Was halten Sie vom Feminismus in Deutschland?

Der Feminismus ist eine Theorie und eine politische Bewegung mit dem Ziel, die Gleichberechtigung, Menschenwürde und Entscheidungsfreiheit von Frauen sowie Selbstbestimmung zu erreichen. Deutschland stimmt ab

  • Find ich gut. Es muss zukünftig noch viel mehr für Frauen getan werden. 12,92%
  • Finde ich nicht gut. Der Feminismus hat eher geschadet als genützt. 83.6%
  • Ich weiß nicht. 3,48

805 Abstimmungen bis 22.11.2011 · 12:00 Uhr – Ende der Umfrage: 31.12.2011

Kurzinfo: Da meine Freundin einen Autounfall hatte, habe ich diese besucht und konnte deshalb längere Zeit keine Beiträge schreiben.

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12 Kommentare.

  1. Das Ergebnis ist ja erschütternd!

    Bisher dachte ich, dass nur eine kleine Gruppe die destruktive Energie des Feminismus erkannt hat.
    Langsam keimt die Hoffnung, dass diese Fehlentwicklung teilweise korrigiert werden kann.

    Die Frauenbewegung war notwendig und positiv aber der Feminismus schadet Männern und Frauen. Wir brauchen mutige Menschen die sich gegen diese radikale Ideologie wehren damit endlich wieder eine echte Kooperation entsteht.

  2. Zitat: »Die Frauenbewegung war notwendig und positiv…«

    Nicht mal das war sie. Diskriminierende Gesetze, die eine juristische Ungleichheit von Frauen gegenüber Männern festlegten, wurden lange vor dem penetranten Genöle irgendwelcher Mittelschichts-Weiber*) (die mit der 68er-Bewegung in die Gazetten gespült wurden) beseitigt – von überwiegend männlichen Palavermentariern. Was der F. angeblich an positiven Dingen bewirkt hat, hat er durch seine jahrzehntelange Destruktivität sowieso längst ad absurdum geführt. Insofern ist es irrelevant, welche »positiven Dinge« oder »Notwendigkeiten« es dereinst einmal gegeben haben könnte.

    Zudem gehört es zur gesellschaftlichen Tragik, dass »nichts so alt ist wie die Zeitung von gestern«, weshalb eine abgehalfterte, ranzige Angelegenheit wie der F. mit seinen Argumenten von vorgestern – wie alle anderen überholten Hypes mit abgelaufenem Haltbarkeitsdatum – aus Prinzip keinerlei Charme entwickeln kann. Das ist ungefähr so spannend wie eine Vokuhila-Frisur. War mal schick. War mal.

    Tut mir leid. Es gibt in der Summe keine moralische Rechtfertigung für den F. unserer Tage und wir sollten nicht mal im Ansatz auf solche Rechtfertigungsversuche reinfallen, auch wenn sie ständig in den Medien rumgeistern. Das ist so »wahr« wie die 23%-Lüge. Oder die ominösen Multitaskingfähigkeiten der Frauen. Oder die größere Schmerzresistenz von Frauen. Oder die genetische Minderwertigkeit der Männer. Alles Blabla, heiße Luft. Think about it.

    *) Warum wohl kümmert sich »die Frauenbewegung« niemals um die schlechtbezahlte Kassiererin bei Lidl, Takko, Schlecker usw, sondern kaut einem dauernd ein Ohr ab für »Frauen in Führerpositionen«?

    Nichts für ungut,
    Stadtmensch

  3. @Stadtmensch:

    Naja,

    mit meiner Aussage will ich keineswegs den F. verteidigen – ganz im Gegenteil.
    Vielmehr will ich auf den Unterschied zwischen den beiden Begriffen (Frauenbewegung und Feminismus) hinweisen da beides immer wieder gleichgesetzt wird.
    Die Existenz der F.-Bewegung kann natürlich nicht die Enstehung des F. rechtfertigen.
    Dennoch: es GAB zahlreiche Benachteiligungen von Frauen. Daher hatte Die F.-Bewegung durchaus ihre Berechtigung. Sie war so lange moralisch geboten bis ihre Ziele über gleiche Rechte UND gleiche Pflichten hinausging.
    Sobald sie in den Feminismus übergeht, verliert sie jegliche Rechtfertigung.
    Ein immer wieder (absichtlich) gemachter Fehler ist das Heranziehen früherer Benachteiligungen die heute längst nicht mehr existieren. Die Radikalen versuchen eine kollektive historische Schuld zu kreieren. Die heutige Generation soll für die angeblichen Verfehlungen früherer Generationen haften. Diese Denkweise ist hochgradig gefährlich!
    Würde die Menschheit nach diesem Prinzip handeln, hätten wir uns bereits alle ausgelöscht.

