Femokratie News 207-2011

Wir schützen unsere Freiheit nicht, indem wir sie abschaffen
Es ist wirklich unglaublich: Die CDU/CSU-Fraktion nutzt die Anschläge in Norwegen aus und instrumentalisiert die Opfer von Oslo und Utøya für ihre sinnlose Forderung nach mehr Überwachung der gesamten Gesellschaft. Der innenpolitische Sprecher der CDU/CSU im Bundestag, Hans-Peter Uhl, fordert heute öffentlich mit Verweis auf Norwegen die Wiedereinführung einer Kommunikations-Vorratsdatenspeicherung, also dass von allen Menschen ohne irgendeinen Verdacht pauschal und auf Vorrat (sprich ins Blaue hinein) gespeichert werden solle, wer mit wem telefoniert, SMS oder E-Mail schreibt, wo man sich dabei befindet und wer mit welcher IP-Adresse im Netz surft. Netzpolitik

Geförderte Ungleichheit
Das Bafög (Bundesausbildungsförderungsgesetz) wird regelmäßig als Errungenschaft, mit deren Hilfe Chancengleichheit bei der Bildung her­ge­stellt werden soll, gefeiert. Die „Chancengleichheit“ wurde 2007 von der Bun­des­re­gie­rung beschworen, um die Novelle des Bafög zu legitimieren.[..] 497.149 der Schüler oder Studenten, die im Jahr 2009 Bafög erhielten, waren weiblich, 375.933 männlich. Das ist ein satter Unterschied von 32%. Und wie folgende Ab­bil­dung zeigt, er­gibt sich der Unterschied, wenn man nach dem Alter der Ge­för­der­ten kontrolliert, fast durchgängig. Kritische Wissenschaft – critical science

BAföG-Statistik 2010: 916 000 Geförderte in Deutschland
Im Jahr 2010 erhielten in Deutschland rund 916 000 Personen Leis­tun­gen nach dem Bundesausbildungsförderungsgesetz (BAföG). Wie das Sta­tis­ti­sche Bun­des­amt (Destatis) weiter mitteilt, stieg die Zahl der BAföG-Em­pfän­ge­rin­nen und -Empfänger somit im Vergleich zu 2009 um 43 000 be­zie­hungs­wei­se 5%. Un­ter den Geförderten waren knapp 324 000 Schülerinnen und Schüler sowie 592 000 Studierende. Destatis

Orale Vergewaltigung und Beweisfragen
In dem Fall Strauss-Khan geht es ja unter anderem darum, dass er sie zu Oralsex gezwungen haben soll. Bei dem Mädchenblog beschwert man sich über Zweifel daran, dass dies möglich ist. Meiner Meinung nach ist ein differenziertere Betrachtung erforderlich. Eine orale Vergewaltigung hat den offensichtlichen Nachteil, dass das Opfer mittels seiner Zähne erhebliche Schäden an dem Penis des Mannes anrichten kann und dies noch nicht einmal viel Mühe erfordert. Der Vergewaltiger begibt sich insofern in eine recht gefährliche Lage. Alles Evolution

Frage zum Jungenbeirat an Dr. Hermann Kues (BMFSFJ)
Abgeordnetenwatch: Sehr geehrter Herr Dr. Kues, mit Interesse habe ich die Gründung eines Beirats „Jungenpolitik“ verfolgt und dessen Ziel­set­zung zur Kennt­nis genommen. Leider haben meine Versuche, nä­he­res über den Beirat zu erfahren, außer wenig aussagenden Mitteilungen beim BMFSFJ nichst zu Tage be­för­dert. Abgeordnetenwatch

Was Jugendämter seit Jahren ignorieren – weil sich mit Ent­frem­dung Geld verdienen lässt
Auch wenn das Kind nicht bei einem Elternteil lebt, muss grund­sätz­lich der persönliche Umgang des Kindes mit dem um­gangs­be­rech­tig­ten Elternteil er­mög­licht werden. Dasselbe gilt auch wenn das Kind fremd untergebracht ist. (Pflegefamilie, Heim)Es entspricht dem Kindeswohl, ddie familiären Beziehungen auf­recht­er­hal­ten werden und das Kind nicht vollständig von seinen Wurzeln ge­trennt wird. Humane Bewegung gegen Sozialkahlschlag

