haben Sie auch gestutzt beim Lesen? In der Tat, das ist Sexismus pur…! Die Headline würde so in keiner Endredaktion durch­ge­hen. Aber wenn “Frau” durch “Mann” ersetzt wird, wird es durchgewunken, so geschehen bei Spiegel online… mit einem Beitrag von Sybille Berg. Ein AGEN­Ser ließ es sich nicht nehmen und konterte bissig. Hier….  agens

Im Gespräch: Kultusministerin Gabriele Warminski-Leitheußer – „Die Gemeinschaftsschule ist keine Gesamtschule“
Die Chancengleichheit soll verbessert werden: Die Einführung der Ge­mein­schafts­schu­le ist in Baden-Württemberg nicht die einzige geplante Re­form des Schul­sys­tems. Ein Gespräch mit Kultusministerin Gabriele Warminski-Leit­heu­ßer (SPD). FAZ

  • Ich frage mich immer noch, warum man im Bildungswesen ein Bundesland, das per­ma­nent gute Ergebnisse bei den PISA-Tests liefert, derart umgestalten will. Ob dabei etwas Gutes heraus kommen kann?

Datenschutz und GEZ: Schnüffelparagraph oder le­gi­ti­mes Aus­kunfts­mit­tel?
Haben Sie schon §9 des noch nicht verabschiedeten neuen (15.) Rund­funk­änderungstaatsvertrages gelesen? Da­nach ist der „Eigentümer oder der ver­gleich­bar dinglich Berechtigte der Wohnung oder des Grundstücks, auf dem sich die Betriebsstätte befindet, ver­pflich­tet, der Landesrundfunkanstalt Auskunft über den tatsächlichen Inhaber der Wohnung oder der Betriebsstätte zu erteilen Bei Wohnungseigentümer­ge­meinschaften kann die Auskunft auch vom Verwalter verlangt werden.“ Ihren Anspruch auf Auskunft kann die GEZ im Verwaltungszwangsverfahren durchsetzen. Die umstrittene Regelung soll zum 1. Januar 2013 in Kraft treten. Ver­mie­ter­ver­bän­de und Datenschützer protestieren vehement gegen sie Vorschrift wo­nach Eigentümer der Gebühreneinzugszentrale (GEZ) beim Auffinden zunächst nicht ermittelbarer Mieter helfen müssten. Haus- und Woh­nungs­eigentümer würden damit genötigt, Mietern hinterher zu spitzeln, klagen die Mieterverbände. Das wi­ders­preche u.a. dem Datenschutz. Was meinen Sie? Schnüffelparagraph oder notwendig um Schwarzen Schafen auf die Spur zu kommen? beck-blog

  • Das ist zwar keine feministische, nichtsdestotrotz ebenfalls eine Sauerei, die die meis­ten Menschen nicht mitbekommen.

Rivalität im Job – Zickenterror im Büro
Stutenbissigkeit unter Kolleginnen ist per se nicht schlecht. Rivalität hat auch Vorteile. Wann das Sich-Angiften gut ist und wann es gefährlich wird, erklärt Psy­chologe Kurt Theodor Oehler im news.de-Gespräch. Rivalität mögen Frauen eigentlich nicht, dennoch ist sie täg­liches Programm und oben­drein ganz nor­mal. Unter Menschen herrscht immer und überall Konkurrenz. Frauen betreiben sie aber anders als Männer – heimlich und subtil, statt offen und direkt. Vor allem dort, wo Ressourcen knapp sind – etwa im Job -, konkurrieren Frauen am härtesten. news.de

Wurdest Du Schlampe genannt? 
Am Samstag ist Slutwalk-Tag. Bei den Demos geht es um Solidarität, finden Anne Wizorek, Organisatorin des Berliner Walks, und Kolumnistin Katrin Röni­cke. Unser Slut-Talk[..] Das typische Argument, das ich kenne, ist: Die Frauen sind ja selbst Schuld, denn sie sagen ja nicht deutlich genug, dass sie nicht wollen. Oder: Sie würden vermitteln, sie wollten – wollen dann aber doch nicht. „Da muss man ja Gedanken lesen können, damit man nicht zum Ver­gewaltiger wird!“ – so in diese Richtung. Da werden dann auch so krasse Sprüche verbreitet wie: „Nicht alleine in einen Aufzug begeben, der schon von einer Frau benutzt wird, um falschen Vor­würfen vorzubeugen.“ Anne: Die Entwicklung der Diskussion ist schon sehr krass. Gerade, wenn man schaut, wie der Kachelmann-Prozess in den Medien behan­delt wurde – da entwickelt sich ein total gefährliches Bild: Das Bild von der Frau, die einfach mit dem Finger schnippt und sagt: „Der hat mich vergewaltigt“, und damit rachsüchtig Leben zerstört. In der Debatte geht dann immer unter, dass diese Frau das wirk­lich erlebt haben könnte und dann bei ihrem Gang in den Gerichtssaal völ­lig retraumatisiert wird. Schlimm sind auch solche Analogien, die wirklich un­glaub­lich sind: „Ich geh ja auch nicht mit ner Rolex in die Bronx!“.[..] Aber was ist ei­gent­lich das Ziel der Slutwalks? Da steckt ja so viel dahinter und irgend­wie ist es ja auch so schwierig zu erklären, woher es kommt, dass Vergewaltigungen quasi per­ma­nent an der Tagesordnung sind. der Freitag

Weibliche Emanzipation abgeblasen
Dass Frauen schon immer ein ambivalentes Verhältnis zu richtiger Eman­zi­pa­tion hatten, ist für den weltgewandten Mann nicht mehr als ein of­fe­nes Ge­heim­­nis und für jeden Antifeministen eine offensichtliche Tat­sa­che. Denn statt Emanzipation als eine Übernahme von Eigenverantwortung und Selbst­be­frei­ung aus eige­nen Stücken und ohne fremde Krücken zu begreifen, ver­ste­hen viele Frauen und ihre männlichen Speichellecker unter Emanzipation die Be­frei­ung der Frau von Mühsal und lästigen Pflichten, Verantwortung und Zugzwang. Die Söhne von Perseus

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