    Ansonsten gebe ich dir vollkommen recht. Das angeblich existierende „Patriachat“ hat die frauenfreundlichen Gesetze erst ermöglicht. Und ja, der Feminismus korreliert stark mit dem Wohlstand einer Gesellschaft. Je reicher eine Gesellschaft ist, desto mehr „Benachteiligungen“ werden entdeckt. In anderen Ländern ist solch ein Unsinn gar nicht möglich. Denn dort müssen beide Seiten hart arbeiten und freuen sich wenn sie nicht verhungern.
    Wer aber zuviel Zeit und Geld hat, braucht offenbar ein Feindbild an dem er/sie sich abarbeiten kann. Oft werden eigene Probleme externalisiert und auf anderen Personen und Gruppen projeziert.

    Und wieder hast du vollkommen recht. Die Frauen-sind-bessere-Menschen-Ideologie ist pseudowissenschaftlich unterfüttert. Es werden „Tatsachen“ erfunden, Zahlen und Statistiken gefälscht. Beliebt sind auch Sprüche wie: „…Aber das ist doch allgemein bekannt…“.
    Eine Lüge wird durch Wiederholung aber nicht wahr. Leider werden viele Behauptungen ungeprüft von der Presse übernommen und erscheinen vielen Lesern somit als Tatsache.

    Selbstverständlich ist der Feminismus eine Lobbyorganisation die sich selbst Macht, Einfluss und Geld zuschustert. Eine größtmöglichste Finanzierung mit geringstem eigenen Einsatz soll erreicht werden. Das funktioniert offensichtlich recht gut. Was alles an absolut sinnlosen Stellen, Vereinen und Förderungen geschaffen wurde…
    Dre Großteil der Frauen profitiert davon allerdings nicht.

    Hoffentlich finden einige Politiker endlich den Mut diese Klientelpolitik zu beenden.

    Es gibt Hoffnung. Langsam aber sicher dreht sich der Wind.
    Jeder denkende Mensch ist aufgerufen sich im Alltag gegen den F. zu stellen!

  4. Hallo Christine, schön daß du wieder an Bord bist. Hast schon sehr gefehlt…!

  5. Vielen Dank Gerhard für Deinen Willkommensgruß 🙂

    Ich hatte zwar einen Laptop dabei und noch vorbereitete Beiträge veröffentlicht, aber irgendwann hat meine Freundin aus verständlichen Gründen gemotzt, da ich doch öfters im Internet war, als es uns gut getan hat. Sie hat mit Internet nichts am Hut und kann das alles auch nicht nachvollziehen. Letztendlich war ich aber über das Gemotze froh, denn schließlich habe ich meine Freundin ja nicht besucht, um ständig im Internet zu hängen, sondern um sie zu unterstützen in Dingen, die sie derzeit auf Grund des Unfalls einfach nicht erledigen kann.

    Außerdem hat es mir gut getan, mal eine kurze Zeit ein wenig Abstand von den Themen zu gewinnen. Die Welt geht auch ohne meine Beiträge nicht unter 😉

  6. @ Bernd – Du hast geschrieben:

    Dennoch: es GAB zahlreiche Benachteiligungen von Frauen. Daher hatte Die F.-Bewegung durchaus ihre Berechtigung. Sie war so lange moralisch geboten bis ihre Ziele über gleiche Rechte UND gleiche Pflichten hinausging.

    Mit Deinen Sätzen legst Du dar, dass Männer keinen Benachteiligungen ausgesetzt waren. Das dem nicht so war, brauche ich hoffentlich nicht näher erläutern.

    In diesem Zusammenhang würde ich aber gerne wissen, welche Benachteiligungen Frauen erdulden mussten, die anscheinend so gravierend waren, dass Politik und Medien sich Männern gegenüber alles herausnehmen können?

  7. @fkblog:

    Vielleicht habe ich mich undeutlich ausgedrückt.
    Dass Männern keinen Benachteiligungen ausgesetzt waren, habe ich nicht gesagt.
    Das waren sie und sind es heute ganz besonders.

    Eine Kritik am F. sollte jedoch fundiert sein. Man sollte schon anerkennen, dass er auf einer berechtigten Bewegung basierte, sich dann jedoch vollkommen von deren Ursprünge abgekoppelt hat. Mittlerweile hat er nichts oder sehr wenig mit der Frauenbewegung zu tun.
    Gerade das ist meine Aussage: Frauenbewegung und Feminismus sind nicht deckungsgleich!
    Da genau das häufig angenommen wird, erscheint Vielen der F. sympathisch und eine Kritik an ihm als eine Kritik an der Frauenbewegung. Um diesen massiven Irrtum zu vermeiden, ist eine klare Trennung der Begriffe außerordentlich wichtig.

