Femokratie News 199-2011

Wozu einen Rechtsstaat?
Auf dem Law­blog findet man einen interessanten Beitrag über das Rechts­verständnis mancher Femis zu den Strafanzeigen gegen Ka­chel­mann oder Strauss-Kahn. Der Autor des Lawblogs nimmt in seinem Ar­ti­kel Stellung zu einem Beitrag einer gewissen Nadine Lantzsch, die ihrerseits in ei­nem Text auf »Me­dien­eli­te« in einer erstaunlich primitiven Gos­sen­spra­che gegen rechts­staat­li­che Prinzipien polemisiert.[..] Und wie immer, wenn irgendwo irgendwer das Wort »Ver­ge­wal­ti­gung!« in die Welt posaunt, fühlen sich auch andere fe­mi­nis­ti­sche Ket­ten­hün­din­nen wie die unsägliche Antje Schrupp auf­ge­rufen, ihre stein­zeit­li­chen Auffassungen ei­nes frauenzentrierten Rechtsverständnisses in die Welt zu blaf­fen. Schrupp schreibt sinngemäß, es sei doch sowieso egal, ob nach rechts­­staat­li­chen Prinzipien – ins­be­son­dere bei Vergewaltigungsprozessen – vor Gericht gestritten wür­de. Das ganze Rechtssystem sei doch ein System von Männern für Männer, da kön­ne man es so­wie­so nicht ernstnehmen und ohne Männer bräuchte man auch kei­ne Jus­tiz. Stadtmensch-Chronicles

Un­schulds­ver­mutung
Die Unschuldsvermutung ist eines der Grundprinzipien eines rechts­staat­li­chen Strafverfahrens und geht auf den französischen Kar­di­nal Jean Le­moi­ne (1250-­1330) zurück. Die Unschuldsvermutung wird heute von den meis­ten Ländern der Welt zumindest dem An­spruch nach an­er­kannt.[..] Die Gren­zen der Un­schulds­vermutung sind beim Vergewaltigungsvorwurf erreicht. Wenn eine Frau einen Mann bezichtigt, sie ver­gewaltigt zu haben, dann wird die Un­schulds­ver­mu­tung recht schnell aufgehoben, wird ein Vater – etwa in Sor­ge­rechts­aus­ein­an­der­set­zun­gen – beschuldigt, das Kind missbraucht zu haben, dann wird die Un­schulds­ver­mu­tung gar nicht erst angewandt. Das ist zwar nicht rechtsstaatlich, hat sich aber in die deutsche Rechts­pra­xis so eingebürgert. WikiMANNia

Das Wort zum Sonntag – Femifaschismus, wie er leibt und lebt!
Daß es der Femifaschismus nicht so sehr mit Rechtsordnung und GG hat, wissen wir ja spätestens seit Kachelmann und DSK. Nun gibt es nicht wenige Torf­köp­fe ‚in dieser unserer Republik‘, die sowas nicht so schlimm finden, halt ein bissel extrem und danach wieder zur Tagesordnung über­ge­hen. Btw: hätten Mas­ku­listen derlei unter sich gelassen, wäre sofort der Ruf nach dem Verfassungsschutz erschallt und jener hätte sicher einen Screenshot von der pösen rechten Maskuseite angefertigt. Daß mit zweierlei Maß gemessen wird, ist für uns indes nichts Neues. WGvdL.com

Genitalverstümmlung, Springer & Schuld
Die Springer-Presse positioniert sich in letzter Zeit pro Ge­ni­tal­ver­stüm­me­lung. Das tut sie aber erst, seit der Fokus der Debatte nicht mehr aus­schließ­lich auf dem Islam liegt. Erst seit auch das Judentum in die­sem Zusammenhang kritisiert wird agiert Springer pro. Beispielhaft ist der Artikel auf Welt Online. In die­sem Zusammenhang sei erneut auf den einchlägigen Kom­pen­sa­tions­kom­plex des Hauses Springer verwiesen, der offenbar über Axels Ableben hi­naus dort fortwirkt. Wie die taz dankenswerter Weise offenlegte, hatte Axel ei­ni­gen Dreck am Stecken: WGvdL.com

