Nach Abtreibung – Die Richterin im Kopf

abtreibung-schwangerschaftsabbruch1Da kommt die Taz doch tatsächlich auf die Idee, auch mal die negative Seite einer Abtreibung zu be­leuch­ten. Da bin ich tatsächlich platt, denn das ‚Mein-Bauch-gehört-mir‘ ist anscheinend doch nicht das Non­plus­ul­tra. Das Pro Familia für die negative Seite kaum em­pfäng­lich ist, war mir schon lange klar. Hauptsache Ab­trei­bung, ob eine Frau damit klar kommt, interessiert die nämlich einen feuchten Kehricht. Dieses wurde mir schon vor vielen Jahren von jungen Frau­en berichtet. Sie wollten überhaupt nicht abtrei­ben und wurden dazu fast ge­nö­tigt. Gott sei Dank wa­ren jene Frauen stark genug und sind gegangen.

Einen Schuldigen gibt es bei der Taz natürlich auch – wen, brauche ich kaum je­man­dem erzählen, der das feministische Kampfblatt kennt.

Nach einer Abtreibung – Die Richterin im Kopf

Die Urteile kommen wie Hiebe. „Was ich getan habe, war eine Zerstörung“. Und „Ich fin­de mich grausam.“ Verurteilt wird sie selbst. Martina, die Richterin spricht ein Ur­teil über Martina, die Verbrecherin. Und die fängt an zu weinen. Das Tribunal in ihrem Kopf tagt schon seit zwei Jahren: Die Richterin ist geübt, die Argumente kennt Mar­ti­na, die Ver­ur­teil­te auswendig. „Ich habe den Kreislauf der Natur unterbrochen. Das darf man nicht. Man darf einem anderen sein Leben nicht einfach weg­neh­men.“

Martina Nierbach* hat etwas getan, das jährlich über 100.000 Frauen in Deutsch­land tun. Sie hat abgetrieben. Aber anders als viele dieser Frauen kann sie sich ihr Tun nicht verzeihen. In ihrem Kopf sitzt diese Richterin. Wenn sie ihre siebenjährige Toch­ter mit anderen Kindern spielen sieht, denkt sie: Ich habe ihr die Schwester ge­nom­men. „Ich bin doch auch gegen die Todesstrafe!“, wirft sie sich dann vor.

[..]Abtreiben. Sie geht zu Pro Familia und holt sich einen Schein. Dass da eine tiefe Ambivalenz herrscht, entgeht der Beraterin dort. Die hält sie wohl für eine ent­schlos­se­ne Frau und erklärt ihr vor allem das Procedere. Sie hat sich verzählt. Und wird schwan­ger. „Deine Entscheidung“, sagt ihr Mann. Sie lässt das Kind abtreiben. Nach dem Ab­bruch fühlt sich Martina Nierbach schuldig. TAZ

FemokratieBlog: Lehrer agitierte gegen Abtreibung
WikiMANNia: AbtreibungFeminisierung

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2 Kommentare.

  1. Ja ja, die Pro Familia ist ein Widerspruch in sich. Haben die nicht auch die Broschüre verteilt, welche von ‚von der L.‘ dann zurückgezogen wurde. Und die SexualwissenschafterInnen waren richtig erbost, dass man nicht am Stand der Zeit ist, und die eigenen Kinder nicht sexuell offen erziehen kann. Kinsey und seine bisexuell, sadomasochistischen Pädokriminellen lassen grüßen.

    Aber immer noch gilt: Wenn es ein Wissenschafter sagt, muss es ja stimmen – die haben alle ja keine eigenen Motive außer der Suche nach der Wahrheit. Wers glaubt!!

  2. Da ich grosser Facebook Freak bin, die kurze Frage: Gibt es schon eine Facebook Fan Page?

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