Angela Merkel und die gefühlte Gewalt

Verfasst von fkblog am 23. November 2010 um 2:56

merkel-2000-1Unabhängig von der Frage, wie man das Interview zwischen Angela Merkel und der Bild am Sonntag werten kann, fand ich Frau Merkels  Einwand ziemlich erschreckend. Meiner Meinung nach ist bei dieser Aussage gut ersichtlich, was die Propaganda Mann = Täter, Frau = Opfer in den Köpfen von Menschen angerichtet hat. Das hiesige Frauen erst recht daran glauben, das überall Täter (und nicht Täterinnen) lauern, braucht man wohl nicht mehr groß erörtern. Ansonsten ist es fast schon erfreulich, das sie über Frauenthemen sonst nichts gesagt hat ;-)

Merkel: “Ich hätte nie einen Freund verraten”

Im Interview mit der Bild am Sonntag spricht Bundeskanzlerin Angela Merkel über ihre persönlichen Erfahrungen in der DDR und in der Zeit der Wiedervereinigung. “Ich hoffe, dass wir in 20 Jahren so weit sind, dass sich ein junger Mensch nicht mehr nach Ost oder West definiert, sondern dass wir einfach sagen: Wir sind Thüringer oder Sachsen, so wie Westfalen oder Bayern. Und so wird es auch sein.”

[..]Merkel: In Konstanz, wo ich einen aus der DDR geflüchteten Kollegen besuchen wollte, fühlte ich mich plötzlich unsicher. Vielleicht hatte ich zu viele “Tatort”-Krimis im West-Fernsehen gesehen. Jedenfalls fragte ich mich nun, ob man tatsächlich als jüngere Frau allein in einem Hotel gefahrlos übernachten könnte. In Prag und Budapest hatte ich solche Sorgen nie gehabt, aber nun plötzlich in Konstanz. Aus heutiger Sicht finde ich das selber kurios – und passiert ist natürlich auch nichts [Bundesregierung]

WikiMANNia: rund ums Thema (Frauen-) Gewalt


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