Entrechtete Väter – Der Aufstand der entsorgten Papas
Am Brandenburger Tor in Berlin wollen Scheidungsväter und -kinder für mehr Rechte demonstrieren. Auf keinem Gebiet, meinen die Or­ga­ni­sa­to­ren, werden Männer so klar diskriminiert. Zugegeben, es dürfte ein we­nig plakativ werden. Am symbolischsten Ort Deutschlands, dem Brandenburger Tor, wer­den Män­ner, Kinder und ein paar Frauen am Sonntag um 14 Uhr eine Mauer aus Papp­kar­tons bauen, um sie zu den Klängen von Pink Floyd wieder ein­zu­rei­ßen. An­schlie­ßend steigen heliumgefüllte Luftballons in den Hauptstadthimmel. Nur – anders als mit dieser XXL-Symbolik, meint der Organisator Eckard Kuhla von der Or­ga­ni­sa­tion agens, lässt sich nun mal keine Aufmerksamkeit für sein Thema er­zeu­gen: Die seelischen Verwüstungen, die Ehescheidungen nach sich ziehen, bei Kin­dern und El­tern. Focus

  • Etwas spät, aber immerhin ist überhaupt ein Artikel in einer großen deutschen Ta­ges­zei­tung online erschienen. Update: Im WGvdL.com-Forum hat jemand wei­te­re Links zur Aktion ein­ge­stellt.

Die Berliner Grünen im Wahlkampf – Die rote Renate
Miese Umfragen, Witze von SPDlern, ein betrunkener Mitarbeiter: Es läuft schlecht für Renate Künast, die Berlin regieren will. Jetzt setzt sie auf das Label „so­zi­al und gerecht“.[..] In Künasts eigenen Team da­ge­gen lief es zu­letzt nicht gut. Sie musste vor zwei Wochen ihren Wahl­kampf­ma­na­ger nach ei­ner Alkoholfahrt feu­ern. Die Ironie des Ganzen: Der Mann hatte aus­ge­rech­net auf Wo­we­reits Hoffest zu viel gebechert. Seitdem wird unter Sozialdemokraten auf Em­pfän­gen ger­ne der Witz gerissen: „Sind Grüne hier, die man be­trunken ma­chen kann?“ TAZ

Der neue Pamela-Feminismus
In der Affäre Strauss-Kahn triumphiert die Ideologie des bürgerlichen Tu­gend­ide­als.[..] Nicht nur die bürgerliche Öffentlichkeit, sondern große Tei­le des Fe­mi­nis­mus, den man nicht anders als Pamela-Feminismus be­zeich­nen kann, halten an der – durch irgendwelche Darwinismen neu auf­ge­pepp­ten – Vorstellung trieb­ge­steu­er­ter Lüstlinge fest, die ihre Macht dazu miss­brau­chen, Frau­en, die sonst nichts von ihnen wissen wollten, an die Wäsche zu gehen. Und das er­klär­te Haupt­ziel des Pamela-Feminismus besteht nun darin, Frauen vor solchen Über­grif­fen zu schützen.ZEIT

Frauen als Besserverdiener der Familie
In einem Spiegelartikel mit dem schönen Titel „Ach könnte er mir doch ein Pferd kaufen“ geht es um Frauen, die viel Geld verdienen und mit Mä­n­nern zu­sam­men sind, die weniger verdienen. Irgendwie wäre es ei­ni­gen Frauen lieber, wenn er auch Geld verdienen könnte, denn dann könnte er sie mehr um­wer­ben/ver­­sor­gen: Alles Evolution

Familienernährerinnen
Ich glaube, wir hatten das Thema schon mal: Familienernährerinnen. Es handelt sich um ein Projekt des DGB vom Bundesfrauenministerium ge­för­dert. Der Deutsche Gewerkschaftsbund, meiner Einschätzung nach wohl nicht zu unter 70 % von Männern finanziert, kümmert sich dort besonders rüh­rend um diese neue Frauenopfergruppe. Gerät Frau in die Standard-Lebenslage der Män­ner, Familienernäherer zu sein, bedürfen sie natürlich besonderen Mitleids. Neu ist in die­sem Zusammenhang lediglich, und um darauf besonders hinzuweisen ist dieses Posting geschrieben, dass das Bundesforum Männer nun ebenfalls her­bei­eilt, den Fa­mi­lien­er­näh­re­rin­nen beizustehen: MANNdat

de Maizière: Bundeswehr ist eine Freiwilligenarmee
Bundesverteidigungsminister Thomas de Maizière stellt im Interview mit der Bild am Sonntag klar: „Mit der Aussetzung der Wehrpflicht entsteht eine Frei­wil­li­gen­ar­mee, keine Berufsarmee!“ Es gebe jetzt 56.000 Be­rufs­sol­da­ten und 130.000 Zeitsoldaten. „Das bleibt wichtig für die Verankerung der Bun­des­wehr in der Gesellschaft.“ Bundesregierung

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