Equal Pay Day

Selbsttest für Unternehmen

Die Unternehmen rief sie (Ursula von der Leyen) dazu auf, sich einem Selbsttest mit dem kostenlosen Programm „Logib“ zu unterziehen. Die Software wird derzeit vom Familienministerium entwickelt und soll im Sommer fertig sein. Mit dem Programm können Unternehmen testen, ob und warum es bei ihnen Lohnunterschiede zwischen Frauen und Männern gibt [Bundesregierung]

Gleichbehandlung von Frauen und Männern in der Arbeitswelt fordert Bundesaußenminister Steinmeier

„Gleicher Lohn für gleiche Arbeit – das klingt selbstverständlich, ist aber noch längst nicht Realität. Der morgige „Equal Pay Day“ erinnert daran, dass es auch in unserem Land noch erhebliche Einkommensunterschiede zwischen Männern und Frauen gibt. Unser gemeinsames Ziel muss sein, die Voraussetzungen zu schaffen, damit sich diese Lohnschere schließt. Hierzu gehören eine bessere Vereinbarkeit von Familie und Beruf, eine größere Anzahl von Frauen auch in naturwissenschaftlich-technischen Berufen und nicht zuletzt deutlich mehr Frauen in den Führungsetagen von Politik und Wirtschaft. Ich halte Fortschritte in diesen Bereichen für essentiell, um die Modernisierung unseres Landes voranzubringen und seine Zukunftsfähigkeit zu sichern.“ [Auswärtiges Amt]

Logib-D: Instrument zur Überprüfung der Lohngleichheit

Als ein Instrument zur Verringerung der Lohnlücke bietet das Bundesfamilienministerium für Unternehmen Logib-D an. Dieser Selbsttest ermöglicht es Unternehmen zu prüfen, ob es deutliche Entgeltunterschiede zwischen Frauen und Männern gibt und was die Gründe dafür sind. Logib wurde für die Schweiz entwickelt und wurde jetzt für Deutschland im Auftrag des Bundesfamilienministeriums angepasst. Mit Microsoft Deutschland, dem Krankenhausbetreiber Marienhaus GmbH, dem Arzneimittelhersteller Weleda und der Deutschen Rentenversicherung Braunschweig-Hannover testen vier ganz unterschiedliche Partner die Basisversion von Logib [Frauenministerium]

Ursula von der Leyen: „Wir müssen mit vereinten Kräften daran arbeiten, die Lohnschere zu schließen“

Initiiert und gefördert vom Bundesfrauenministerium gibt es an diesem Tag – getragen von einem breiten Aktionsbündnis – in ganz Deutschland Aktionen und Veranstaltungen, die auf die Ursachen der Lohnlücke hinweisen. Gemeinsam mit der Wirtschaft, den Sozialpartnern sowie der Europäischen Union ist sich die Bundesregierung einig, dass die Bekämpfung der Entgeltunterschiede gemeinsames Ziel sein muss. Dabei möchte das Bundesfrauenministerium alle Akteure zusammen führen, damit jeder und jede dort aktiv wird, wo er, wo sie Veränderungen bewirken kann. Mit dem Ausbau der Betreuungsangebote für Kinder unter drei Jahren bis zum Jahr 2013 sowie dem Elterngeld ist die Bundesregierung bereits wichtige Schritte gegangen, um die Erwerbsbiografien von Frauen und Männern anzunähern. Mit dem Aktionsprogramm „Perspektive Wiedereinstieg“ setzt sich die Bundesregierung gemeinsam mit der Bundesanstalt für Arbeit dafür ein, dass Frauen nach einer familienbedingten Erwerbsunterbrechung erfolgreich wieder beruflich Anschluss finden [Frauenministerium]

Soweit die Pressemitteilungen diverser Ministerien. Was könnte ich dazu schreiben, was den hier Lesenden noch nicht bekannt ist? Beim überfliegen diverser Foren habe ich mit bekommen, das auch die Medien mit diesem Thema voll beschäftigt sind.

Aus diesem Grunde finde ich es am nützlichsten, an den von MANNdat ins Leben gerufenen Killed-At-Work-Day am 23. Januar zu erinnern.

toedliche-arbeitsunfaelle-nach-geschlecht2

Einen Kurzkommentar von Gerhard Schröder vom Deutschlandfunk habe ich ebenfalls bei MANNdat gefunden, den ich nachfolgend einstelle.

Deutschlandfunk Lohndiskriminierung Frauen 2009 03 19.mp3

Links
MANNdat: Tödliche Arbeitsunfälle noch immer fast reine „Männersache“
Dossier: Entgeltungleichheit zwischen Frauen und Männern in Deutschland
www.equalpayday.de
10 am stärksten besetzten Studienfächer 2007_2008

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2 Kommentare.

  1. Thomas Göbel

    Macht mich jetzt glatt neugierig, diese Veranstaltung. Was ein Glück, dass ich heute frei habe – dann werde ich mal am Veranstaltungsort vorbeischlendern – nur schade, dass das in meiner Heimatstadt im Freien stattfindet – gestern hat’s noch geschneit – aber die Pauerfrowen wird das sicherlich nicht abhalten.

    Interessant, wie ausführlich und gründlich die angebl. Gründe d. Lohn-Ungleichheit untersucht wurden.

    Ein Besuch auf der Website vom Business and Professional Women Club in meiner Heimatstadt lässt einen dann auf Statements wie dieses stossen:

    „Tätigkeitsschwerpunkte:
    Beratung und Training, Personal-und Teamentwicklung „Persönliche Kompetenzen, professionelle Beziehungsgestaltung im Beruf“
    Das Ziel meiner Arbeit ist ein erfülltes Berufsleben im Einklang mit sich und seinem Umfeld.

    Effizienz, Motivation und Erfolg sind dabei erwünschte Nebeneffekte.“

    Ich fühl mich im Augenblick sehr diskriminiert, weil: Effizienz und Erfolg sind an meinem Arbeitsplatz die Hauptziele – den Einklang mit mir selbst muss ich in meiner Privatzeit suchen bzw. wiederherstellen.

  2. Thomas Göbel

    Nachtrag:

    Hat das einen bestimmten Grund, warum das besagte Programm “Logib-D“ und nicht „Logik-D“ heisst?

    Ich hab’s gefunden:

    Die Software wird derzeit vom Familienministerium entwickelt!!!!!

    Eine Frage, Frau v.d.L.:

    Wann kommt der Selbsttest für Frauen?

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