Berufswahl, pränatales Testosteron und Digit Ratio
[..]Die Ergebnisse von Dr. Benedikt Hell und Katja Päßler bestätigen die Geschlechterstereotype von technisch ausgerichteten Männern und sozial engagierten Frauen. „Unsere Ergebnisse führen zu der Implikation, dass wir keine Gleichverteilung der Geschlechter in Studiengängen oder Berufen erwarten können oder gar fordern sollten“, schlussfolgert Benedikt Hell. Die Studie „Are occupational interests hormonally influenced?“ ist in der aktuellen Ausgabe der Zeitschrift „Personality and Individual Differences“ veröffentlicht. Alles Evolution

Sahra Wagenknecht
„Ich sehe mich nicht im Krieg mit den Männern“

Ab Seite 3: „Einen progressiven Mann hätte ich lieber an der Spitze als eine konservative Frau“
[..]Wagenknecht: Das wird völlig überschätzt. Ich sehe das nirgends, nicht mal beim Thema Gleichstellung. Immerhin gibt es auch in der Politik Frauen, die für reale Gleichberechtigung keinen Finger krumm machen. DIE ZEIT: Ist der »Krieg der Geschlechter« für Sie noch eine Kategorie? Wagenknecht: Ich sehe keinen Krieg der Geschlechter. Es gibt in vielen Bereichen dieser Gesellschaft nach wie vor eine Männerdominanz. Das hat mit gesellschaftlichen Strukturen zu tun, aber deswegen sehe ich mich nicht im »Krieg« mit den Männern. Ich finde es absurd, wenn Frauen sagen, es ist immer besser, wenn eine Frau dran ist. Nehmen Sie die Kanzlerin: Einen progressiven Mann hätte ich lieber an der Spitze als eine konservative Frau.[..] Die Zeit

Murdoch-Ehefrau Wendi – Tigermuttis echte Liebe
Mit einem Schlag wurde Wendi Murdoch weltberühmt. Ihr passionierter Ganzkörpereinsatz zugunsten ihres Gatten Rupert signalisiert nicht nur Fürsorge, son­dern auch eine neue gesellschaftliche Bewertung von Paa­ren mit großem Altersunterschied. Über sie die Nase zu rümpfen, ist nicht mehr zeitgemäß.[..]Und dann, gegen Ende seines Auftritts, will sich irgendein Twitter-Komiker mit einer Ladung Rasierschaum auf ihn stürzen – und wird von Wendi zu­rück­ge­schla­gen. Wendi Murdoch, geborene Deng, bis dahin sittsam hinter ihrem Gatten sitzend, ist Rubert Murdochs dritte Ehefrau und, wie die ganze Welt in­zwi­schen weiß, eine gut trainierte ehemalige Volleyballspielerin. Jedenfalls ist sie viel schneller als die Sicherheitsleute von Scotland Yard, sie wirft sich buchstäblich auf den Angreifer, attackiert ihn mit seinem eigenen Rasierschaumteller, den sie ihm zuvor entwunden hat, und verpasst ihm obendrein noch eine.  Spiegel

  • Langsam glaube ich auch, dass Männer romantischer als Frauen sind, denn der Text wurde von einem Mann verfasst. Ich würde Frau Murdoch, wenn über­haupt, als ge­schäftstüchtig bezeichnen und wenn die Menschen begreifen würden, das die Ehe ein Vertrag ist, würden vermutlich auch weniger geschlossen.

hib-Meldung · 2011_07/2011_309/09  
Neuregelung des Sorgerechts bei nicht verheirateten Eltern

Familie, Senioren, Frauen und Jugend/Kleine Anfrage – 26.07.2011
Berlin: (hib/AW) Die SPD-Fraktion will von der Bundesregierung wissen, wann sie einen Gesetzentwurf zur Neuregelung des Sorgerechts bei nicht ver­hei­ra­te­ten Eltern vorlegen wird. Die Fraktion beruft sich in ihrer Kleinen Anfrage (17/6592) auf die Ent­schei­dung des Bundesverfassungsgerichts vom 21. Juli 2010. Die Ver­fas­sungs­rich­ter hätten den Gesetzgeber aufgefordert, das Sorgerecht für nicht ver­hei­ra­te­te Paa­re neu zu regeln, und eine Übergangsregelung getroffen, nach der ein Fa­mi­lien­ge­richt beiden Eltern das Sorgerecht übertragen kann, auch wenn dies nur ein El­tern­teil beantragt. hib-Meldung

  • Diese Anfrage hat mich doch ein wenig verwundert. Die SPD setzt sich für Männer- bzw. Väterrechte ein?
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