    Keine Benachteiligung kann so gravierend gewesen sein, dass sie den heutigen Zustand rechtfertigt. Ich weiss nicht ob der Schaden, den diese Radikalen angerichet haben, je wieder zu beheben ist. Da die gesellschaftliche Spaltung mittlerweile aber so offensichtlich ist – man schaue sich nur das Ergebnis der Umfrage an – gibt es wieder Hoffnung auf eine Gegenbewegung.

  8. @Bernd: „Man sollte schon anerkennen, dass er [der Feminismus] auf einer berechtigten Bewegung basierte, sich dann jedoch vollkommen von deren Ursprünge abgekoppelt hat.“

    Das würde ich so nicht sagen. Die Frauenbewegung war von Anfang an radikal. Nicht insgesamt, aber zu einem großen, dominanten Teil. Ich will nicht sagen, dass sie unberechtigt war, aber einseitig – natürlich waren Frauen benachteiligt: Sie mussten die Kinder aufziehen und die Hausarbeit erledigen und hatten kaum oder gar keinen Zugang zu Bildung und bezahlter Arbeit – das war sicher für einige schlimm, für andere nicht. Männer waren aber mindestens genau so diskriminiert: Sie mussten oft von früh bis spät lebensgefährliche, dreckige und harte Berufen ausüben, um die Familie zu ernähren. Gab es Krieg, wurden allein die Männer in den manchmal sicheren Tod geschickt, sprich: geopfert „fürs Vaterland“. Für die Frauenbewegung war aber von Anfang an klar: Das Patriarchat unterdrückt die Frauen. Und stellvertretend für „das Patriarchat“ wurden oft „die Männer“ genannt. Nur weil die Politik eines Landes von einigen wenigen mächtigen Männern gemacht wird, wird sie allerdings noch lange nicht für Männer gemacht. Insofern ist der Begriff Patriaracht feministischer Blödsinn. Es gab nie ein Patriarchat und es gibt auch heute keines.
    Die Frauenbewegung hat sicher Gutes gebracht, immerhin hat sie an diesen starren Geschlechterrollen gerüttelt – aber eben viel zu einseitig, sexistisch, radikal, teilweise gewalttätig und hasserfüllt…

  9. Hört doch endlich auf, auf die feministische Propaganda reinzufallen!

    Es hat nie eine anständige, gerechte oder menschengerechte Frauenbewegung gegeben. Informiert euch, bevor ihr solchen Schmarrn wiederkaut!

    Die sogenannte Frauenbewegung war nie mehr oder etwas anderes als eine Rationalisierung für den aufwallenden Narzißmus aus der von Männern geschenkten evolutionär singulären Herrschaft der Frau über ihre Fruchtbarkeit und daher über die Konsequenzen des gemeinsamen sexuellen Akts, das heißt, über die Rolle des Mannes in der Elternschaft.

    Daß weder die Frauen noch die Männer mit dieser Perversion zurechtkommen, ist auf dem Hintergrund von 7 Millionen Jahren Ausgeliefertsein an die Natur der Körper selbstverständlich.

    Die Frau ist kein spirituelles Genie, und der Mann auch nicht. Daher jammert und keift sie, was das Zeug hält, und er windet sich in Schuldgefühlen und Wiedergutmachungen, wie es ihm sein Sinn für Ehre und Anstand gebietet.

    Wollt ihr euch erheben über die allgemeine Hilflosigkeit und Rationalisierung, nehmt zur Kenntnis, was schon Moses als Psychologie der Geschlechterbeziehungen formuliert hat:
    Sie begehrt ihn, und er herrscht über sie.

    Und insoweit sie oder er dieses – heutig formuliert – evolutionäre anthropologische Faktum leugnen, schaden sie sich selbst, dem anderen Geschlecht, den Kindern, der Menschheit und der Zivilisation.

    Inspofern sie die Kraft, den Mut und die Bescheidenheit aufbringen, die anthropologischen Gegebenheiten ideologisch zu akzeptieren, nützen sie der Menschheit auf ihrem Weg zur Erkenntnis und Verwirklichung der Wahrheit und der Liebe.

    Kein Schwein, Eber oder Sau kann sich dem entziehen, und selbst wenn er oder sie oder es eine mediale, staatliche oder internationale Auszeichnung für Verdienste um die Kultur erhielte, wäre sie in dem Ausmaß irrelevant, wie sie die anthropologischen Konstanten mißachtet oder mißinterpretiert.

