Defizite von Jungen und Männern wissenschaftlich aufgearbeitet

Der verunsicherte Mann
Ein Modernisierungsverlierer

Ein Gespräch mit dem Väterforscher Matthias Franz. Von Jürgen Liminski

[..]Beunruhigt zeigte sich die Publizistik vor einiger Zeit allerdings über das schlech­te Abschneiden von Jungs in der Schule und in der Ausbildung, und schnell war man mit neuen Fragen und Bildern zur Hand.

[..]Matthias Franz nennt das Beispiel Lebenserwartung. Das werde „in erster Linie de­ter­miniert durch den Sozialstatus. Zwischen Oberschichtangehörigen und Angehöri­gen eines niedrigen Sozialstatus beträgt die unterschiedliche Lebenserwartung zehn Jahre, zwischen Männern und Frauen beträgt sie fünf Jahre. Die Oberschichtfrau lebt heute bei uns 15 Jahre länger als der Unterschichtmann.

[..]Und wir als Mediziner sind mit diesen Zusammenhängen sehr, sehr direkt konfron­tiert, etwa bei den unterschiedlichen Gesundheits- und Erkrankungsrisiken der Män­ner: dreifach häufiger früher Herztod, dreifach häufiger Erkrankung an Lungenkrebs, die Suizidrate bei Männern ist ebenfalls dreifach erhöht, bei Jungen im übrigen, vor kurzem vom Bundesamt für Statistik veröffentlicht, ohne dass Notiz davon genom­men wurde, eine achtfach erhöhte Suizidrate gegenüber Mädchen. Das sind Fakten, die uns nicht ruhen lassen dürfen.“ [..] Die Tagespost

Ein wirklich lesenswerter Beitrag, der weitere Fakten bereit hält.

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