60-Millionen-Euro-Programm für Alleinerziehende

Das Bundesministerium für Arbeit und Soziales (BMAS) startet heute den Ideenwettbewerb „Gute Arbeit für Alleinerziehende“. Ziel dieses Ideenwettbewerbes ist die Entwicklung und Verbreitung von Handlungskonzepten, die zu einer verbesserten Arbeitsmarktintegration hilfebedürftiger Alleinerziehender führen und deren Erwerbs- und Verdienstchancen erhöhen [mehr]

Wow… 60 Millionen alleine für einen Ideenwettbewerb zur Entwicklung und Verbreitung von Handlungskonzepten, und das nur, um heraus zu finden, wie man Alleinerziehende ins Arbeitsleben besser integrieren kann. Was soll man dazu sagen – schließlich werden derzeit Milliarden verteilt, da kommt es auf ein paar Milliönchen nicht an, oder?

[..]Voraussetzung ist, dass die Betroffenen zu Beginn des Projektes Leistungen nach dem Zweiten Buch Sozialgesetzbuch beziehen.

Das für jene Frauen, die von ihren Ex-Partnern jahrelang alimentiert werden, Ideen zur Erwerbsfähigkeit erstellt werden, damit hat hoffentlich niemand gerechnet.

Nachtrag
Im übrigen gibt es bereits einen Forschungsbericht (20 Seiten) des Frauenministeriums zu Alleinerziehende in Deutschland – Potenziale, Lebenssituationen und Unterstützungsbedarfe
[hier]

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3 Kommentare.

  1. Ich hätte eine Idee! Man führt einfach eine Alleinerziehendenquote ein.

    „In der großen Mehrzahl sind dies Mütter, die leistungsfähig und -bereit sind.“

    Dann kann eigentlich nichts schief gehen.

  2. Der Gleichstellungsapparat muß „Leistungen“ vorweisen, um seine Existenzberechtigung aufrechtzuerhalten.

    http://www.spiegel.de/spiegel/0,1518,457053,00.html

    „Nach elf Monaten Arbeit legte das Forscherteam einen 67-seitigen Abschlussbericht vor. Es empfahl zum Beispiel, Bilder von der Hirschbrunft möglichst aus Werbebroschüren zu streichen, denn so etwas fördere „stereotype Geschlechterrollen“. Die Landesregierung überwies 27 000 Euro für die Studie.“
    Solche Themen genießen natürlich absolute Priorität, da sind die 27.000 Euro gut angelegt.

    Wenn eine solche Förderung wenigstens wirklich bei den Frauen und Mädchen ankäme. Es wäre ja sinnvoll Alleinerziehende finanziell auf eigene wirtschaftliche Beine zu stellen und die Unterhaltssklaverei für Väter abzuschaffen.

    Meine Erfahrung aus der Praxis weist jedoch eher darauf hin daß diese „Förderungen“ lediglich den Gleichstellungsapparat selbst fördern. Interessante Hinweise und Erweiterungen dazu gibt es auch in dem jetzt lieferbaren Buch „Befreiungsbewegung für Männer“ (Psychosozial-Verlag, Grunder).

  3. Vermute mal auch daß dies ein Resultat aus der BRIGITTE-Unterschriften-Aktion 03/2008 :
    Lt. Pressestelle des stat.Bundesamtes vom 28.8.2007 kam 2006 jede zweite sozialpädagogische Hilfsmaßnahme bundesweit der Ein-Eltern-Familie der alleinerziehenden Mutter zugute. Trotzdem rief die BRIGITTE 03/2008 in großer Aufmachung zu einer Protestaktion dagegen auf, daß alleinerz. Mütter in unserer Gesellschaft regelmäßig vergessen und verraten würden., sodaß sie – egal, ob es um Gesetze, Geld und Gerechtigkeit gehe, jedes Mal den Kürzeren zögen.“ (Quelle : Befreiungsbewegung für Männer, S. 85, Beitrag von Karin Jäckel).

    Von der BRIGITTE wurde meines Wissens nach eine Unterschriftenliste an Fr. von der Leyen übergeben.

    Meinem Eindruck und Meinung nach wissen die nicht mehr so genau, was die denn noch alles machen sollen und versuchen es über einen „Ideenwettbewerb“.

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