    Versteht euch als Kämpfer und Helden des Kampfs um die Würde des Menschen, die täglich und stündlich bedroht ist von der Arroganz und Selbstgerechtigkeit, die uns alle immer versucht!

    Versteht euch als Apostel der Einsicht und Erkenntnis in die menschliche Herausforderung, den Geist als die ursprüngliche Existenz des Menschen zu ehren.
    Macht keine Kompromisse mit der Trägheit, der Bequemlichkeit und der Angst, die uns allen eigen ist.

    Wenn wir, die wir uns einbilden, mehr zu erkennen als die Allgemeinheit, nicht kompromißlos sprechen, wer sonst sollte das, was er für wahr, gerecht und gut hält, mit unerschütterlicher und erschütterlicher Treue zu seinem besten Wissen und Gewissen verbreiten?

    Wir sind so fehlbar und anfällig für die menschlichen Schwächen wie alle anderen, aber wir fühlen uns berufen, den Mund aufzumachen und zu sagen, was Sache ist, auch wenn wir nicht wissen, ob wir morgen noch glauben, was wir heute behaupten.

    Das ist unvermeidlich für uns alle. Also habt keine Zweifel an der Überzeugung, die ihr mit besten Wissen und Gewissen als richtig erachtet. Aber habt auch keinen Stolz, der euch daran hindert, sie, wenn nötig, morgen schon zu widerrufen.

    Was ich sagen will, hört auf mit der Gutgläubigkeit, den Kompromissen und der Bequemlichkeit, den Zeitgeist als doch irgendwie berechtigt zu wähnen.

    Der Zeitgeist ist ein Arschloch, windig, billig und verantwortungslos, sonst nichts.

    Und so weiter und so fort.

    Nur so, wenn man sich überhaupt äußert.

    Und ohne Anspruch, den passenden Ton zu treffen. Eigentlich in der Hoffnung, den beleidigenden und provozierenden zu verwenden. Warum? Weil nur die, die sich über die Beleidigung und die Beleidigbarkeit erheben, von Nutzen für die Menschheit sind.

    Trotz aller Großsprecherei in der Hoffnung auf Dienlichkeit

    Zeiger

  10. @Bernd

    Kannst Du mir mal bitte den Unterschied zwischen der Frauenbewegung und der feministischen Bewegung erklären? Ich erkenne da keinen, ob leider oder nicht, sei dahin gestellt.

    @nometa

    Weißt Du, was ich auch an Deiner Aussage erschreckend finde? Dass es mittlerweile Mainstream ist, Kinder zu bekommen als Benachteiligung der Frauen zu sehen. In Zeiten von Aufklärung und diverser Verhütungsmittel ist das für mich absolut nicht nachvollziehbar und geht einfach nicht in meinen Kopf rein.

    Irgendwie erinnert mich Deine Aussage an ein Gespräch mit einer Hebamme. Diese meinte vor vielen Jahren, das sie glaubt, das nur ca. 50% der werdenden Mütter Wunschkinder bekommen, was sie sehr erschreckend fand. Damals konnte ich ihr nicht glauben, mittlerweile bin ich davon überzeugt, dass sie recht hatte. Traurig, traurig…

    @Zeiger

    Danke für Deine klaren Worte 🙂

  11. @Christine: Deine Erschrockenheit hat nichts mit meiner Aussage zu tun. Kinder zu kriegen ist natürlich keine Benachteiligung der Frauen, das habe ich auch nicht geschrieben. Ich habe geschrieben, es WAR eine Benachteiligung, dass sie in diese Rolle gedrängt wurden; ob sie wollten oder nicht. Dazu schrieb ich extra noch: „das war sicher für einige schlimm, für andere nicht.“
    Nie im Leben käme ich auf die Idee, Kinderkriegen als Benachteiligung zu bezeichnen (es sollte das Schönste auf der Welt sein!), und ich verstehe beim besten Willen nicht, warum Du mir das unterstellst.

    Dieses Video zeigt ziemlich genau das, was ich schrieb:
    http://www.youtube.com/watch?v=WTz8epARsTY&feature=channel_video_title

  12. @nometa

    Sorry, wenn ich Dich falsch verstanden habe. Ich wollte Dir keinesfalls ein (böse) Absicht unterstellen. Obwohl ich es mir ziemlich abgewöhnt habe, sofort auf unverständliche Beiträge zu reagieren, unterliege auch ich hin und wieder einem Reflex 😉

    Leider lese ich es immer wieder, auch und gerade von Müttern, welchen Benachteiligungen sie wegen ihrer Kinder unterliegen und wenn sie das gewusst hätten, dann…

    Nochmals Entschuldigung 🙂

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