2008 – Weniger Schwangerschaftsabbrüche

2,0% weniger Schwangerschaftsabbrüche im Jahr 2008

WIESBADEN – Im Jahr 2008 wurden dem Statistischen Bundesamt (Destatis) rund 114 500 Schwangerschaftsabbrüche in Deutschland gemeldet und damit 2,0% oder 2 400 weniger als 2007 [mehr]

Schwangerschaftsabrüche nach Indikation
Merkmale 2003 2004 2005 2006 2007 2008
Insgesamt 128.030 129.650 124.023 119.710 116.871 114.484
Rechtliche Begründung
Medizinisch 3.421 3.308 3.177 3.046 3.072 2.989
Kriminologisch 26 29 21 28 25 21
Beratungsregelung 124.583 126.313 120.825 116.636 113.774 111.474

Quelle: Statistisches Bundesamt

Schwangerschaftsabbrüche nach Alter
Merkmale 2003 2004 2005 2006 2007 2008
Insgesamt 128.030 129.650 124.023 119.710 116.871 114.484
Alter von … bis unter … Jahren
unter 15 715 779 659 542 494 475
15 – 18 6.930 7.075 6.588 6.048 5.681 4.872
18 – 20 8.980 9.662 9.165 9.161 8.814 8.428
20 – 25 29.915 31.147 29.212 27.876 27.727 27.790
25 – 30 26.299 26.722 26.534 26.530 26.413 25.938
30 – 35 25.259 24.213 22.790 21.580 20.801 20.915
35 – 40 20.869 20.994 19.978 19.106 18.132 17.259
40 – 45 8.307 8.393 8.419 8.211 8.133 8.102
45 – 55 756 665 678 656 676 705

Quelle: Statistisches Bundesamt

Kommentar
Wenn man sich die Abtreibungszahlen ansieht und diese mit ausdrücklicher, staatlicher Duldung erlaubt sind, könnte man fast darüber lachen, das „unsere“ Bundesfrauenministerin über einen Geburtenzuwachs jubelt, der vermutlich* noch nicht einmal im 5-stelligen Bereich liegt.

*Die offizielle Geburtenstatistik für das Jahr 2008 liegt leider noch nicht vor.

Link
Abtreibungszahlen von 1972 – 2006

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1 Kommentare.

  1. Thomas Göbel

    Das wird Frau v.d.L. auch noch weiterhin „erdulden“ müssen, solange

    1. das mit dem Ausbau von Krippenplätzen nicht funktioniert – siehe:
    http://www.freitag.de/politik/0906-kinderbetreuung-krippen-erzieher-ursula-von-der-leyen

    2. „Unabhängigkeit“ bzw. lifestyle/hoher Lebensstandard einerseits die höheren Werte darstellen. Zitat:
    „Dagegen sänken die Geburtenzahlen in bürgerlichen, gutsituierten Stadtteilen dramatisch.“ aus: http://www.welt.de/politik/article3342663/Drastischer-Anstieg-der-Kinderarmut-befuerchtet.html

    3. Andererseits die erwähnte „Angst vor Kinderarmut“ potentieller Eltern aus dem „unteren“ 2/3 der Gesellschaft weiterhin zunimmt und hierfür keine Lösung gefunden bzw. sogar verweigert wird – die Erhöhung der Kindersätze im Rahmen von HartzIV wurde ja erst vergangenes Jahr durch die grosse Koalition als nicht angemessen betrachtet.
    Das ändert auch ein Jahr Elterngeld als Anreiz nicht.

    Bedauerlicherweise ist wahrscheinlich sogar damit zu rechnen, dass die Abtreibungszahlen in Folge der Wirtschaftskrise und deren noch nicht abzusehenden Auswirkungen wieder zunehmen werden.

    Bleibt einzig zu hoffen, dass den Menschen vor Sorgen die Lust vergeht?.

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